Mit Namen des Kindes später nicht mehr zufrieden

vom 21.07.2012, 18:11 Uhr

Manchmal begegnet man Menschen, die mit ihrem Namen nicht zufrieden sind. Die Eltern hingegen werden sich bei der Namenswahl ja sicher etwas gedacht haben und den Namen sicher auch schön finden. Ich frage mich, ob es auch Eltern gibt, die nach einigen Jahren feststellen, dass sie von dem Namen, den sie ihrem Kind einmal gegeben haben, nicht mehr so begeistert sind. So etwas könnte ich mir vor allem bei diesen ganzen Modenamen vorstellen.

Kennt ihr Eltern, die im Nachhinein nicht mit der Namenswahl zufrieden sind und ihrem Kind rückblickend lieber einen anderen Namen gegeben hätten? Gehört ihr vielleicht selbst zu diesen Eltern?

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» Cologneboy2009 » Beiträge: 14238 » Talkpoints: 2,81 » Auszeichnung für 14000 Beiträge



Ich selbst kenne keine Eltern denen der Name des Kindes später einmal nicht mehr gefällt und kann mir das in den meisten Fällen auch nur schwer vorstellen. Der Name wird irgendwann zur Gewohnheit und man denkt glaube ich kaum noch darüber nach ob man ihn immer noch genauso schön findet wie vor einigen Jahren noch, es ist einfach der Name.

Jedoch kann ich mir bei Eltern die ihre Kinder Kevin oder Chantal genannt haben vorstellen das sie nun (wo sich aufgrund des Fernsehens oft über diese Namen lustig gemacht wird), wünschen würden das sie ihren Kindern einen anderen Namen gegeben hätten - nicht weil sie den Namen weniger schön finden sondern einfach aufgrund der Bedeutung in der heutigen Gesellschaft. Immerhin wurde in diversen Tests nachgewiesen das ein Maximilian trotz der selben Leistung in der Schule eine bessere Note bekommt als beispielsweise ein Kevin, einfach aufgrund des Namens der als "dumm" eingestuft wird.

» yuuhi » Beiträge: 281 » Talkpoints: 2,41 » Auszeichnung für 100 Beiträge


Bisher habe ich auch noch keine Eltern kennengelernt, die dann im Nachhinein sagen, dass die Namenswahl des Kindes doch nicht so treffend war, oder dass sie damit unzufrieden sind. Ich glaube einfach, dass sich das die Eltern schon gut überlegt haben, wie sie ihr Kind nennen. Auch wenn es sich um eher komische Namen handelt, kommen die Eltern damit gut zurecht. Denn da kenne ich auch ein paar Leute, die mit ihrem Vornamen, den die Eltern ihnen gegeben haben, nicht zufrieden sind. Natürlich habe ich da auch schon gefragt, wieso sich die Eltern einen solchen Namen haben einfallen lassen. Aber das können die Leute mir dann auch nicht so wirklich erklären, und meinen nur, dass die Eltern nichts gegen den Namen auszusetzen haben.

Ich fände es wirklich nicht toll, wenn ich beispielsweise einen echt bescheuerten Namen hätte, für den sich selbst meine Eltern im Nachhinein schämen. Da würde ich dann auch meinen Eltern Vorwürfe machen, wenn ich selber auch unzufrieden mit meinem Namen wäre. Wenn meine Eltern es genauso sehen, müsste ich ja denken, dass sie sich gar keine Gedanken gemacht haben, wie sie mich denn nennen.

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» senny » Beiträge: 2589 » Talkpoints: 9,37 » Auszeichnung für 2000 Beiträge



Ich kenne niemanden, der mit der Namenswahl bei seinen Kindern nicht zufrieden ist und ich selber gehöre auch nicht dazu, auch wenn meine Kinder erst ein bzw. drei Jahre alt sind. Ich glaube auch nicht, dass man einen Namen nach einer gewissen Zeit nicht mehr mögen könnte. Vielleicht sagt man sich, dass man vielleicht damals, bei der Geburt, einen anderen Namen besser gegeben hätte, aber da man das Kind nur unter seinem Namen kennt und es vermutlich auch liebt, hat man sich an den Namen gewöhnt und kann sich vermutlich gar keinen anderen mehr sich für sein Kind vorstellen, auch wenn man jetzt vielleicht einen anderen Namen schöner finden würde.

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» Nettie » Beiträge: 7663 » Talkpoints: 3,55 » Auszeichnung für 7000 Beiträge



Mir ist bis jetzt auch noch niemand begegnet, der mit dem Namen seines Kindes nicht mehr so wirklich zufrieden ist. Zumindest bei unserem Kind war es so, dass wir uns schon lange vor der Geburt Gedanken gemacht haben, wie unser Sohn denn nun heißen soll. Wir haben uns die ganze Sache natürlich reiflich überlegt und sind nach wie vor sehr zufrieden mit der Namenswahl. natürlich hoffen wir, dass unser Sohn später auch zufrieden mit seinem Namen sein wird - allerdings haben wir ihm auch zwei Namen gegeben, so dass er eigentlich auch wechseln könnte, wenn er das möchte.

