Aufklärungspflicht in der Schönheitschirurgie
Frau M hat vor sich einer eher kleineren Schönheits-OP zu unterziehen und ist dennoch etwas verunsichert was zum einen die Auswahl eines möglichst guten Schönheitschirurgen und zum anderen die Risiken anbelangt.
Welchen Aufklärungspflichten unterliegen denn hierbei die Schönheitschirurgen, gerade was die Risiken eines derartigen chirurgischen Eingriffes und wohl auch die Kosten angeht? Sollte alles schriftlich dokumentiert und vertraglich geregelt werden, gerade wenn vielleicht noch Korrektureingriffe fällig würden?
Die Frage ist, was du unter "klein" verstehst. Die Ärzte haben eine (mündliche) Aufklärungs- und eine Dokumentationspflicht. Das heißt, dass sie dich über die Vorgehensweise, Risiken und Kosten aufklären müssen. Um sich und dich abzusichern, kriegst du ein paar Tage vor der Operation noch ein Dokument zum Durchlesen, wo noch einmal alle Risiken usw. aufgeführt sind. Du musst dann mit deiner Unterschrift bestätigen, dass du aufgeklärt wurdest und der Operation zustimmst. Wenn die Operation unter einer Narkose erfolgt, wirst du von Anästhesisten normalerweise noch einmal aufgeklärt bezüglich der Narkose-Risiken.
Kosten werden soweit ich weiß normalerweise vorher schon abgeklärt. Die Ärzte stellen einen Kostenvoranschlag auf, den du dann ebenfalls mit deiner Unterschrift bestätigen musst.
Interessant wäre ja schon, um welchen Eingriff es sich hier handelt und ob der wirklich so klein ist, wie Frau M. denkt. Fakt ist ja, dass es immer ein Risiko gibt, wenn man sich einer OP unterzieht und Schönheitsoperationen sind da selbstverständlich keine Ausnahme. Der Arzt, der die Operation durchführt, wird im Vorfeld alles ganz genau mit Frau M. besprechen. Meistens wird er kurz schildern, wie er vorgeht. Außerdem wird schon etwas darüber gesagt, wie lange in etwa der Heilungsprozess dauern wird, mit welchen Komplikationen man im Notfall rechnen müsste usw.
Ich würde empfehlen, dass man sich schon im Vorfeld Fragen dazu aufschreibt, die man bei dem Gespräch gerne stellen würde. Wenn man nämlich dann beim Arzt sitzt, fällt einem oftmals nicht mehr ein, was man fragen wollte. Der Arzt erklärt zwar alles ganz genau, aber wenn er schon sehr oft operiert hat, wird er nicht alle Fragen klären, die einen Patienten vielleicht beschäftigen könnten. Und es ist ja auch nicht jeder gleich interessiert.
Außerdem wird ein Anästhesiegespräch stattfinden. Auch hier wird man noch einmal über die Risiken aufgeklärt. Und das ist auch ganz normal, denn auch hier gibt es einfach Komplikationen, die entstehen können. Und davon muss der Patient wissen, auch dann, wenn meistens natürlich alles gut geht.
Ob der Chirurg gut ist oder nicht, kann ich dir nicht sagen. Aber man sollte sich wohl bei dem Arzt fühlen. Eben in guten Händen und sicher. Wenn Frau M. ein schlechtes Gefühl mit dem Chirurgen hat, dann sollte sie sich einen anderen suchen. Und sie sollte sich natürlich sicher sein, dass sie die Korrektur überhaupt vornehmen lassen will.
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