Wann den Partner der Familie vorstellen?

vom 18.09.2021, 13:36 Uhr

Ich selbst hatte insgesamt erst drei Mal die Situation, dass ich einen Partner der Familie vorgestellt habe. Das erste war meine bisher einzig lange Beziehung, die fast 4,5 Jahre gehalten hat. Da ich vorher schon mit ihm befreundet war, kannte ein Teil meiner Familie ihn bereits und ich musste ihn dem Großteil der Familie quasi nicht mehr “offiziell vorstellen”, das war ganz angenehm für beide Seiten. :lol: Mit meinen beiden Partnern danach war ich zwischen 6 und 8 Monaten zusammen und sie haben nach circa 2 Monaten offizieller Beziehung meine Familie kennengelernt.

Im Nachhinein finde ich es jetzt doch zu früh und würde es so definitiv nicht wieder machen. Wenn man sich noch nicht komplett sicher ist, ob etwas wirklich für die Ewigkeit ist, ist es unangenehm der Familie gefühlt einmal im Jahr eine neue Person vorzustellen, falls es dann doch nicht hält. :scep: Dementsprechend würde ich, sofern es nach ein paar Monaten keine Familienfeiern und andere Anlässe gibt, wahrscheinlich circa ein halbes Jahr warten, bis ich ihn vorstelle, sodass man sich mehr oder weniger auch sicher sein kann. Ich würde dann vorher nach ein paar Wochen und Monaten mal erwähnen, dass es da jemanden gibt, aber mehr auch nicht. Das nächste Mal will ich mir dann wirklich sicher sein. Hoffentlich ist es dann auch das letzte Mal.

Wie ist es bei euch und euren Partnern? Wann habt ihr sie der Familie vorgestellt? Wie lange habt ihr gewartet beziehungsweise wie lange würdet ihr ihn Zukunft warten?

» Hufeisen » Beiträge: 5860 » Talkpoints: 5,83 » Auszeichnung für 5000 Beiträge



Bei meiner ersten Beziehung war es so, dass meine Eltern und seine Eltern im selben Haus gewohnt haben und auch einigermaßen befreundet waren. Man kannte sich also untereinander und da musste man dann niemanden mehr vorstellen. Bei meiner zweiten Beziehung war es so, dass ich nach einer Woche ein Date hatte, abends und das musste ich dann irgendwie erklären, auch weil er mich ja abholen wollte.

Da hat man sich dann schon mal kurz gesehen und danach hatten meine Eltern ihn zum Kaffee trinken eingeladen. Da musste er dann Rede und Antwort stehen. Man könnte also sagen, dass das bei mir nach einer Woche war. Schlimm finde ich das aber auch nicht, da man ja eine Beziehung miteinander führen wollte und wenn es dann nichts geworden wäre, dann wäre es eben so gewesen.

Das kann man ja auch nach einem halben Jahr nicht sagen, ob das ewig hält und so viele Beziehungen habe ich nun auch nicht geführt, dass sich da meine Eltern da ständig umstellen mussten. Mit dem zweiten Partner bin ich heute noch zusammen, glücklich verheiratet und habe 2 Kinder mit ihm.

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» Ramones » Beiträge: 45744 » Talkpoints: 40,91 » Auszeichnung für 45000 Beiträge


Ich kenne wirklich Paare, die sowieso keinerlei Wert darauf legen, ihren Partner überhaupt der Familie vorzustellen. Was ich auch durchaus nachempfinden kann, weil im Grunde habe ich nur mit meinem Partner über den Tag verteilt etwas zu tun und nicht meine Familie. Ich bin also hier nicht bei einer Art Stelldichein und je nach Familie ist es bei einigen wirklich kontraproduktiv, die Familie mit ins Boot zu holen. In meinem Fall ist das eigentlich so ein Fall.

Nehmen wir meine Schwester, die derzeit einen Freund hat. Dieser wurde von der Familie, weil meine Schwester grundsätzlich stolz das präsentieren muss, förmlich in der Luft zerrissen. Zum einen wurden dem Fragen über Fragen gestellt, die er auch alle fein säuberlich beantwortet hat. Er wurde gelöchert über Ex-Freundinnen, über Absichten, seinen beruflichen Werdegang, seine Zukunft, seine Finanzen und vieles mehr.

Parallel dazu wurde natürlich noch jeder Ex-Freund meiner Schwester erwähnt, um zu zeigen, wie schlecht sie ja immer ein Händchen hatte oder wie schlecht sie auch in vielen Belangen mit den Ex-Freunden umgegangen ist, damit es zu Problemen kam. Die Lieblinge wurden in den Tönen gelobt und die „bösen“ wurden verächtet.

Die Situation war dem Freund sichtlich unangenehm, welche ich mit meinem Erscheinen dann auch zu beenden wusste. Ich kenne diese Situationen nur sehr gut. Noch heute muss auch mein Freund sich anhören, wie schlecht einer meiner Ex-Freunde war und wie gut einer meiner Ex-Freunde war. Ganz schlechte Eigenschaften meiner Sippe kommen da zum Vorschein, was ja nicht sonderlich schwer ist.

Deswegen verstehe ich zumindest viele, die nicht wirklich die Lust haben, die Familie immer mit zu involvieren und eigentlich ist das in meinen Augen auch kein muss. Ich brauch das jetzt nicht. Wer es möchte, der macht es und wer nicht, der eben nicht.

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» Kätzchen14 » Beiträge: 5842 » Talkpoints: 12,27 » Auszeichnung für 5000 Beiträge



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