Wir haben uns an den Namen unseres Sohnes auch schon gewöhnt und ich würde es auch sehr seltsam finden, wenn man ihn auf einmal anders rufen würde. Ich kenne zwar auch einige Kinder, deren Namen ich ehrlich gesagt schrecklich finde, aber das ist die Sache der Eltern und nicht mein Entscheidung. Doch auch diese Eltern stehen hinter dem Namen und sind auch immer noch froh, sich für den bestimmten Namen entschieden zu haben. Es gibt auch andere Namen, die während meiner Schwangerschaft in die engere Auswahl kamen, aber ich fand den Namen, den wir letztendlich für unseren Sohn ausgesucht haben, einfach am schönsten und das ist auch heute noch so. Ich gehe einfach davon aus, dass das auch so bleiben wird.

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» MeL.G » Beiträge: 4918 » Talkpoints: 16,81 » Auszeichnung für 4000 Beiträge


Na ja, immerhin gibt es auch ein prominentes Beispiel: Katie Holmes findet "Suri" wohl nicht mehr sonderlich toll und nennt ihre Tochter nur noch "Scout" (irgendwie noch schlimmer, aber was soll's :lol: ). Im wirklichen Leben ist mir auch noch niemand begegnet, dem die Namen seiner Kinder später nicht mehr gefallen haben. Ich kann mir aber durchaus vorstellen, dass es möglich ist. Vielleicht hat man seinem Kind einen Namen gegeben, der zu der Zeit eben super angesagt war und man war selbst noch recht jung und hat nicht in die Zukunft gedacht, und 10 Jahre später fragt man sich, wie man das nur tun konnte.

Ein richtig schlimmes Beispiel fällt mir zwar nicht ein, aber die Eltern des einen oder anderen Kevins oder Justins könnten ihre Wahl zwischenzeitlich durchaus bereut haben. Oder überhaupt, dieser ganze Trend zu möglichst ungewöhnlichen Namen, vorstellen kann ich mir durchaus, dass man es später vielleicht nicht mehr so toll findet, sein Kind Cassian oder Ivy genannt zu haben. Ob es wirklich so ist, weiß ich nicht. Aber ich denke, bei einem ganz gewöhnlichen und zeitlosen Namen ist die Wahrscheinlichkeit, es später zu bereuen, einfach geringer.

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» Jessy_86 » Beiträge: 5460 » Talkpoints: 0,18 » Auszeichnung für 5000 Beiträge


Ich kenne die Mutter einer Chantal, die sich fürchterlich über diesen Namen ärgert. Ich finde, dass diese Eltern an sich natürlich selbst Schuld sind, denn Namen sind Mode, Kinder aber um Gottes Willen nicht! Wieso kann man denn dann auch nicht mal dazu stehen und sich einen Namen aussuchen, den es nicht schon zehntausendmal in Deutschland gibt, einfach um seinem Kind einen gefallen zu tun, damit es später in der Grundschule nicht zwischen zehn anderen Lukas'en sitzen muss und man sich in zehn Jahren nicht über den albernen Modenamen lustig macht, den man heute keinem mehr geben würde. Ich finde, dass das einfach nicht sein muss und sich vermeiden lässt, man muss das aber eben auch wollen und ich habe das Gefühl, dass besonders jüngere Eltern diesen Modeerscheinungen gerne nachgehen.

Es war bei uns dann eben auch der Fall, dass sich jemand über den Namen witzig machte, es war ein älterer Herr, der die unterschiedlichen Ausspracharten dieses Namens witzig fand. Eine Bekannte fragte die Mutter der Chantal dann auch, wieso diese das Kind so benannt hatte und die Antwort war natürlich vorhersehbar, ja das wäre damals wohl so im Trend gewesen. Ich finde das ganz schön peinlich und auch schade, dass Eltern nicht einfach dazu stehen können, dass sie ihrem Kind einen ungewöhnlichen Namen geben, einen der nicht in Mode ist. Ich muss aber auch zugeben, dass ich es nicht schön finde, wenn Eltern ihren Kindern Namen von Verwandten geben, also von den Großeltern aus oder so. Mein Bruder hat als Zweitname beispielsweise den Namen seines Opas, das stört jetzt nicht so, weil der Name schön ist, aber würde der Opa ''Wolfgang'' oder ''Heinz'' heißen, fände ich das wieder schlimm.

