Auto an Ausländer verkaufen

vom 21.11.2009, 20:15 Uhr

Mein Mann und ich möchten gerne unser Auto verkaufen. Wir haben es deswegen auf diversen österreichischen Internetseiten inseriert und heute gleich zwei Mails aus Großbritannien erhalten.

Nun stehen wir vor der Frage, ob wir unser Auto tatsächlich an einen Ausländer verkaufen sollen? Gibt es irgendwelche Risiken beim Verkauf an einen Staatsbürger eines andere Landes? Sollten wir auf irgendetwas besonders achten? Oder können wir beim Verkauf vorgehen, wie bei einem normalen Autoverkauf?

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» Nipfi » Beiträge: 3085 » Talkpoints: 9,53 » Auszeichnung für 3000 Beiträge



Würde ich ehrlich gesagt nicht machen oder zumindest vorsichtig sein. Auf solchen Seiten treiben sich auch komische Menschen herum. Mein Freund hatte eine Anfrage aus Irland. Wir haben uns dann erkundigt und herausgefunden, dass die gerne Schecks schicken und die kann man gar nicht einlösen. Außerdem soll man den "Versand" bzw. Transport des Autos vorfinanzieren.

Also da sollte man wirklich nicht drauf hereinfallen. Es heißt absolut nicht, dass alle Briten oder Iren so sind, aber vorsichtig muss man einfach sein und an dieser Stelle wollte ich euch einfach nur warnen.

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» winny2311 » Beiträge: 14910 » Talkpoints: 0,00 » Auszeichnung für 14000 Beiträge


Halte Dich einfach an die grundlegende Weisheit im Gebrauchtwagen Handel: Bargeld stinkt nicht. Lasse Dich einfach auf keinerlei Spielchen bzgl. der Bezahlung ein. Keine Schecks oder ähnliches. Du kannst immer eine Bar-Überweisung z.B. durch Western Union vorschlagen. Wenn Du erst einmal das Geld real hast, dann kannst Du schon mal nicht mehr betrogen werden. Anders natürlich bei eingereichten Schecks!

Jetzt geht es um den Transport. Aber hierfür sollte sich der Kunde kümmern. Es hat also eine Spedition zu beauftragen. Lass Dich nicht vor den Karren spannen und übernehme da gar keine Aufgabe!

Wichtig bei so einem Verkauf ins Ausland sollte aber ein Vertrag sein. Denn es kann vorkommen, dass Du von der Zulassungsstelle mal nach dem Verbleib des Wagens gefragt wirst. Und da ist es immer gut, wenn Du dokumentieren kannst (so gut es eben geht), was mit dem Wagen passiert ist. Ein Handschlaggeschäft würde ich also nicht vornehmen, sondern einen ganz gewöhnlichen Vertrag aufsetzen.

Ist der Käufer nicht dazu bereit, dann kommt ihr eben nicht ins Geschäft. Du solltest jedenfalls nichts vorstrecken und auch keine rückbuchbaren Zahlungen akzeptieren.

» derpunkt » Beiträge: 9890 » Talkpoints: 86,24 » Auszeichnung für 9000 Beiträge



Ich würde das nur dann machen, wenn die betreffende Person a) in bar zahlt und b) das Auto selbst abholt bzw .den Transport organisiert. Schecks aus dem Ausland können nämlich auch nach Wochen noch platzen, wenn man sich schon in Sicherheit wiegt, dass das Geld gebucht wurde, das würde ich also kategorisch ablehnen.

Dass man einen Kaufvertrag erstellt, versteht sich eigentlich von selbst, das sollte man auch bei einem deutschen Käufer machen. Hier gibt es fertige Musterverträge mit den wichtigsten Klauseln beispielsweise bei autoscout24.de, die sehr übersichtlich und einfach strukturiert sind, bei Sprachprobleme kann man ja die englischen Begriffe neben die deutschen schreiben.

