Zu wenig schwul - Asylantrag abgelehnt?

vom 16.08.2018, 14:28 Uhr

In Österreich gab es vor Kurzem einen Fall, der sogar die deutschen und auch die schweizer Medien erreicht hatte. Demnach hatte ein junger 18-jähriger Afghane einen Asylantrag gestellt, weil er angeblich schwul wäre und deshalb in seinem Heimatland verfolgt werde. Einen Artikel gibt es hier nachzulesen.

Es scheiden sich hier mittlerweile die Geister und Österreich steht mittlerweile als Lachnummer wegen diesem besagten Fall da. Könnt ihr das Urteil der Beamten nachvollziehen oder findet ihr ebenfalls, dass der Grund "schwul" zu sein für einen Asylantrag nicht ausreicht und er deshalb abgelehnt wurde?

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» nordseekrabbe » Beiträge: 8364 » Talkpoints: 35,78 » Auszeichnung für 8000 Beiträge



Unabhängig davon, dass ich finde, dass es ein Unding ist, dass dieser Antrag abgelehnt wurde, finde ich es doch bedenklich, dass Leute nur anhand des Äußeren beurteilen wollen, ob jemand schwul ist oder nicht. Nur, weil ein Mann ein pinkes Oberteil trägt, heißt es doch nicht gleich, dass er Männer liebt. Nur, weil jemand sehr freundlich und interessiert an Mode ist, heißt es nicht gleich, dass er nicht auch Frauen mögen kann. So was kann man nicht am Äußeren fest machen, das Äußere entscheidet nicht über die Sexualität eines Menschen.

» Hufeisen » Beiträge: 4658 » Talkpoints: 0,00 » Auszeichnung für 4000 Beiträge


Ich sehe das ebenfalls ähnlich und finde es einen Wahnsinn, dass man sich überhaupt über seine Sexualität outen muss. Es geht doch eigentlich niemanden etwas an, welche sexuelle Vorlieben ich habe, weil es eine Privatsache ist, oder? Fakt ist, dass sich im Nachhinein heraus gestellt hat, dass es sich bei dem Bearbeiter generell um einen Menschen handelt, der Asylanten nicht mag und bewusst die Anträge immer abweist.

Aber natürlich kann es auch sein, dass das ganze von den Medien wieder aufgebauscht wurde. Es ist wirklich eine große Blamage, wie ich finde. Die Begründungen sind wirklich sehr fadenscheinig. Und auch wenn Österreich wirklich nicht alle Flüchtlinge aufnehmen kann, aber ich wäre an der Stelle auch gerichtlich weiter gegangen, hätte ich so einen negativen Bescheid bekommen.

Bei uns gab es hier Beiträge und die Kommentarfunktion musste deaktiviert werden, weil die Gemüter sich so erhitzt haben bei der Diskussion. Es sind genau so viele, die den Bescheid gut heißen, wie jene, die ihn total schrecklich finden.

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» nordseekrabbe » Beiträge: 8364 » Talkpoints: 35,78 » Auszeichnung für 8000 Beiträge



Vernünftige Entscheidung! Wenn Zweifel an der Geschichte bestehen kann der Sachbearbeiter diese natürlich auch anzweifeln, ansonsten könnten wir die Prüfung auch ganz sein lassen und jeden Asylantrag per se genehmigen.

Nur weil man behauptet schwul zu sein und diese Masche dürfte mittlerweile in entsprechenden Kreisen bekannt sein, gibt es keinen Freifahrtschein. Natürlich kann man gegen diese Entscheidung auch zur Wehr setzen.

» RavenThunder » Beiträge: 1188 » Talkpoints: 346,18 » Auszeichnung für 1000 Beiträge



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