Lange Wartezeit im Krankenhaus vor Operation
Habt ihr es schon einmal erlebt, dass ihr einen Termin für die Krankenhausaufnahme hattet und die Operation nicht wie vorgesehen am zweiten Tag erfolgen konnte? Bei mir war es so: Die Aufnahme sollte am Montag um 9 Uhr stattfinden und die Operation am Dienstag. Als ich also montags ankam, wurde ich in der Aufnahmestation unter anderem nach Schmerzen gefragt. Zwei Tage vor diesem Zeitpunkt bekam ich sehr starke Schmerzen in der Kniekehle, die bis in die Wade zogen. Das sagte ich wahrheitsgemäß. Der Chirurg, der die Fragen stellte, notierte alles.
Später, als der Anästhesie-Arzt mich auf dem Zimmer nochmals befragte, wiederholte ich auch das, was ich schon erzählt hatte. Daraufhin schickte mir dieser den Operateur. Der meinte, dass man erst einmal Ultraschall machen müsste um auszuschließen, dass es sich um eine Beinvenenthrombose oder um eine Baker-Zyste handle. Er wollte mich für die Ultraschalluntersuchung in der Inneren anmelden. Ich fand das sehr vernünftig.
Doch montags erfolgte weiter nichts. Auch der Dienstag ging vorbei. Außer Blut abnehmen passierte nichts. Mittwoch gegen Mittag kam die Visite und sahen nach meiner Nachbarin. Dann drehte sich der Stationsarzt zu mir um und musterte mich, sagte aber nichts. Da platzte etwas in mir.
Ich bat die Herren mir doch einmal zu sagen, wann denn nun ein Ultraschall bei mir gemacht würde, der in meinen Augen nicht viel Aufwand darstellen würde. Es sei ja wohl nicht zumutbar, dass Patienten tagelang nur warten müssten. Ferner sagte ich noch, dass so die Krankenkasse viel Geld für nichts bezahlen müsse und ich selbst auch noch. Nun kam endlich etwas Bewegung in die Gruppe. Man versicherte mir, mich zur Ultraschalluntersuchung angemeldet zu haben und würde sich auch sofort nochmals darum kümmern. Meine Antwort, dass das eine sehr schlechte Organisation sei und keine Zusammenarbeit mit anderen Abteilungen, bestätigte man mir. Ich war dann noch der Meinung, dass die Krankenhausleitung sich um derartige Dinge kümmern solle, denn in anderen Firmen muss ja auch alles Hand in Hand gehen.
Noch am gleichen Tag wurde ich zum Ultraschall zitiert. Der mich dort untersuchende Arzt konnte nicht umhin mir zu sagen, dass er meinetwegen eine Darmuntersuchung nicht machen könne. Ich habe nichts mehr gesagt, weil es mir einfach zu dumm war.
Findet ihr auch, dass man immer soviel Zeit einplanen muss, dass auch für Kollegen anderer Abteilungen eine Untersuchung gemacht werden kann, zumal die Untersuchung nicht lange dauerte?
Abends kam noch der Operateur und sagte mir, dass er nicht wisse, ob ich am Donnerstag operiert werden könne, da in den OP´s eine Fortbildung stattfinden würde. Tatsächlich wurde ich dann doch operiert in einem OP, der für Unfälle vorgesehen war.
Das was du da erlebt hast, ist ja wirklich schon sehr ärgerlich. Ich hatte in den Krankenhäusern bisher immer Glück und wurde auch dann operiert, wenn die Op angesetzt wurde. Ich bin da auch immer sehr ängstlich und habe dies auch immer vorher angegeben und manchmal ging es dann auch, dass ich so früh wie möglich auf die Op Liste kam, damit ich nicht so lange im Zimmer liegen und warten muss, was die Ängste ja nur vergrößert.
Ich finde es schon dreist, dass man dich dort so lange liegen ließ und sich nichts tat. Man könnte nun auch meinen, dass das Krankenhaus ein paar betten frei hatte und diese gern ein paar Tage länger belegen wollte und man sich deswegen mit der Ultraschalluntersuchung Zeit gelassen hat. Richtig mies finde ich ja, dass dir der Arzt, der das Ultraschall gemacht hat, erst mal auf die Nase bindet, dass du quasi Schuld hast, dass er eine andere Untersuchung nicht machen konnte. Das ist doch nicht dein Problem und auch nicht deine Schuld, wenn sie es nicht richtig organisiert bekommen. Ich finde es wirklich sehr unverschämt, so etwas zu einem Patienten zu sagen.
Ich glaube, ich hätte das Krankenhaus doch stark in Frage gestellt und mich sicher nicht mehr so gut aufgehoben gefühlt. Ich kann deinen Ärger sehr gut nachvollziehen und hätte das sicher auch zu Papier gebracht und in diese Lob und Tadel Kästen, die es in vielen Krankenhäusern gibt, eingeworfen. Es kann natürlich immer mal ein Notfall dazwischen kommen, aber das war bei dir ja nun eindeutig nicht der Fall.
