Selbstgemachtes Shampoo und Seife - Material?

vom 31.10.2009, 22:40 Uhr

Also ich möchte gerne zu Weihnachten selber Seife und Shampoo herstellen, nett einpacken und an meine Freunde verschenken. Doch wo gibt es die Zutaten zu kaufen, um so etwas selber her zu stellen und wie viel kostet es ungefähr? Ich möchte nochmal ausdrücklich erwähnen, dass ich nach Angeboten suche, die es in Österreich gibt und wenn möglich nicht über Versand- oder wenn dann, über einen schnellen Versand- da ich bald damit beginnen möchte!

Ich wäre sehr dankbar, wenn mir jemand Tipps und Tricks verraten könnte, wie ich möglichst günstig zum Material komme! Ich möchte übrigens auch, dass die Seife und das Shampoo eine Farbe hat!

» nordseekrabbe » Beiträge: » Talkpoints: Gesperrt »



Soll es denn flüssige oder feste Seife sein? Ich gehe jetzt mal von fester Seife, also Seifenstücken, aus.

Da gibt es fertige "Rohseifen" zu kaufen, in vielen Bastelläden und auch online, beispielsweise bei Amazon. Leider kann ich bei Offline-Läden natürlich nicht garantieren, dass jeder Rohseife hat, aber zumindest hier in der Stadt hat man da gute Chancen, so etwas in fast allen Bastelläden zu finden. Ich denke, in Österreich wird das kaum anders sein. Die Kosten liegen bei etwa 15 Euro pro Kilogramm Rohseife. Das ist schon relativ hoch. Aber die Seifenmasse ist auch relativ ergiebig, und ich denke, wenn man etwas Spezielles möchte, dann muss man wohl auch ein wenig drauf zahlen. Es gibt übrigens auch kleinere Päckchen mit einem halben oder einem Viertel-Kilogramm. Die kosten dann natürlich proportional weniger.

Außerdem kann man Seife auch aus einzelnen Zutaten selbst herstellen. Im Chemie wird beispielsweise gerne ein Versuch gemacht, um Seife herzustellen. Da benötigt man Margarine, Olivenöl, Palmin und 25%ige Natronlauge als Zutaten. Frag mich allerdings nicht, woher man diese Natronlauge erhält. Und wie man diese Seife genau herstellt. Also die Verwendung einer gekauften "Rohseife" ist auf jeden Fall einfacher. Die muss man bloß in einem Töpfchen auf dem Ofen, oder aber auch in der Mikrowelle, heiß machen. Dann wird der Klotz flüssig, und du kannst die flüssige Masse in Formen gießen. Schon hast du deine geformten Seifenklötze.

Rohseife ist gewöhnlich matt oder transparent weiß(lich). Färben kann man sie mit spezieller Seifenfarbe, die dann auch nicht auf der Haut abfärbt, was bei Lebensmittelfarbe passieren könnte, wenn man Pech hat. Diese speziellen Seifenfarben bekommt man ebenfalls in Bastelläden, direkt bei der Rohseife. Oder aber auch in speziellen Seifenguss-Läden, aber die gibt es ja nicht überall. Ein Tiegelchen, in der Größe der üblichen Duftöl-Fläschchen, kostet dann so zwischen einem und drei Euro. Das ist aber auch sehr ergiebig. Seifenfarben gibt es meist nur in den Grundfarben, aber man kann sie ja auch mischen.

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» Wawa666 » Beiträge: 7277 » Talkpoints: 23,61 » Auszeichnung für 7000 Beiträge


Eine ganz eigene Schiene ist das Herstellen von Seife definitiv - und wenn du wirklich alles selbst machen willst, dann kann ich dir hier nur raten dich wirklich vorher zu informieren. Das "richtige" Seife sieden ist nicht unbedingt ganz ohne, dauert seine Zeit (also nicht mal fix in 2 Stunden, sondern mit Vorlaufzeiten von 5-10 Wochen ist zu rechnen) und erfordert dann auch Aufmerksamkeit.

Ich wollte auch mal damit anfangen, da viele meiner Blog-Roll-Bekanntschaften und Mit-Handarbeiterinnen selbst Seife herstellen mit den tollsten Düften und auch manchmal mit richtigen kleinen Überraschungen im Inneren. Allerdings kostet das Equipment schon ein wenig. Deshalb und weil ich mir dann überlegt habe ob es mir dann noch wirklich Spaß macht habe ich es dann gelassen und mir lediglich mal eine Orange in Seife eingegossen.

