Wart ihr schon von Arzneimittelengpässen betroffen?

vom 21.10.2018, 19:42 Uhr

Angeblich sollen Arzneimittelengpässe in Deutschland ja immer öfter mal auftreten und das nicht nur bei Privatpersonen, sondern auch einige Kliniken klagen schon, dass vereinzelte Arzneimittel ewig nicht lieferbar wären und nicht beikämen. Habt ihr da selbst schon mal etwas davon verspürt? Glaubt ihr, dass Arzneimittelengpässe nur mal Einzelerscheinungen sind oder können wir uns da schon vermehrt darauf einstellen?

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» mikado* » Beiträge: 2529 » Talkpoints: 621,26 » Auszeichnung für 2000 Beiträge



Ich war noch nie von Engpässen in dieser Hinsicht betroffen und habe in dieser Hinsicht keinen Grund zur Klage. Wenn mal ein Medikament nicht vorrätig war, konnte es immer nachbestellt werden, sodass ich es spätestens nach 6-12 Stunden abholen konnte. Das wäre bei wirklichen Engpässen ja wohl kaum möglich gewesen.

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» Täubchen » Beiträge: 26679 » Talkpoints: 2,43 » Auszeichnung für 26000 Beiträge


Ich hatte kürzlich ein Problem mit meinem früheren blutdrucksenkenden Medikament. Es war ja wegen Verunreinigungen in die Kritik geraten, aber ich hatte angenommen, es wären nur Generika einiger bestimmter Hersteller betroffen gewesen. Als ich ein Folgerezept in der Apotheke einlösen wollte, teilte man mir mit, dass derzeit keine Packungen mehr vorrätig und wegen Produktionsstop auch nicht lieferbar seien.

Ich bin also ohne Medikamente nach Hause gegangen und musste zunächst einmal ein neues Rezept mit einem anderen Wirkstoff vom Hausarzt besorgen. Erst danach konnte ich wieder meine medikamentöse Therapie fortsetzen.

» lascar » Beiträge: 434 » Talkpoints: 98,49 » Auszeichnung für 100 Beiträge



Das kommt leider immer wieder vor. Alle paar Jahre wechsle ich zwangsweise mein Schilddrüsenhormon, weil die gerade verwendete Firma nicht liefern Kann. Da diese Tabletten nicht einfach austauschbar sind, fällt dann jedesmal eine teure Neueinstellung mit mehreren Blutentnahmen an.

Letzten Sommer war ein Antibiotikum nicht lieferbar, das nun eigentlich kein exklusives Produkt ist. Aber kein Großhändler hatte den Wirkstoff vorrätig, egal um welchen Hersteller es ging. Da musste ich dann Apotheken in Reihe anrufen, die zehnte oder zwölfte hatte dann zum Glück noch eine Packung vorrätig.

Ansonsten war dieses Jahr mehrfach das Pulver mit dem Lösungsmittel zur Herstellung einer Infusionslösung mit Aspirin aus. Radium für die Radiologie war als Infusionslösung auch nur mühsam aufzubereiten, weil Bayer gleich eine ganze Charge ruiniert hat und es dann weltweit eng wurde.

» cooper75 » Beiträge: 10409 » Talkpoints: 121,78 » Auszeichnung für 10000 Beiträge



Leider ist es tatsächlich so, dass einige Medikamente zumindest immer mal wieder nicht lieferbar sind. Im Moment ist es bei Ibuprofen in der Stärke mit 600mg der Fall, dass fast alle Firmen nicht liefern können und nur hin und wieder bekommt man mal einige Packungen in einer Größe, was bei so einem doch recht gängigen Mittel schon ziemlich ärgerlich ist.

Für die Patienten ist es dann natürlich schon nervig, wenn sie von Apotheke zu Apotheke telefonieren und noch durch die halbe Stadt fahren müssen, um noch etwas zu bekommen oder wenn der Arzt die Medikation womöglich umstellen muss, weil gar nichts zu bekommen ist. Bei dem von mir genannten Ibuprofen ist das noch recht leicht, weil andere Stärken durchgehend zu bekommen waren, aber bei anderen Wirkstoffen ist das eben nicht ganz so leicht möglich.

» Barbara Ann » Beiträge: 25582 » Talkpoints: 9,55 » Auszeichnung für 25000 Beiträge


Bei L-Thyroxin scheint das relativ häufig vorzukommen. Meine Dosis ist eh nicht so gängig und öfters nicht in der Apotheke vorrätig, aber mir ist es auch schon passiert, dass ich noch mal zum Arzt musste um mir ein neues Rezept zu holen, so, dass ich dann zwei Tabletten zu der richtigen Dosis kombinieren konnte.

Eine Freundin musste sogar den Hersteller ihres Medikaments wechseln, weil ihr übliches nicht lieferbar war. Das ist bei anderen Medikamenten keine große Sachen, aber bei L-Thyroxin aber absolut nicht üblich.

Vielleicht ist die Produktion deshalb störanfälliger, weil in diesen Tabletten relativ wenig Wirkstoff vorhanden ist. Bei einer Tablette mit 25 Mikrogramm macht ein Mikrogramm mehr einen ziemlichen Unterschied, wenn eine Tablette 500 Milligramm Wirkstoff hat ist das eine Mikrogramm mehr egal.

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» Cloudy24 » Beiträge: 20765 » Talkpoints: 33,31 » Auszeichnung für 20000 Beiträge


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