Wie können sie es sich nur erlauben, eventuell ein paar Notfälle zu haben oder mehrere Komplikationen bei unterschiedlichen Operationen. Oder einfach eine viel zu hohe Auslastung, weil es Herbst ist und die Krankenhäuser wie jeden Herbst Neupatienten bekommen, dass sie selbst nicht wissen wohin mit ihnen.
Was ich sagen will, ist, dass du nicht allein im Krankenhaus liegst. Wer jemals in einem größeren Krankenhaus gearbeitet hat, weiß, was dort alles für Arbeit anfällt und wie sehr sich Untersuchungen verschieben können, wenn ein paar Dinge zufälligerweise mal zusammen kommen. Dass du untersucht und operiert wurdest, nachdem du dich beschwert hast, bedeutet nicht, dass das geschehen ist, WEIL du dich beschwert hast. Das denkt man gerne, aber weißt eben auch nicht, ob es nicht ohnehin an diesem Tag soweit gewesen wäre. In einem Krankenhaus kann soviel passieren - eine Operation dauert plötzlich 3 Stunden länger, ein Notfall kommt rein - das sind stundenlange Komplikationen. Und wenn du mit deiner nicht dringend notwendigen Operation noch einen Tag warten kannst, dann wird das eben so gehandhabt.
Was ich allerdings nicht so kenne, ist, dass nicht mit dir gesprochen wird. Das finde ich nicht in Ordnung. Ich kenne es auch so, dass mit dem Patienten gesprochen wird, wenn die Kapazitäten momentan ausgelastet sind und sich daher alles ein wenig verschiebt. Denn, dass es passiert kann immer sein, aber wenn es passiert, solltest du als Patient auch darüber informieren werden.
Oh je, man möchte ja seine Operation auch so schnell wie möglich hinter sich bringen, weshalb ich manch eine Verzögerung auch nicht verstehen kann. Für Notfälle hat man ja doch immer Verständnis, wenn man nicht gerade selbst ein Notfall ist, aber man muss es letztendlich auch einmal gesagt bekommen, was Sache ist. Denn ich empfinde bei so etwas auch die Warterei immer als relativ unerträglich und denke, dass sie noch schlimmer ist, wenn man nichts gesagt bekommt, wobei die Mitarbeiter vielleicht auch gerade dann unter Spannung stehen und sie keinerlei Möglichkeit haben, sich zu melden. Dennoch kann ich es verstehen, dass man einfach nur genervt ist, wenn man nicht weiß, woran man ist und was los ist.
Ich habe so etwas zwar nicht im Krankenhaus erlebt, aber in einer Praxis, die dort auch ambulant operieren. Bei ihnen hatte ich dann mal einen Arzttermin gehabt, der dann gute drei Stunden später stattgefunden hatte. Dass ich so spät dran genommen wurde, ist dort schon häufiger vorgekommen, aber meistens war es dann immer "nur" eine Stunde später gewesen und nicht dann drei Stunden. Gesagt wurde auch nichts, man hat dann nur später erfahren, dass eine Notoperation stattgefunden hat, und so ist es auch zu dieser argen Verspätung gekommen. Wenn man das weiß, ist da auch ein gewisses Verständnis auch vorhanden, und insofern hätte man ja wirklich nur mal den Mund aufmachen müssen und können- klar kann man auch selbst fragen, aber manchmal ist da dermaßen viel los, da kommt man gar nicht mehr zum Reden. Dennoch nehme ich die dortigen Wartezeiten in Kauf und richte mich darauf ein, dass es mal wieder lang dauern kann.
Ich habe in meiner Verwandtschaft auch schon Fälle erlebt, wo man an einem anderen Tag als ausgemacht operiert wurde. Auch da wurde kaum etwas gesagt, und wenn man dann selbst den Mund aufgemacht hat, wusste man wiederum von nichts. Eine Begründung oder Erklärung hat man nicht abgegeben, auch auf Nachfrage nicht. Scheinbar lief da auch in der Kommunikation zwischen Operateur und Pflege etwas schief.
Wenn ich als Patient in ein Krankenhaus gehe, bin ich nicht gerade begeistert. Ehrlich gesagt habe ich auch Angst vor der Narkose. Es ist ein völliges Ausgeliefert sein und es kann sehr viel dabei passieren. Kann man es da nicht verstehen, wenn Tag um Tag vorübergeht und nichts passiert? Wenn mir ein Arzt oder eine Schwester gesagt hätte, dass sich die Operation aufgrund von irgendwelchen nicht vorhersehbaren Begebenheiten verschieben würde, hätte ich ganz sicher sehr viel Verständnis dafür gehabt und ich wäre nicht jeden Tag noch nervöser geworden.