Die Variante mit den vorgefertigten Rohmassen ist eigentlich keine schlechte Idee - allerdings ist sie dann ja auch nicht mehr ganz so reizvoll für einen selbst (empfinde ich zumindest). Belesen kann man sich zum Beispiel hier oder in der Google-Suche. Damit es nicht zum Fiasko wird. :)

» Rheanna » Beiträge: 637 » Talkpoints: 1,09 » Auszeichnung für 500 Beiträge



@Wawa666: Mit Margarine im Seifenrezept wäre ich lieber sehr vorsichtig. Denn es macht durchaus einen Unterschied, ob man eine vollfette Margarine rein aus Sonnenblumenöl oder eine vollfette Margarine aus Mischfetten oder eine fettreduzierte Margarine aus Rapsöl hat. Alle Produkte enthalten einen unterschiedlichen Anteil an Wasser und einen unterschiedlichen Anteil an verseifbaren Fettbestandteilen. Wenn da nicht genau weiß, was in der Margarine drin ist, kann man die Menge der Lauge nicht exakt berechnen und im dümmsten Fall bleibt im Endprodukt freie Lauge übrig und die Seife greift die Haut an.

Vor dem Seife sieden sollte man sich schon gründlich mit der Theorie auseinander setzen und nicht einfach so loslegen. Ganz besonders sollte man sich mit der Lauge auseinander setzen, denn wenn man da Sicherheitsregeln nicht kennt, kann man sich schlimm verätzen oder sogar das Augenlicht verlieren.

Mit dem Verschenken ist das übrigens auch so eine Sache, zumindest in Deutschland. Da muss man sich erst von Prüfern die Unbedenklichkeit der Rezeptur und der fertigen Produkte bescheinigen lassen, bevor man die Seife an dritte verschenken oder verkaufen darf. Ich vermute mal, dass die Rechtslage in Österreich auch ähnlich sein könnte, weiß es aber nicht. Da wäre es wichtig, sich vorher zu informieren.

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» trüffelsucher » Beiträge: 12446 » Talkpoints: 3,92 » Auszeichnung für 12000 Beiträge



Ich weiß nicht, ob das Thema noch wirklich aktuell ist, aber mein Freund hat sich in die ganze Materie erst einmal gründlich eingelesen, bevor er damit überhaupt begonnen hat. Und weil er ganz bestimmte Anforderungen hatte an das Material, was etwa die Inhaltsstoffe betrifft (Wir sind beide hochallergisch, insbesondere gegen Seifenprodukte!), hat er da wirklich lange im Internet gesucht.

Er ist dann doch schließlich wieder bei Amazon gelandet. Er kauft gleich größere Mengen von dem Seifengrundstoff und ist aktuell etwa bei einem Preis von ca. 60 € für 15 kg für ein Bio-Produkt. Von dem selbst Verseifen haben wir wegen der Gefahren, die ja auch davon ausgehen, abgesehen. Ätznatron und eine eventuell unkontrollierbare exotherme Reaktion war uns dann doch etwas zu gefährlich. Wir hängen an unserer Kücheneinrichtung. :lol:

Ich weiß, dass Du eigentlich nach Österreich und dem stationären Handel gesucht hast, aber ich denke, inzwischen, wo seit der Fragestellung einige Jahre vergangen sind, wird man es auch im stationären Handel viel besser finden, denn Seifenherstellung ist ja inzwischen fast ein Trend-Hobby geworden. Und wenn man nicht ganz so anspruchsvoll bzgl. der Materialien ist, wie wir es leider sein müssen, dann wird man da bestimmt ganz schnell fündig.

Kleinere Mengen und nicht im Angebot wird der Preis allerdings um einiges höher sein. Da liegt er nach unserer Recherche selbst bei amazon bei ca. 15 Euro pro Kilo. Ganz nebenbei möchte ich dann übrigens noch erwähnen, dass zumindest hier in Deutschland das Verschenken selbst hergestellter Seife eigentlich nicht erlaubt ist, weil auch Verschenken rechtlich gesehen Inverkehrbringen ist und damit den gesetzlichen Richtlinien für Kosmetika unterliegt.

» SonjaB » Beiträge: 2182 » Talkpoints: 21,65 » Auszeichnung für 2000 Beiträge


Anleitungen zum Selber machen von Seife und Shampoo und weitere wichtige Ratschläge findest du auf der Seite von Smarticular. Dort werden viele Themen schön erklärt und man bekommt Anleitungen, wie man es selber machen kann. Da das aber auch alles mit Arbeit verbunden ist, würde ich durchaus mal nach einer schönen Naturseife schauen, die kann man ja auch kaufen und die haben dann meistens auch eine gute Wirkung für die Haut.

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» Ramones » Beiträge: 45237 » Talkpoints: 6,09 » Auszeichnung für 45000 Beiträge


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