Weniger Nutztiere wegen Klimaschutz?

vom 18.09.2019, 01:46 Uhr

Die Bundesregierung macht immer neue Vorschläge zum Klimaschutz. Nur eine Quelle wird nicht angetastet. Nutztiere sind für ein Viertel der Klimakiller verantwortlich. Allerdings bringt es wenig, wenn die Zahl der Tiere hier reduziert wird und das Fleisch dann aus Brasilien kommt. Und was ist mit den Haustieren? Soll deren Zahl nicht reduziert werden?

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» Juri1877 » Beiträge: 6572 » Talkpoints: 8,86 » Auszeichnung für 6000 Beiträge



Die Relation eine Kuh in Deutschland zu schlachten und den alleinigen Wasserverbrauch zu decken, der dafür aufgewandt werden muss, ist mit einem Haustier nicht zu vergleichen. Laut Focus hieß es mal, dass ein Rind bis zur Schlachtung und die dann inbegriffen 15.000 Liter Wasser verbraucht. Das halte ich für übertrieben, da wir von Wiederkäuern reden, welche durch ihre Ausscheidungen, die sie teils ja eben mit Wiese, Gras, Heu & Co erneut zu sich nehmen, auch Flüssigkeit von alleine nehmen würden. Die Menge halte ich für Quatsch, aber sie wird bei der Schlachtung natürlich dennoch hoch sein.

Andere Tiere sind da natürlich auch nicht billiger. Meine Katzen saufen aber nicht wirklich viel, weil schon das Nassfutter reicht. Dieses wiederum ist hochwertiger Natur und nicht die Billigplörre von Wiskas oder Felix. Dort ist dann 67 % bis 97 % Fleisch enthalten. Aber eben auch tierische Bestandteile wie Nieren, Mägen, Leber und Herzen, die sonst ja kaum einer weltweit frisst, wenn man die Tiere eben schlachtet oder tötet. Da kommt also nicht extra so viel mehr auf die „Schlachtlist“, als vorher auch.

Primär sollte man zunächst dafür sorgen, dass Fleisch wieder teurer wird. Billig-Discounter-Ware rundet den Kreislauf nur negativ ab. Früher war es besonders, Sonntags einen Braten zu bekommen und während der Woche 1-2 mal Fleisch zu haben. So in etwa wäre es ein wenig sinnvoller. Und die Discounter Preise sollten auch behobene werden. Fleisch muss teurer werden, damit man nicht weiter diesen Kreislauf ankurbelt. Denn wer es sich sonst täglich leistet, dann aber vielleicht nur 3-4 mal schafft, ist auf die Mehrzahl derer, die das betrifft ein Sieg.

Der Überfluss und die günstigen Preise kurbeln nur meiner Meinung nach etwas an, was dem Klima natürlich schadet. Wenn ich mein Steak aus Kobe aus Asien brauche oder von argentinischen Rindern, muss ich verstehen, was der Transportweg für mich bedeutet! Ich muss damit auch verstehen, dass ich mit für das Regenwaldsterben etc. verantwortlich bin, damit die Bauern/Farmer da unten weitere Flächen eben für exakt die Rinder, Soja, Palmöl und mehr haben!

Aber von den meisten Menschen reicht der Gedanke bis zum nächsten Stück Fleisch. Also bleibe ich der Meinung, wie beim Plastik auch. Verbot von Plastik und die Industrie darf sich was neues einfallen lassen, verdienen ja auch sowieso schon gut. Ich bleibe auch dabei, dass Fleisch teurer werden muss, um den Überfluss runter zu schrauben und damit auch die Transportwege etwas uninteressanter zu machen sowie die massenhafte Schlachtung.

Haustiere sind das kleinere Übel in der gesamten Auflistung. Aber wie bei allem im Leben gehören sie dazu, aber auch wir Menschen. Wie wäre es also, wenn wir das weiter „vermehren“ verbieten? Ups, das würde ja zu weit gehen...

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» Kätzchen14 » Beiträge: 4940 » Talkpoints: 2,69 » Auszeichnung für 4000 Beiträge


Was ist denn das für eine völlig absurde Frage? Haustiere "reduzieren", weil die Massentierhaltung von Rindern und Schweinen der Umwelt schadet? Ich glaube nicht, dass die Umwelt erkennbar darunter leidet, dass der Nachbarsfiffi Schlachtabfälle als Dosenfutter vorgesetzt bekommt oder unter der Methanproduktion sämtlicher deutscher Hauskatzen. :roll:

Generell würde ich jedoch auch sagen, dass "weniger" allgemein der Schlüssel zum Klima- und Umweltschutz ist und war. Weniger Fleischkonsum, weniger Flüge, weniger Südfrüchte, weniger Sprit verbrauchen, weniger Billigklamotten, weniger Plastik und so weiter. Und natürlich spielt auch die Massentierhaltung hier eine große Rolle, die der Umwelt auf etwa 20 verschiedene Arten schadet. Aber solange wir als Verbraucher Fleisch und Milchprodukte in obszönen Mengen zum billigstmöglichen Preis haben wollen, habe ich hier wenig Hoffnung auf Veränderung. Sollen jetzt auf einmal die Haustiere schuld sein, weil viele von ihnen nicht freiwillig vegan leben?

» Gerbera » Beiträge: 8294 » Talkpoints: 1,49 » Auszeichnung für 8000 Beiträge



Haustiere haben keine so tolle Ökobilanz. Insbesondere Reitpferde sind absolute Klimakiller. Nahe Frankfurt gibt es genug Pferdehöfe, wo die reichen Bankertöchter fast jeden Tag mit dem SUV herausfahren, um die schöne Natur zu genießen. Das sollen wir so bestehen lassen, aber Nutztiere sollen weg?!? Das wäre ein Witz. Die Haltung von Haustieren ist auch wesentlich einfacher zu beschränken und da gibt es keine Ausweichmöglichkeiten.

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» Juri1877 » Beiträge: 6572 » Talkpoints: 8,86 » Auszeichnung für 6000 Beiträge



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