Man hat aber eben bei besagter Chantal schon gemerkt, dass die Mutter im Nachhinein nicht mehr so zufrieden mit den Namen war, schade das man den Namen nicht wieder ändern kann, sobald er aus der Mode ist. :wink: Ansonsten kenne ich jetzt keinen, der sich wirklich über die Namensgebung seiner Kinder ärgern würde. Ich denke, dass viele Eltern das auch nicht zugeben würden, zum einen weil es peinlich ist und zum anderen, weil es sicherlich auch eine Belastung für die Kinder wäre zu erfahren, dass den Eltern der eigene Name nicht mehr gefällt, weil sie nicht gut genug darüber nachgedacht haben und lieber mit der Mode gegangen sind. Ich wäre auf jeden Fall traurig, sowas zu erfahren.

» Crispin » Beiträge: 14936 » Talkpoints: 6,93 » Auszeichnung für 14000 Beiträge



Ich selber kenne niemanden, der mit den Namen der eigenen Kinder nicht zufrieden ist und glaube auch meist, dass seitens der Eltern diese Unzufriedenheit eher selten vorkommt und man diese wenn nicht öffentlich zugeben würde.

Dass man aber beispielsweise bei ausländischen Namen, die per se schön klingen und eigentlich auch nicht sonderlich schwer auszusprechen sind, wie das bei den Namen meiner Kinder der Fall ist, da der Vater Nigerianer ist, schon ab und an wundert, wie diese Namen verunglimpft werden, wobei das natürlich keine Absicht ist, das kommt schon vor. Nur deshalb bereue ich die Namenswahl an sich nicht und glaube auch nicht, dass meine Kinder später darunter leiden.

Die Namen meiner Kinder sind wie gesagt an sich nicht kompliziert und auch weder Modenamen noch kann man sie mit etwas Negativem assoziieren, nur in Franken schafft man es dennoch immer wieder, diese beim ersten Mal total grauenvoll auszusprechen. :lol:

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» netti78 » Beiträge: 3218 » Talkpoints: 12,58 » Auszeichnung für 3000 Beiträge


Ich hoffe ja, dass sich Eltern grundsätzlich viele Gedanken um den Namen machen, den sie ihrem Kind geben wollen. Manchmal lässt sich im Nachhinein eine negative Entwicklung leider nicht vermeiden, aber so etwas kann man schlecht voraussehen, sodass es dann durchaus zu einer gewissen Reue kommen kann. Aber ansonsten stelle ich es mir eher schwierig vor, irgendwann einmal die Namensgebung zu bereuen, es sei denn, das Kind passt überhaupt nicht zum Namen. Zum Beispiel wäre dies der Fall, wenn das Kind irgendetwas mit Verbindung mit einem Engel im Namen hätte und es sich dann zu einem teuflischem Wesen entwickelt oder so etwas. Aber das ist meiner Ansicht nach auch eher eine Schuld seitens der Eltern.

Auch bei Namen, die aus Unwissenheit gegeben wurden, kann ich mir so etwas durchaus vorstellen, aber mal ehrlich - im Internetzeitalter sich nicht über die Bedeutung eines Namens zu informieren, daran ist man doch dann selbst Schuld. Auch, wenn man einen fremdsprachigen Namen wählt und ihn nicht aussprechen kann oder ihn jahrelang falsch ausspricht, kann daneben gehen. Doch auch hier ist man dann als Namen gebendes Elternteil doch selbst Schuld, oder?

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» *steph* » Beiträge: 18521 » Talkpoints: 47,30 » Auszeichnung für 18000 Beiträge


netti78 hat geschrieben:Ich selber kenne niemanden, der mit den Namen der eigenen Kinder nicht zufrieden ist und glaube auch meist, dass seitens der Eltern diese Unzufriedenheit eher selten vorkommt und man diese wenn nicht öffentlich zugeben würde.

Der Ansicht bin ich auch. Ich kenne keine Eltern, die öffentlich zugeben würden, wenn der selbst ausgewählte Name für das Kind doch nicht so toll ist. Wenn man als Eltern allerdings diese Bedenken öffentlich äußern würde, dann würde es ja mehr oder weniger Kritik hageln. Das hat man ja schon bei den Kommentaren in diesem Beitrag gesehen. Die meisten sind der Ansicht, dass so ein Name gut durchdacht sein sollte (schließlich wird das "Kind" ihn ein Leben lang tragen) und dass die Eltern knapp 9 Monate Zeit dafür hatten im Durchschnitt. Man würde den Eltern die Schuld geben und ihnen unterstellen, sich nicht genug Zeit genommen und Gedanken gemacht zu haben und diesen Kritikhagel wollen die Eltern eben vermeiden.

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» Täubchen » Beiträge: 25864 » Talkpoints: 1,32 » Auszeichnung für 25000 Beiträge


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