Anzeichen und Symptome einer Alkoholabhängigkeit
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Alkoholabhängige Jugendliche - was ist da schiefgelaufen? erzählte ich am Rande ja schon von einem Kumpel, der sich um seinen Cousin sorgt. Er meint, dass er bestimmt alkoholabhängig ist, weil er sehr oft Alkohol trinkt. Aber wie kann man erkennen, ob jemand nur gelegentlich einen trinkt oder wirklich abhängig ist? Welche Symptome sind denn typisch für einen Alkoholanhängigen? Wie würdet ihr erkennen, ob jemand nur ein Gelegenheitstrinker ist oder abhängig ist? Kann man das überhaupt erkennen?
Das ist nicht ganz einfach zu definieren. Viele bezeichnen all jene, die Bier mögen, als alkoholabhängig. Andere sagen, dass man dann als abhängig gilt, wenn man hie und da am Wochenende ein bisschen was trinkt. Ich denke, eine Art von Abhängigkeit liegt dann vor, wenn man sich auf das Wochenende freut, weil man sich endlich wieder einmal ordentlich betrinken kann. Es bedeutet, dass demjenigen der Alkohol schmeckt und er es genießt, betrunken zu sein und praktisch fast keine Sorgen mehr zu haben.
Zu beachten ist, dass jemand der sich des öfteren volllaufen lässt nicht unbedingt abhängig sein muss. Es kann auch sein, dass er durch die Gegebenheiten öfters zu viel erwischt, mit einem entscheidenden Unterschied: Er hat es sich nicht vorgenommen! Irgendwann kann es zwar passieren, dass es zur Gewohnheit wird und derjenige tatsächlich abhängig irgendwann abhängig ist, jedoch ist das wieder ein eigener Fall.
Ein Abhängiger äußert sich also definitiv anders als ein Gelegenheitstrinker. Anfangs nur durch Worte ("Ich freue mich auf das Wochenende, da trinke ich mich ordentlich an!"), später kann es auch zu Brutalität oder schlechte Nerven (falls er zu lange keinen Alkohol bekommt) führen.
Ein erstes Anzeichen für eine Alkoholabhängigkeit ist auf jeden Fall, wenn man heimlich und alleine zu Hause trinkt und eine Gier nach alkoholischen Getränken hat, die er nicht anders stillen kann. Kritisch wird es schon, wenn man sich Alkohol nicht mehr wegdenken soll, beispielsweise wenn ein "Feierabendbier" zu einem täglichen Ritual wird und eine Alkoholabstinenz unvorstellbar ist. Viele Alkoholabhängige legen sogar Alkoholvorräte an, da sie nicht ständig zum Supermarkt gehen wollen oder jemand was von ihrer Sucht mitbekommen soll. Ich finde, dass man sein Trinkverhalten schon überdenken muss, wenn man öfters aus Kummer etwas trinkt. Sehr kritisch ist es, wenn die Hände anfangen zu zittern oder wenn der Betroffene von Organschäden weiß und trotzdem nicht den Alkoholkonsum aufgeben will und ständig Black-Outs und Filmrisse hat.
Ich denke du weißt, dass eine Alkoholsucht sehr langsam und schleichend kommt und der Betroffene sich nicht seines Handelns bewusst ist, Das Problem ist, dass der Alkoholkranke überhaupt nicht merkt, dass er süchtig ist und oft ablehnend auf Hilfe reagiert. Der Trinker muss selbst erkennen, dass er sich in Schwierigkeiten bringt oder bringen wird und als Angehöriger sollte man versuchen zu helfen, indem man ruhig bleibt und der Person keine Vorwürfe macht, denn vielleicht macht sich der Süchtige selbst sehr viele Vorwürfe. Ich würde einem Suchtkranken zeigen, dass ich für ihn da bin und ihn anbieten, ihn zu einer Suchtberatungsstelle oder auch zum Arzt zu begleiten. Eigentlich schämen sich alle Süchtigen für ihr Verhalten, deswegen sollte man verständnisvoll reagieren.
Ich hoffe, dass der Cousin deines Freundes nicht abhängig ist, denn ein Alkoholentzug ist sehr hart und auch schwierig. Wenn er trocken ist, darf er auch zum Beispiel keine Soße essen, die mit Rotwein verfeinert wurde. Das könnte ihn in die Sucht zurückwerfen.
Bei einer Alkoholabhängigkeit ist man körperlich abhängig mit allem, was dazu gehört. Die Veranlagung dazu ist angeboren. Manche Leute trinken sehr viel Alkohol, ohne abhängig zu sein. Als Außenstehender kann man schwer erkennen, ob jemand alkoholabhängig ist. Manchmal merkt man gar nichts. Diese Leute trinken eher alleine zu Hause, als in Gesellschaft. Alkoholabhängigkeit ist eine Krankheit. Wenn man einen Entzug gemacht hat, darf man nie mehr einen Tropfen Alkohol trinken, sonst wird man sofort wieder rückfällig. Andere Leute, die nicht diese Veranlagung für Alkoholabhängigkeit haben, können ihren Alkoholgenuss jederzeit vermindern oder auch wieder steigern.
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