Kinder, die "falsche" Medikamente genommen haben

vom 21.10.2012, 20:22 Uhr

Grade eben habe ich schon in einem anderem Thread gefragt, was man tun sollte oder erfinden müsste, damit kleine Kinder nicht einfach so an Medikamente heran kommen, da diese ja häufig aussehen wie Süßigkeiten. Ich selbst habe in meinem Leben als kleines Kind noch nie einfach zu irgendwelchen Medikamenten gegriffen, zumal meine Eltern mich hiervor auch schon von klein auf gewarnt und aufgeklärt hatten.

Auch kenne ich sonst niemandem in meinem Bekanntenkreis, wo so etwas schon mal schief gegangen ist, aber mit Sicherheit wird es ja immer mal solch einen Fall geben, wo man so etwas erst merkt, wenn es vielleicht schon zu spät ist. Ist es euch selbst, oder euren Kindern schon mal passiert, dass ihr diese einfach Medikamente geschluckt haben? Kleine Kinder stecken ja einfach alles in den Mund und als Eltern kann man einfach nicht immer Augen und Ohren überall haben. Wie ist das ganze bei euch geendet? Habt ihr sofort den Arzt aufgesucht, oder erst mal abgewartet, ob sich irgendwelche Auswirkungen zeigen?

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» damomo » Beiträge: 3334 » Talkpoints: -0,80 » Auszeichnung für 3000 Beiträge



Natürlich muss man sofort den Notdienst verständigen, was für eine Frage. Es gibt auch ein Giftnotruftelefon, das man am besten sofort anruft wegen der Erste-Hilfe-Maßnahmen, die je nach Medikament unterschiedlich sind? Auf was sollte man denn warten? Wenn keine direkten Auswirkungen erkennbar sind, haben die Medikamente doch trotzdem eine Wirkung.

» anlupa » Beiträge: » Talkpoints: Gesperrt »


Vor kurzem erzählte eine Bekannte von mir, dass ihre kleine Schwester neulich im Urlaub 5 Antibabypillen eingenommen hat, da sie wie Bonbons aussahen! Die Bekannte und ihre Mutter haben natürlich auch einen Arzt verständigt, er meinte aber, dass dies wohl keine weiteren Auswirkungen haben wird, das Mädchen wird lediglich einen Hormonschub ertragen müssen. Aber wie und ob sich dieser geäußert hat, ist mir nicht bekannt.

» Schnuffline » Beiträge: 1019 » Talkpoints: 33,16 » Auszeichnung für 1000 Beiträge



Medikamente sollten immer, ich betone immer außerhalb der Reichweite von Kindern aufbewahrt werden, denn sonst handelt man als Erwachsener grob fahrlässig, denn das Kinder alles in den Mund nehmen oder zumindest probieren möchten, ist in einem bestimmten Alter normal.

Sollte es dennoch passieren, dann sofort den Notarzt darüber informieren, welches Medikament in welcher Dosierung eingenommen wurde und zusätzlich das Alter, die Größe und das Gewicht des Kindes durchgeben, damit er sich auch dementsprechend vor oder während der Anfahrt darauf einstellen und vorbereiten kann.

» HelloKitty34 » Beiträge: 1651 » Talkpoints: 53,78 » Auszeichnung für 1000 Beiträge



Als ich damals im Krankenhaus war und meinen Sohn entbunden hatte, bekam ich schon ein Prospekt mit einer Notfallnummer der Giftzentrale. Die sollte man sofort anrufen, wenn das Kind irgendwelche Medikamente oder andere Dinge wie Reiniger usw. eingenommen hat. Natürlich kann man nie einschätzen, was diese Stoffe in einem kleinen Körper anrichten können, deshalb sollte man auch sofort handeln. Mir wurde das damals auch ans Herz gelegt, denn viele Eltern wissen im Fall der Fälle gar nicht so wirklich, wie sie sich verhalten sollen bzw. welche Nummer nun zu wählen ist. Da finde ich eine frühe Aufklärung wirklich gut.

Ich kenne nun kein Kind in meinem unmittelbaren Umfeld, das schon mal irgendwelche Medikamente geschluckt hat. Natürlich können Eltern die Augen auch nicht immer überall haben, aber man sollte auf jeden Fall darauf achten, dass man die Medikamente an einem sicheren Ort aufbewahrt. Unsere Medikamente sind in einem speziellen Schrank, den man absperren kann. Dieser hängt auch sehr hoch, so dass mein Sohn ihn nicht mal erreichen könnte, wenn er sich auf einen Stuhl stellen würde. Da muss man eben Vorsichtsmaßnahmen ergreifen - damit kann man echt vieles verhindern.

