Studium nach bereits abgeschlossener Ausbildung

vom 10.04.2009, 16:26 Uhr

Ich habe eine abgeschlossene Berufsausbildung im kaufmännischen Bereich. Jetzt möchte ich noch ein Studium an die Ausbildung dran hängen, am liebsten in BWL.

Kann ich die regelmäßige Studienzeit verkürzen, da die Grundlagen über die Ausbildung ja bereits vorhanden sind? Und wenn ich die Studienzeit verkürzen kann, wie muss ich das anstellen? Ist hierfür ein spezieller Antrag nötig oder muss ich mich zu bestimmten Prüfungen einfach früher anmelden? Was kann ich machen, damit ich nicht die volle Studienzeit benötige, um meinem Traumjob näher zu kommen?

» Kingdom » Beiträge: 14 » Talkpoints: 0,16 »



Ich weiß nicht, ob es bei allen Studiengängen so ist, aber mein Lebensgefährte hat nach einer abgeschlossenen Elektroniker-Ausbildung noch Informatik studiert. Beziehungsweise ist er aktuell auch noch mitten im Studium und wird erst in frühstens zwei Jahren damit fertig.

Anerkannt wurden keine bisherigen Leistungen. Er musste vorher schon mehrere Praktika machen, die jetzt aber auch nicht angerechnet werden dürfen. Dabei ist nun im Studium auch wieder ein Praktikum verpflichtend, mit der Begründung, dass man ja wenigstens einmal Berufserfahrungen sammeln sollte, bevor man seinen Abschluss bekommt.

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» Wawa666 » Beiträge: 7277 » Talkpoints: 23,61 » Auszeichnung für 7000 Beiträge


Bei manchen Fachhochschulen wird eine Ausbildung anerkannt. Dann muss man ein Praxissemster weniger machen. Wobei sich das in Zeiten vom Bachelor sicher auch schon wieder geändert hat.

Ich will dich ja nicht enttäuschen, aber deine vorhandenen Grundkenntnisse werden dir sehr wahrscheinlich nicht einmal für das erste Semester reichen. In einem Studium wird komplett anderer Stoff mit einer komplett anderen Herangehensweise vermittelt. Wobei ich hier die Einschränkung machen muss, dass ich diese Erfahrung nur aus dem technischen Bereich habe, im BWL-Bereich sieht es möglicherweise ganz anders aus.

Der große Vorteil an einer Ausbildung vorm Studium ist, dass du genau weißt, was du später mit dem Wissen, das du vermittelt bekommst, anfangen kannst. Du kennst schon Zusammenhänge, die ein reiner Abiturient nicht kennt und kannst so mehr über den Tellerrand schauen. Aber lernen musst du wahrscheinlich genauso hart wie ein Abiturient - wenn nicht noch mehr, weil der Abiturient ist eine gewisse Lernweise gewöhnt, die dir evtl. fehlt.

» Weasel_ » Beiträge: » Talkpoints: Gesperrt »



Ich habe mein Studium auch erst nach meiner Ausbildung begonnen und bin darüber ganz glücklich. Nicht jeder kann sein Studiums deshalb verkürzen. Ich beispielsweise konnte es nicht und musste meinen Bachelor ganz normal in 6 Semstern machen. Aber ich kenne ein paar Leute, die das erste Semester nicht machen musste - Allerdings würde ich das, wenn ich die Wahl hätte, wohl trotzdem machen. Irgendwie ist es doch doof, dann den Anfang zu verpassen und man lernt die Leute auch erst später kennen und kommt sich vielleicht verloren vor. Das erste Semester empfand ich als unheimlich wichtig, was organisatorische Sachen betrifft. Schon im zweiten Semester hat uns dazu niemand mehr etwas erklärt.

Wenn du kannst, dann mache das Studium ganz normal in der Regelstudienzeit. Das Verkürzen würde wohl ohnehin nur das erste Semester betreffen und ansonsten das Praxissemester - Aber gerade DAS wäre dort von großer Bedeutung?! Oder ist das erster Semester das Praxissemester?

» Sippschaft » Beiträge: 7575 » Talkpoints: 1,14 » Auszeichnung für 7000 Beiträge



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