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» netti78 » Beiträge: 3218 » Talkpoints: 12,58 » Auszeichnung für 3000 Beiträge



Ganz ehrlich: Finger weg! Ich denke hier nicht einmal an die "normalen" Probleme die auf einen zukommen könnten wie etwa bei späteren Defekten, möglichen Transportschäden und anderem, die man bei einem Vor-Ort.Verkauf ("gekauft wie gesehen", sofortiger Besitzübergang nach Empfang des Geldes und somit Pflichtübergang) vermeiden kann.

Das hört sich nach der beliebten Abzockermasche an, hier (deutschen) Kunden mal eben ein Geschäft vorzuschlagen, welches meist über Scheck abgewickelt werden soll. Ein Scheck und der Geldeingang ist erst nach 6 Wochen "sicher" bis er endgültig überprüft ist, bis dahin kann er auch gerne platzen. Sehr beliebt noch dazu: einen überhöhten Scheck schicken mit der Bitte, den Mehrbetrag zurück zu überweisen, dann ist man im besten Fall das Auto los und sogar noch sein Geld.

Wenn das Interesse an dem Wagen so groß ist, soll er entweder persönlich kommen und den Auftrag vor Ort abwickeln oder einen bevollmächtigten Vertreter schicken, der das Geschäft vor Ort abwickelt (gegen bar) - ansonsten: besser Finger weg!

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» Subbotnik » Beiträge: 9374 » Talkpoints: 7,45 » Auszeichnung für 9000 Beiträge


Grundsätzlich würde ich ein Auto natürlich auch an Ausländer verkaufen, allerdings nur unter ganz bestimmten Umständen. Auf eine Bezahlung per Scheck und einen Kauf, ohne dass der Käufer das Fahrzeug vorher gesehen hat, würde ich micht nicht einlassen. Wenn derjenige den Wagen unbedingt haben möchte, wird er sicher in der Lage sein, ihn sich vor Ort anzuschauen und dann auch in bar zu bezahlen.

Niemals würde ich mich darauf einlassen, den Transport zu organisieren. Solche Dinge muss der Käufer selbst regeln. Auch wenn du deutlich mehr Geld für das Auto geboten bekommst als du ursprünglich verlangt hast, würde ich mich nicht darauf einlassen.

Ganz wichtig ist, dass du einen normalen Kaufvertrag aufsetzt, der dann von beiden unterschrieben wird und von dem jeder Vertragspartner eine Ausfertigung erhält.

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» Cologneboy2009 » Beiträge: 14238 » Talkpoints: 2,81 » Auszeichnung für 14000 Beiträge


Was passiert, wenn etwas schief geht? Falls du ihn verklagen willst oder musst, ist der Gerichtsstand das Ausland. Es gibt nicht viele ausländische Anwälte mit deutschen Sprachkenntnissen. Das dürften die Anwaltskosten fast höher liegen als der Wert des Autos. So ein Ärger wäre es nicht wert.

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» Juri1877 » Beiträge: 6548 » Talkpoints: 5,25 » Auszeichnung für 6000 Beiträge



Klingt absolut dubios und fragwürdig. Was soll denn das für ein besonderes Auto sein, das sich in Großbritannien nicht auftreiben lässt, sodass der Käufer den Aufwand und die Mehrkosten auf sich nimmt?!

Bei seltenen Oldies oder ähnlichen Raritäten wäre das durchaus üblich, dass man international sucht. Aber der Aufwand für einen banalen Gebrauchtwagen, das kann doch kein Mensch glauben. Da würde ich auch sofort irgendeinen Betrug annehmen.

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» Paulie » Beiträge: 289 » Talkpoints: 22,25 » Auszeichnung für 100 Beiträge


Wohin das Auto verkauft wird ist doch wirklich ganz egal. Ich hatte mal einen Kunden der aus Australien kam, also alles halb so wild. Melde das Auto vorher selber ab, bevor du es verkaufst und dann wird es mit einem ordentlichen Kaufvertrag verkauft. Vorlagen dazu findest du übrigens bei google. Und natürlich wird der Wagen Bar bezahlt. Dann bist du in allen Fällen auf der sicheren Seite.

» Kamilentee » Beiträge: 427 » Talkpoints: 10,05 » Auszeichnung für 100 Beiträge


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