Brechdurchfall in Ostdeutschland

vom 05.10.2012, 22:33 Uhr

Seit Wochen hört man immer wieder von den Brechdurchfall in Ostdeutschland, nun angeblich ausgelöst durch tiefgefrorene Erdbeeren aus China. Mehr als 11.000 Erkrankte gibt es mitlerweile. Gerade die Immunschwachen hat es getroffen, Schulen, Kindergärten, Altersheime und weitere Einrichtungen mit Kindern oder älteren Menschen. Auch die spezielle Regionalität der Erkrankungen ist von besonderer Bedeutung. Es wird von der größten lebensmittelbedingten Krankheitswelle Deutschlands gesprochen.

Habt ihr Erfahrungen damit gesammelt, hatten Freunde oder Verwandte sich Infiziert, oder ihr euch sogar selber?
Wie könnte man in Zukunft solche Masseninfektionen vermeiden und was wären eventuelle Schutzmaßnahmen gegen Erreger in Nahrungsmitteln?

» frankiskrank » Beiträge: 289 » Talkpoints: 15,61 » Auszeichnung für 100 Beiträge



Ich wohne in Sachsen, daher haben wir in Schule und Familie schon ausgiebig über dieses Thema diskutiert. Ich wohne sogar in unmittelbarer Nähe einer Schule,die von sodexo beliefert wird und an der es wohl einige Infektionsälle gegeben hat. Persönlich kenne ich jedoch niemanden.

Ich denke, das Problem sind die verketteten Zulieferungswege. Schließlich machen die Essenlieferanten das Essen nicht vollkommen selbst, sie erhalten convenient food, also schon halb fertiges Essen. Diese Aufteilung der Herstellungsorte ist natürlich billiger, schließlich haben sich so bestimmte Standorte auf die Herstellung bestimmter Lebensmittel spezialisiert, um sie dann deutschlandweit oder sogar europaweit auszuliefern.

» Schnuffline » Beiträge: 1019 » Talkpoints: 33,16 » Auszeichnung für 1000 Beiträge


So etwas kann immer passieren und Schutzmaßnahmen gibt es nur gegen bestimmte Erreger, indem man die Hygieneanordnungen einhält. Aber selbst das kann man nicht genau kontrollieren.

Man kann nicht alle Lebensmittel auf alle Krankheitserreger testen. Es gibt unzählige Krankheitserreger, die meisten kennt man noch gar nicht, also gibt es auch keine Tests dafür. So etwas wird immer wieder passieren. Aber nicht nur beim Catering passiert das. In normalen Haushalten wird man vom Essen viel öfter krank, aber da sind immer nur wenige betroffen. Allerdings ist die Gesamtsumme der Lebensmittelvergiftungen in Haushalten größer als die von Cateringfirmen. Man erfährt nur nichts davon. Trotzdem ist es natürlich wichtig, den Erreger herauszufinden. Gott sei Dank ist es ja anscheinend ein leichterer Krankheitsverlauf, meines Wissens nach bis jetzt ohne Todesfälle im direkten Zusammenhang damit.

» anlupa » Beiträge: » Talkpoints: Gesperrt »



Mittlerweile wurde ja die Ursache beziehungsweise das Lebensmittel gefunden, welches die Erreger verbreitet hat. Und man sieht es halt den Lebensmitteln auch nicht an, ob sie entsprechende Keime und Bakterien mitbringen. Vor allem, wenn die Lebensmittel von verschiedenen Firmen zum Caterer kommen und man deren Arbeitsweise nicht ständig kontrollieren kann, ist es schwer so was auszuschließen.

» Punktedieb » Beiträge: 17970 » Talkpoints: 16,03 » Auszeichnung für 17000 Beiträge



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