Es ging ja am Mittwoch Abend, dass mir einer der Oberärzte, die mich operiert haben sagte, dass er noch nicht wisse, ob ich am nächsten Tag operiert werden könne. Meine OP war für Dienstag angesetzt und konnte aufgrund der fehlenden Mitarbeit von höchstens 10 Minuten der Kollegen von der Inneren nicht stattfinden. Somit hatten die Ärzte, die meine OP zeitlich eingeplant hatten, auch Probleme.Warum tun sich Ärzte und Schwestern so schwer mit wichtigen Informationen, auf die Patienten angewiesen sind und darauf auch warten?
Meine Operationen sind bislang immer geplant oder mit ein paar Stunden Verzögerung gemacht wurden. Ich finde es ehrlich gesagt eine Frechheit wie man so egoistisch sein kann. Die Ärzte haben da wirklich viel zu tun und haben meistens nicht mal Zeit, etwas Ordentliches zu essen. Aber am Besten sie behandeln die Notfälle nicht und arbeiten ihren Operationsplan ab. Mal ehrlich du warst in einem Krankenhaus da gibt es immer mal wieder Notfälle und da muss man dann eben warten.
Deine Untersuchung hätte man auch noch wenige Minuten vor einer Operation machen können oder eben, wenn es passt. Dass der Arzt dir da seine Meinung gesagt hat finde ich absolut in Ordnung und ich hätte es ganz ehrlich auch zu dir gesagt. Immerhin ist man ja nicht alleine im Krankenhaus und muss auch mal Rücksicht nehmen. Zumal die Ärzte ja mittlerweile unterbesetzt im Krankenhaus sind und auch noch viele Überstunden schieben.
Bisher habe ich erst einmal erlebt, dass eine geplante Operation, die direkt am frühen Morgen stattfinden sollte, letzten Endes erst gegen Mittag erfolgen konnte. Weshalb es zu dieser Verschiebung kam, weiß ich allerdings nicht, denn ich war damals noch eine junge Jugendliche, allein in diesem Krankenhaus und ich habe keine Informationen darüber bekommen, was hier genau vor sich geht – allerdings aber auch keine Einschätzung dazu, wann es denn nun endlich losgehen würde. Mich hat das damals sehr gequält, weil ich große Angst vor dieser Operation hatte und das alles schnell hinter mich bringen wollte. Ich wurde aber sitzen und warten gelassen, saß also in meinem OP-Hemd und unglaublich aufgeregt in meinem Krankenbett und habe warten müssen, bis man mich abholt. Die Zeit wollte damals nicht wirklich vergehen und ich hatte das Gefühl, einen ganzen Tag lang warten zu müssen. Übel war das vor allem auch deshalb, weil ich während der gesamten Wartezeit weder essen noch trinken durfte, denn ich sollte ja nüchtern sein.
Das, was Du hier erlebt hast, würde mich unglaublich ärgern, glaube ich. Es gehört zur Behandlung dazu, dass man auch die verwaltungstechnischen Aspekte gut plant und umsetzt, ansonsten stellt allein das Organisatorische schon einen Behandlungsfehler dar. Ich hätte mich also an Deiner Stelle sicherlich mal näher erkundigt, ob es hier nicht eine Möglichkeit gibt, wenigstens eine Entschuldigung von Seiten der Klinikleitung zu erhalten, denn ich meine, dass Dir wenigstens dieses Zeichen von Ehrerbietung wohl zugestanden hätte. Blöde Bemerkungen und bissige Kommentare von irgendwelchen Ärzten kenne ich ebenfalls nur zu gut und ich würde mir das jetzt ehrlich gesagt auch nicht mehr bieten lassen. Natürlich müssen die Abläufe in Krankenhäusern gut geplant werden und sicherlich sagt keiner der Patienten etwas, wenn ein Notfall dazwischen kommt. Aber das kann man dem Patienten so eben auch sagen und ihn um Nachsicht bitten, denn selbstverständlich kann Nachsicht wohl nicht sein, wenn man als Patient nicht weiß, weshalb man scheinbar nur hingehalten werden soll.
Ich würde solchen Dingen also generell nachgehen und auch einfordern, dass man mir das zukommen lässt, was mir zusteht, denn immerhin handelt es sich bei einer ärztlichen Behandlung, egal, welcher Art, doch um eine Dienstleistung, wenn man das mal ganz nüchtern betrachten will. Diese Dienstleistung wird bezahlt und hat so erbracht zu werden, wie sie angekündigt wurde. Und wenn das nicht gewährleistet wird, dann hat man als Kunde, hier also als Patient, wohl wenigstens ein Recht auf Wiedergutmachung, die ich wenigstens in Form einer Entschuldigung erwarte.
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