Therapien bei Fersensporn

vom 23.05.2012, 05:57 Uhr

Wie bereits erwähnt, haben manche Personen Probleme mit einem Fersensporn. Sie können nicht richtig gehen und wenn sie gehen, schmerzt es dann eben auch. Da sich diese Leute wohl weigern, zum Arzt zu gehen, stellt sich mir die Frage, wie man einen solchen Fersensporn am besten behandelt.

Welche Therapien gibt es für einen Fersensporn und welche sind sinnvoll? Kann ein Fersensporn auch wieder von allein verschwinden oder muss dieser unbedingt behandelt werden? Wie sieht dann diese Behandlung aus? Kann es irgendwelche negativen Konsequenzen haben, wenn man einen solchen Fersensporn nicht behandelt?

Benutzeravatar

» *steph* » Beiträge: 18439 » Talkpoints: 38,79 » Auszeichnung für 18000 Beiträge



Meine Mutter hatte damit vor einigen Jahren ihre Probleme. Als Therapie hatte der behandelnde Arzt nur solche Polster in den Schuhen empfohlen oder aber eine Operation. Wobei er wohl auch sagte, dass bei einem chirurgischen Eingriff auch die Gefahr besteht, dass sich der Fersensporn danach wieder bildet.

Meine Mutter versuchte also ihr Glück mit solchen Polstern unter der Ferse und kam damit auch gut zurecht. Da sie diese Polster nun schon seit ein paar Jahren nicht mehr nutzt, gehe ich davon aus, dass der Fersensporn sich entweder zurück gebildet hat oder aber keine Schmerzen mehr bereitet. Weiterhin vermute ich, dass man das auch mit Schmerzmitteln behandeln kann, bin mir da aber nicht sicher.

» Punktedieb » Beiträge: 17970 » Talkpoints: 16,03 » Auszeichnung für 17000 Beiträge


Mein Vater hat auch einen Fersensporn, aber eine eher seltene Art hinten an der Ferse. Dadurch hat er nicht so große Probleme und der Arzt hat von einer Operation abgeraten. Es gibt auch leider nicht so viele Möglichkeiten zur Behandlung. Die Knochenmasse, die sich da gebildet hat, kann operativ abgeschabt werden, aber das sollte nur der letzte Schritt sein.

Sonst kann man es mit Einlagen versuchen, damit man den Fersensporn nicht noch mehr reizt, denn dadurch könnte man ihn sonst auch noch vergrößern. Auch Schmerzmittel oder eine Schmerzspritze vom Arzt sind eine Möglichkeit, wenn der Fersensporn entzündet ist, was starke Schmerzen verursacht. Allerdings dienen die Schmerzmittel nur der kurzfristigen Besserung und haben keinen langfristigen Nutzen. Eine ärztliche Beratung sollte aber auf jeden Fall erfolgen, da die Behandlung individuell an die jeweilige Form des Fersensporns angepasst sein sollte.

» Barbara Ann » Beiträge: 28946 » Talkpoints: 58,66 » Auszeichnung für 28000 Beiträge



Ein Fersensporn ist eine Kalkablagerung an den am Calcaneus ansetzenden Sehnen und Bändern. Da diese Kalkablagerungen schnell aushärten, sind sie permanent und man bekommt sie auch nicht wieder weg. Daher gibt es bei Fersensporn nicht wirklich Therapien außer der Operation. Doch die Meinungen gehen ein wenig auseinander, so halten es manche Ärzte für angemessen, eine Injektionstherapie mit einem kortikoiden Wirkstoff zu beginnen. Durch das Cortison wird der Kalk zwar bei guter Platzierung leicht gelöst, doch es greift auch das umliegende Gewebe an. Daher sollte man vorsichtig sein, Cortison in die Nähe der Sehne zu spritzen, die eine so häufige und große Krafteinwirkung ertragen muss wie die Achillessehne - nicht selten sind diese nämlich im Nachhinein gerissen, weil das Cortison nicht nur den Kalk gelöst, sondern auch das Gewebe unelastisch gemacht hat.

Wenn der Fersensporn also nicht groß genug ist, um momentan Schaden anzurichten oder um voraussichtlich Schaden anzurichten, dann wird gar nichts getan. Es wird lediglich Acht darauf gegeben, dass das Schuhwerk angemessen ist und gegebenenfalls eine Physiotherapie begonnen wird, um die Belastung zu normalisieren. Bestehen jedoch akute Schmerzen, eine bereits bestehende Entzündung oder sonstige Probleme, so ist dies Indikation zu einer Operation, in der die Kalkablagerung abgeschabt und entfernt werden. Bricht ein Fersensporn ab, so ist auch eine Operation notwendig, jedoch wäre sie um einiges schwieriger und komplizierter, da die Kalkfragmente erst in dem verletzten Gewebe gesucht werden müssten. Ein übersehender Splitter könnte dabei im Anschluss so große Beschwerden, dass eine weitere Operation notwendig wäre.

» benutzer7 » Beiträge: 2116 » Talkpoints: 49,80 » Auszeichnung für 2000 Beiträge



Ähnliche Themen

Weitere interessante Themen

^