Bankwechsel trotz Dispokredit?

vom 13.05.2009, 09:37 Uhr

Person A hat einen Dispokredit von 2800 Euro. Jeden Monat kommen regelmäßig mindestens 1600 Euro auf dieses Girokonto. A ist mit der Sparkasse und dem Service aber absolut nicht mehr zufrieden und würde gerne die Bank wechseln und den Dispokredit mit zu einer anderen Bank nehmen.

Ist es möglich, dass A die Bank ohne Probleme trotz Dispokredit wechseln kann? Kann die Sparkasse darauf bestehen, dass erst der Dispokredit abgezahlt wird? Kann sich eine andere Bank weigern ein Konto zu eröffnen, dass sofort mit einem Dispokredit begonnen wird?

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» Diamante » Beiträge: 41857 » Talkpoints: 9,96 » Auszeichnung für 41000 Beiträge



Es macht Sinn, mit der Bank über einen Ratenkredit zu reden, dieser ist wesentlich Kostengünstiger und planbarer als ein Dispo.

Wenn bisher alles Ordnungsgemäß in der Geschäftsbeziehung zwischen Kunde A und Bank gelaufen ist, wird es sicher keine Probleme geben. Ansonsten führt ein Weg eben noch zu Bank B.

Girokonten darf´st du soviele eröffnen wie du willst, sofern die Banken mitspielen. Ob sie dir sofort einen Dispo einrichten hängt von den Banken ab. Sparkassen und Volksbanken sind da in der Regel großzügig und räumen meist schon mal einen kleinen Startbonus von 500 € ein. Ansonsten warten die Banken oft die ersten Gehaltseingänge ab und entscheiden dann über einen Disporahmen.

» Knuffi511 » Beiträge: 34 » Talkpoints: 1,85 »


A hat, soweit ich weiß, auch schon mit der Sparkasse über einen Ratenkredit gesprochen. Aber da A schon öfters auch den Dispokredit wieder auf 0 hatte und somit ja auch immer gewährleistet ist, dass er zurückbezahlt wird, hat die Sparkasse nein gesagt und er solle den Dispokredit lassen.

A wird also kein Ratenkredit gewährt. Den Dispo über die 2800 Euro hat er schon vor Jahren eingeräumt bekommen, auch ohne dass er genutzt wurde. Arbeitslosigkeit und unvorhergesehene Ausgaben kamen dann über die Jahre hinzu und A musste den Dispo dann auch mal ausschöpfen.

Nur diesen Monat wurde es so knapp, dass die Sparkasse nicht mal eine Überweisung ausgeführt hat, obwohl immer das Geld drauf kam. Deswegen wollte A die Bank wechseln, weil der Kundenservice nicht ok ist. Die Kundenberaterin begründet ihre Entscheidung nicht und lässt A im Regen stehen,

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» Diamante » Beiträge: 41857 » Talkpoints: 9,96 » Auszeichnung für 41000 Beiträge



Prinzipiell spricht nichts dagegen, die Bank zu wechseln. Warum auch? Sehr viele Kunden, die die Bank wechseln machen das mit bestehendem Dispokredit. Bei sehr vielen dieser Kunden ist auch eine Gewisse Summe dieses Kredites ausgeschöpft. Das alles ist bis hierhin auch nichts Verwerfliches oder Schlimmes.

Die meisten Banken räumen auch direkt bei Kontoeröffnung einen Dispokredit ein, wenn man ein geeignetes Einkommen dafür hat. (welches Einkommen hier als geeignet angesehen wird, das liegt im Ermessen der Bank). Grundvoraussetzung für diesen Verlauf ist natürlich, dass man gegenüber der neuen Bank ehrlich ist. Man sollte konkret schildern, warum, wieso und weshalb man ein neues Konto will und warum dieses gleich einen Dispo haben sollte.

A sollte einfach Einkommensnachweise mitnehmen und entsprechend dem Berater/Verkäufer der Bank offen und ehrlich entgegentreten. Dann ist bei den meisten Banken alles andere kein Problem.

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» jasper » Beiträge: 554 » Talkpoints: -0,26 » Auszeichnung für 500 Beiträge



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