Fehldiagnosen bei Ärzten Alltag?

vom 05.11.2012, 10:34 Uhr

Man hört ja immer in den Nachrichten, dass irgendein Arzt wieder einmal eine Krankheit falsch diagnostiziert hat und auch wenn man sich selbst auf Internetseiten informiert, steht da meist etwas wie: "Wird von Ärzten meist als ... diagnostiziert". Besonders bei Borreliose soll eine Fehldiagnose ja häufig vorkommen.

Ich sehe ein, dass es schwierig ist, bei so vielen Krankheiten mit ähnlichen Symptomen die Richtige zu diagnostizieren, frage mich aber, wie oft etwas Falsches gesagt wird.

Wie seht ihr das? Glaubt ihr, die Ärzte irren sich oft bei ihren Diagnosen? Oder irren sie sich doch eher selten und es kommen nur die Fälle in die Presse, bei denen sie sich eben irren, wodurch ein falsches Bild vermittelt wird?

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» Fluffeltuch » Beiträge: 797 » Talkpoints: 3,85 » Auszeichnung für 500 Beiträge



Wie oft sich Ärzte tatsächlich irren, weiß ich nicht, da ich damit zum Glück noch keine Erfahrungen machen musste. Tatsache ist aber, dass eine Fehldiagnose schlimme Folgen haben, gerade zum Beispiel auch im Fall einer Borreliose, da es eben einfach wichtig ist, dass diese rechtzeitig und richtig behandelt wird.

Bei seltenen Krankheiten ist es schon irgendwie nachvollziehbar, dass ein Arzt nicht sofort daran denkt. Trotzdem sollte man, wenn vorhandene Symptome auf mehrere Krankheiten hindeuten können, lieber genauere Untersuchen anstellen, anstatt sich auf die häufiger vorkommende Krankheit festzulegen. Leider hat man oft den Eindruck, dass das aus Kostengründen passiert.

Es geht bei jedem nicht jeder an die Presse, dem so etwas passiert. Aus der Anzahl an Fällen, die durch die Medien gehen, kann man meiner Meinung nach also nicht schließen, wie oft Fehldiagnosen tatsächlich vorkommen.

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» Jessy_86 » Beiträge: 5456 » Talkpoints: 0,18 » Auszeichnung für 5000 Beiträge


Ich weiß auch nicht, wie oft ein Arzt eine Fehldiagnose stellt. Das hängt sicherlich auch mit seinen Erfahrungen zusammen, wie gut er sich auskennt, was er schon erlebt hat und wie gut der Patient selbst seine Beschwerden beschreiben kann (beispielsweise bei Rheuma).

Ich selbst habe auch schon Erfahrungen damit gemacht. Allerdings vor allem damit, dass die Ärzte einfach nur Vermutungen anstellen, ohne sich festzulegen, oder sich so auf etwas festlegen, dass sie nicht mehr davon abkommen wollen, egal wie sehr ich versuche ihnen klar zu machen, dass ich mir das nicht vorstellen kann, weil die Symptome auf etwas ganz anderes hinweisen.

Ich habe seit einiger Zeit starke Handgelenkschmerzen, angeschwollene Finger die auch rot werden und Beinschmerzen. Ich war damit beim Rheumatologen, ein sehr netter Mensch. Er war sich von Anfang an sehr sicher, dass ich Frostbeulen hätte. Das ist eine Krankheit, bei der die Finger bei Kälte anschwellen und blau bzw. rot werden. Dabei habe ich ihm versichert, dass ich die Beschwerden meistens nur im Sommer habe, wenn mir definitiv total warm ist. Er meinte, ich soll Handschuhe tragen. So ging das über mehrere Arzttermine, er hat mir nicht wirklich zugehört und hat darauf beharrt, dass es Frostbeulen seien. Ich weiß, dass es das nicht sein kann.

Ein anderer Arzt hingegen, der von der Diagnose gehört hat, hat diese dementiert und meinte, dass es etwas ganz anderes sei. Ein anderer sprach davon, dass es an meiner Psyche und an Stress liege.

Und so geht es vermutlich vielen Patienten. Natürlich ist es bei mir nicht so relevant wie bei sehr ernsten Krankheiten, wo es um Leben und Tod geht, trotzdem wäre es wünschenswert, wenn ich endlich wüsste, was ich für eine Krankheit habe.

» MissCuriosity » Beiträge: 566 » Talkpoints: 25,44 » Auszeichnung für 500 Beiträge



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