Welche Sportarten sind für Herzinfarktpatienten ratsam?
Eine sehr gute Bekannte hatte einen kleinen Herzinfarkt und sie muss kürzer treten. Allerdings ist immer eine Frau gewesen, die sehr viel Sport gemacht hat. Zur Zeit liegt sie noch im Krankenhaus und als ich sie besuchte, hat sie mir ihr Leid geklagt, dass sie ihren heiß geliebten Tennissport wohl nicht mehr ausüben kann.
Welche Sportarten würden sich denn für Herzinfarktpatienten eignen und welche Sportarten sind sogar ratsam? Es gibt ja auch Menschen, die nie viel Sport gemacht haben und einen Herzinfarkt bekommen haben, was würde man ihnen für eine Sportart empfehlen?
Nach Herzinfarkten oder bei Herzerkrankungen sind so gut wie alle Leistungssportarten kontraindiziert. Sportarten, die nicht zu anstrengend sind und bei denen viele Pausen möglich sind, sind die Dinge, mit denen angefangen werden sollte. Das bedeutet Spazieren gehen, leichte Wassergymnastik und Brustschwimmen, falls die Narbe bereits verschlossen ist und Hockergymnastik. Hockergymnastik? Das klingt merkwürdig, ich weiß, aber es ist das beste für Herzpatienten und wird oft ambulant in umliegenden Krankenhäusern durchgeführt, ganz speziell für Herzpatienten.
Das besondere an einer Hockergymnastik ist, dass ganz gezielt Kreislauf anregende Übungen gewählt werden, die so dosiert sind, dass sie für Herzpatienten perfekt geeignet sind. Es werden Pausen gemacht und der gesamte Körper wird bewegt, ohne, dass man sich überlastet, als wenn man joggen gehen würde oder ähnliches anstrengendes. Für den Anfang empfehle ich also das Spazierengehen und gegebenenfalls mal eine Treppe zwei oder drei mal zu gehen - natürlich mit ausreichend Pausend unterwegs. Später kann man dann anfangen zu walken, Nordic-Walking wäre ideal, weil man dann gleichzeitig noch etwas für die Haltung tut und Aquagymnastik, sowie einfachere niedrig dosierte Fitnesskurse. Wichtig sind die Pausen und die Kontrolle des Pulses.
Kreislaufstabilisierende Sportarten, sofern sie überhaupt zum Sport dazuzählen kann, würde ich auch bevorzugen, wie benutzer7 bereist ansgesprochen hat. In der Regel ist es aber so, dass die meisten Patienten da auch bei Nachfrage gezielte Ansprechpartner empfohlen bekommen, wo sie dann auf ihren Zustand angepasste Kurse besuchen können. Aber Sport im Sinne von Tennis, Fußball oder Basketball, wo der Kreislauf teilweise massiv beansprucht wird, sollte man dringend unterlassen, das dürfte eigentlich selbsterklärend sein.
Wichtig ist darauf zu achten, dass der Blutdruck und Puls in einem bestimmten Rahmen gehalten werden, dann ist selbst bei Herzinfarkt-Patienten ein positiver, protektiver Faktor beschrieben. Da der Patient meist nicht in der Lage ist, selbst ein "Trainingsprogramm" aufzustellen (sollte er/sie aber auch nicht, insbesondere wenn er/sie schon vorbelastet ist), sollte man einen ärztegeleiteten Kurs besuchen, wo solche Patienten betreut und aufgeklärt werden, was sie machen dürfen und sollten.
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