Warum gibt es nichts gegen Angst?
Wenn dich ein Mensch böse anschaut, fühlst du dich instinktiv schlecht, mußt dich zwingen, dem Blick standzuhalten. Wenn er böse schaut und dich angreift, bist du schwächer. Das gilt auch andersherum.
Dennoch verstehe ich nicht, was die Forscher der Pharmaindustrie eigentlich den ganzen Tag lang machen. Man weiß doch, daß dies mit dem limbischen System zusammenhängt. Kann man das nicht einfach gezielt lähmen, damit ein böser Blick dich nicht aus dem Gleichgewicht bringt? Denn gerade das führt zu Gewalt, da dich dein Gegenüber als Opfer sieht.
Warum sollte man einem Menschen die Angst nehmen? Angst ist etwas natürliches und schützt vor auftretenden Gefahren. Deswegen denke ich schon, dass Angstgefühle wichtig sind. Man sollte sie jedoch irgendwie im Griff haben, damit die Angst nicht Überhand im Alltag nimmt. Ein böser Blick verursacht bei dir Angst? Dann hast du eher ein Problem mit dem Selbstbewusstsein. Weil man kann bösen Blicken auch standhalten.
Also vor einem bösen Blick, hätte ich nun keine Angst, sodass ich mir da direkt medizinische Hilfe nehmen würde. Wie schon kochanie geschrieben hat, ist es etwas ganz normales, wenn Menschen Angst haben. Wenn die Menschen keine Angst mehr hätten, dann würde ja jeder machen, was er will, auch viel unüberlegtes, da eben die Angst fehlt. Das wäre einfach nur überflüssig, da etwas zu erfinden.
Ich verstehe deinen Beitrag nicht so ganz. Erstmal gibt es Medikamente gegen Angst; und zweitens muss dich ein "böser" Blick doch gar nicht aus dem Gleichgewicht bringen. Jeder hat mal Angst, und wenn dieses Gefühl überhand nimmt, kann man etwas dagegen tun. Es gibt Medikamente und Therapien gegen Angst. Aber alleine wegen eines bösen Blickes sollte man doch nicht direkt aus rasten?! Je nachdem welche Situation anliegt, kann man über so etwas stehen. Keine Ahnung wie oft ich schon böse angeschaut wurde, grundlos oder aus einem total blöden Grunde, das macht mir meistens nichts. Selbst wenn ein solcher Blick gerechtfertigt ist, kann man das anders lösen.
Es gibt Medikamente gegen Angst, wenn Menschen krankhafte Angst oder Panikattacken haben. Für gesunde Menschen ist Angst aber ein sinnvolles Gefühl. Angst hält einen davon ab, sich in unüberlegte Risiken zu stürzen. Wenn man sich zum Beispiel von einem bösen Menschen bedroht wird, wie du anscheinend öfters, bringt einen die Angst dazu, wegzulaufen. Wenn du keine Angst hättest, würdest du dich vielleicht in Gefahr bringen, indem du einen stärkeren Gegener provozierst.
Bei Tieren ist Angst ein sinnvoller Instinkt. Bevor Tiere sich auf einen Kampf einlassen, schätzen sie zuerst die Stärke des Gegners ein und entscheiden instinktiv, ob sie eine Chance haben oder nicht. Wahrscheinlich wird das bei den Tieren durch das Gefühl der Angst gesteuert. Große Angst zu spüren bedeutet, besser Reißaus zu nehmen und so zu überleben.
Warum möchtest du denn jemandem die Angst nehmen? Die Angst ist ein sehr guter Mechanismus um sich und sein Leben zu schützen. Wenn man vor nichts mehr Angst hätte, egal in welcher Situation, dann würde es wohl zu sehr viel mehr Unfällen, Tötungen und Gewalttaten kommen. Denn dein Beispiel das jemand Angst hat wenn er eventuell sehr böse an geguckt wird, ist doch nicht schlecht. Es ist der eigene Schutzmechanismus, der einem sagt nicht weiter auf die Situation einzugehen um sich nicht zu gefährden. Würde man auf den anderen gleich drauf los gehen, weil man eben keine Angst hat, dann möchte ich nicht wissen wie das in so einigen Fällen ausgehen würde.
Erst mal kann ich mich einigen meiner Vorrednerinnen anschließen. Angst ist ein natürlicher Instinkt. Der Mensch hat nur noch Instinktreste, wozu die Angst gehört. Wenn du beispielsweise im Dschungel vor einem Tiger stehst, wirst du instinktiv beginnen zu rennen. Auch kann man in der Angst oft Dinge, die man sonst nicht kann und so kann man überleben. Angst ist erst einmal nicht schlecht und in deiner beschriebenen Situation auch gut. Stell dir mal vor, es hätte keiner mehr Angst, so würde man auch keine Angst mehr vor Folgen haben. Und das wäre fatal. Jeder würde seine Ängste ganz einfach überwinden und Mord und Todschlag wäre vorprogrammiert.
Wenn man unter Panikattacken, starken Angstzuständen und unerklärlichen Ängsten leidet, dann kann man sowohl mit homöopathischen Mitteln, als auch mit chemischen Medikamenten viel erreichen. Sehr bekannt sind beispielsweise Bachblüten oder Antidepressiva, die auch bei Angststörrungen eingesetzt werden.