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» MeL.G » Beiträge: 4918 » Talkpoints: 16,81 » Auszeichnung für 4000 Beiträge


Als ich in dem Alter war musste niemand aus der Familie irgendwelche Medikamente schlucken, welche mit Süßigkeiten verwechselt werden konnten. Daher konnte es da gar nicht zu Problemen kommen. Allerdings war das schon anders, als dann meine Kinder auf die Welt kamen.

Meine Eltern hatten ihre Medikamente schon vor der Geburt immer so liegen, dass kein Kind einfach so ran konnte. Da musste ich mir keine Sorgen machen. Allerdings hat mich mein ehemaliger Schwiegervater zum ausflippen gebracht. Denn er hat es doch glatt geschafft, den Kindern zu erlauben ihm die Pillen zu reichen. Dabei war das so eine Schachtel, wo man für die ganze Woche alles zusammenstellt und dann nur noch entsprechend entnimmt.

Ich kam also dazu, dass meine Töchter jede Tablette einzeln aus diesem Blister entnehmen und dem Opa reichen durften. Da stand ich vermutlich kurz vor dem Topsuchtsanfall, als ich das erleben musste. Die Auseinandersetzung danach war auch entsprechend hart, samt der Androhung, dass die Kinder nicht mehr kommen dürfen, wenn sie weiterhin Zugang zu Medikamenten erhalten.

Allerdings würde ich bei einer versehentlichen Einnahme von Medikamenten bei Kindern grundsätzlich den Notarzt verständigen. Egal wie harmlos die Folgen sein mögen, aber man sollte immer mit dem Schlimmsten dabei rechnen.

» Punktedieb » Beiträge: 17970 » Talkpoints: 16,03 » Auszeichnung für 17000 Beiträge


Wenn Kinder Medikamente schlucken, die sie nicht dürften, wäre es mehr als unverantwortlich, dem Kind sich selbst und der Auswirkung der Medikamente auf den Kinderkörper zu überlassen. Solchen Eltern würde ich aber ordentlich was erzählen, wenn man hier einfach dumm abwartet und riskiert, dass sich Auswirkungen vielleicht bemerkbar machen oder auch nicht.

Abgesehen davon muss man eigentlich nichts erfinden, um die Kinder daran zu hindern, an Medikamente zu kommen. Das Einzige, was benötigt wird, ist gesunder Menschenverstand und ein Ort, wo das Kind nicht hinkommt. Sei es in der hintersten Ecke eines Hängeschrankes oder in einem anderen abschließbaren Ort.

Ich selbst habe als Kind keine Medikamente zu mir genommen, die es im Haus gab. Die waren stets im Apothekerschrank im Badezimmer, wo ich nie hingekommen wäre, da das Ding einfach zu hoch hängt.

Sollte es dennoch mal passieren, ist ein Anruf beim Arzt oder Notarzt das Mindeste, was man machen muss! Eine schnelle Reaktion kann unter Umständen schwere Schäden vermeiden. Entsprechende Nummern bei Einnahme von Giften stehen auch zur Verfügung, warum also zögern? Heutzutage gibt es auch Internet, was schnell mal nach entsprechenden Nummern durchforstet werden kann.

» Pfote » Beiträge: 89 » Talkpoints: 4,53 »



Meine kleine Cousine hat einmal die Medikamente von meiner Oma genommen. Sie sind dann sofort ins Krankenhaus gefahren, ihr wurde der Magen ausgepumpt und sie musste mit meiner Tante eine Nacht zur Beobachtung im Krankenhaus bleiben. Meine Oma nimmt Tabletten gegen ihren zu hohen Blutdruck und gegen Diabetes und dass war auch das gefährlichere. Es bestand die Möglichkeit einer Unterzuckerung. Aber es ist alles gut gegangen.

Wenn man mitbekommen hat, dass ein Kind Tabletten genommen hat sollte man sofort ins Krankenhaus fahren bzw. den Notdienst anrufen und nicht erst abwarten bis erste Anzeichen auftreten. bei einer Unterzuckerung z.B. sind die Anzeichen Müdigkeit, das hat jedes kleine Kind.

» Lady86 » Beiträge: 671 » Talkpoints: 12,73 » Auszeichnung für 500 Beiträge


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