Es gibt doch Medikamente, die die Angst hemmen: Benzodiazepine nennt man die Stoffgruppe die sowohl angstlösend, krampflösend und muskelentspannend wirken kann. Verschiedene Medikamente dieser Stoffgruppe haben dabei unterschiedlich ausgeprägte Eigenschaften aus allen 3 Bereichen. Bekanntes Beispiel für die Stoffgruppe der Benzodiazepine ist Valium (Diazepam), aber es gibt auch dutzende andere Mittel. Die meisten sind allerdings rezeptpflichtig, da Benzodiazepine stark suchterzeugend sind. Einige kann man allerdings auch rezeptfrei als Chemikalie erwerben. Beispiel dafür wäre Phenazepam. Dies hat aber ein schlechtes Wirkungs-, und Nebenwirkungsprofil. Das heißt im Klartext: Wenig Wirkung, viele Blackouts!
Neben dieser Stoffgruppe die dem Symphtom der Angst wohl am Besten entgegenwirken kann gibt es natürlich auch noch andere Mittel: Antidepressiva. Diese Mittel wirken nicht akut, sondern erst bei längerer Einnahme. Sie sind häufig sehr stark mit Nebenwirkungen belastet, unter Anderem kommt es oft zu erektiler Dysfunktion, Gewichtszunahme, übertriebener Schläfrigkeit oder Schlaflosigkeit, Nervosität, Aggressivität und so weiter. Meiner Meinung nach sollte man sich sehr eingehend selbst über Antidepressiva informieren um nicht von den massiven Nebenwirkungen überrascht zu werden. Eine Freundin von mir war mal erstaunt davon und hat das Antidepressiva direkt wieder abgesetzt.
Ansonsten gibt es natürlich auch noch andere Substanzen die angstlösend wirken: Alkohol, Tilidin, GBL, Kokain, einige Designerdrogen, MDMA und so weiter. Diese sollten natürlich nicht Mittel der Wahl sein. Das Beste wäre an seinen Ängsten zu arbeiten und sie so dauerhaft aus der Welt zu schaffen.
Erik Linke hat geschrieben:Dennoch verstehe ich nicht, was die Forscher der Pharmaindustrie eigentlich den ganzen Tag lang machen.
Ich hoffe, dass sie an Präparaten arbeiten, die eine Krebsfortschreitung weiter unterbrechen oder gar ganz aufhalten, Medikamente, die schwere Krankheiten heilen können und forschen, um Menschen, die schmerzhaft leiden, von diesen Schmerzen zu heilen oder sie zumindest zu lindern. Dein Ton ist ja der Wahnsinn, du musst ja einen furchtbar wichtigen Job haben, dass du dich mit deinem kleinen Problem so aufspielst. Abgesehen davon gibt es sehr, sehr viele Medikamente gegen Angst, schade dass du davon noch nichts gehört hast.
Nahezu alle Patienten mit schizophrenen Psychosen haben eine gestörte Wahrnehmung, bei vielen ist die Grundlage ein verändertes Angstgefühl, Verfolgungswahn oder eine gestörte, ängstliche Selbstwahrnehmung. Diese Patienten werden allesamt mittels diverser, schwierig kombinierbarer Medikamente darauf eingestellt und das Angstgefühl nicht abgestellt, aber versucht herunter zu fahren. Ein komplettes Abschalten der Angst würde wenig Sinn machen und darüber hinaus noch gefährlich sein, da uns Angst auf eine mögliche Gefahr vorbereiten soll. Daher sind diese Präparate auch so schwer zusammen zu stellen, weil man die Drüsen so einstellen muss, dass das krankhafte aufhört, das normale aber bleibt, um den Patienten keiner unbedachten Gefahr auszusetzen. Wenn du keine Ahnung hast, dann stelle die Frage bitte ein bisschen vorsichtiger.
Es gibt doch verschiedene Methoden, die bei Angst angewandt werden. Wie bereits gesagt wurde, ist Angst an sich ein natürliches Zeichen. Bei Angststörungen hingegen wird man wohl nicht unbedingt versuchen, da etwas mit Medikamenten zu versuchen, was ich auch für eher sinnlos halte. Man sollte die Angst mithilfe einer Therapie bewältigen, kontrollieren und nicht mithilfe von irgendwelchen Medikamenten.
Ich weiß ja nun auch nicht, ob Du der Meinung bist, es gebe keine anderen Krankheiten, die eher zu erforschen sind. Immerhin ist Angst nun nichts Lebensbedrohliche, oder? Anders sieht es mit HIV, AIDS oder auch Krebs aus, als auch diverse andere chronische Erkrankungen oder Autoimmunerkrankungen jeglicher Art. Ich denke, in Vergleich zu diesen ist Angst nicht unbedingt die oberste Priorität.
Zwar kenne ich mich nicht sonderlich mit Psychopharmaka aus, aber ich denke, dass man Mittel, die bei Depressionen gegeben werden können, auch in der Therapie bei Angst/ Angststörungen zum Einsatz kommen. Nur ist es doch etwas anderes, so etwas mit Medikamenten zu kontrollieren, als mit dem eigenen Verhalten.
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