Woher kommt die Einteilung von A-, B- und C-Promis?

vom 09.01.2012, 14:36 Uhr

Wenn man von Prominenten spricht, hört man gern mal die Bezeichnung des B-Promis oder auch nur ein C-Promi. Irgendwie klingt es abwertend, wenn man mich fragen würde, weil es mir an sich doch völlig egal ist, wie prominent jemand ist, wenn ich dessen Musik, dessen Filme oder auch dessen Bücher gern mag. Vermutlich würde ich sowieso die Hälfte von Prominenten nicht erkennen, die durch ihre Kunst bekannt wurden, oder von denen man in den Medien nicht gerade zugeschüttet wird. Nerviges Beispiel ist halt Daniela Katzenberger, die noch nicht einmal gut singen oder schauspielern kann, aber dennoch ist sie bekannt geworden, und nervt seitdem den einen oder anderen Fernsehzuschauer.

Woran macht man aber eigentlich einen A-Promi und so weiter fest? Wen würdet Ihr persönlich als A-Promi bezeichnen, wen jedoch als B-Promi? Woher kommen diese Bezeichnungen? Hat vielleicht auch eine gewisse Mediengeilheit etwas damit zu tun, sprich, wenn man als Prominenter überall dabei sein muss und seinen Senf abgibt?

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» *steph* » Beiträge: 18517 » Talkpoints: 47,60 » Auszeichnung für 18000 Beiträge



Ich finde, dass ein A-Promi jemand ist, von dem man regelmäßig hört, der beliebt in der Öffentlichkeit ist und der schon viele Fernseherfolge zu verzeichnen hat. Ein B- oder C-Promi hingegen ist für mich jemand, der eigentlich kaum bekannt ist, sich nur in Shows ins Fernsehen wagt, damit man überhaupt mal wieder von ihm spricht. Gute Beispiele dafür sind das Dschungelcamp oder auch das Perfekte Promi Dinner. Dort kommen doch nur Promis hin, die entweder mal eine große Nummer waren und es nun nicht mehr sind, oder aber Leute, die gerne prominenter wären und sich dadurch mehr Schlagzeilen erhoffen.

Ich finde auch, dass diese Begrifflichkeit abwertend klingt, wenn ich sie benutze, möchte ich das aber auch so. Es gibt in der Tat Möchtegern-Prominente, die eigentlich überhaupt nicht prominent sind. Denn prominent zu sein, bedeutet für mich nicht nur, dass man mal im Fernsehen war, sondern dass man wirklich bekannt ist, nicht nur in Deutschland, nicht nur in einer kleinen Stadt, sondern auch über die Grenzen hinaus. Und vor allen Dingen bedeutet das für mich, dass die Leute einen gerne sehen und nicht, dass man einfach nur peinlich ist. Was sind das denn für Prominente, die in Sendungen wie das Dschungelcamp gehen? Sicherlich keine, die sich dadurch eine respektvolle Tätigkeit erhoffen oder aber welche, die glauben, dass sie dadurch in der Bevölkerung an Beliebtheit gewinnen, denn das ist letztlich dadurch doch keinem gelungen.

Ein sogenannter Prominenter, der sich überall zeigen muss, die von dir sogenannte "Mediengeilheit" betreibt, ist für mich kein Promi. Das ist für mich eher jemand, der einfach gern in der Öffentlichkeit steht, aber als prominent würde ich ihn deshalb noch lange nicht bezeichnen.

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» Vampirin » Beiträge: 5984 » Talkpoints: 31,56 » Auszeichnung für 5000 Beiträge


Im Filmgeschäft wird auf der A-list der Marktwert von Schauspielern aufgeführt und ich könnte mir vorstellen, dass sich der Begriff A-Promi auch davon ableitet. Marktwert bedeutet in dem Fall aber nicht, dass die betreffenden Schauspieler extrem präsent in den Medien sind, sondern, dass ihre Filme gute Erfolgsaussichten haben. Das ist vor allem im Hinblick auf die Finanzierung wichtig, denn zumindest für die großen Filmprojekte müssen ja auch erst mal genug Geldgeber an Bord sein, bevor mit den Arbeiten begonnen werden kann. In dem Sinne ist es also eigentlich keine Auf,- oder Abwertung einer Person, wenn sie auf dieser Liste steht oder nicht, sondern eine mehr oder weniger objektive Einschätzung, ohne die das ganze Filmgeschäft wahrscheinlich überhaupt nicht funktionieren würde.

Ich denke, die Begriffe B-Promis oder Konsonanten-Promis sind eher eine Entwicklung der neueren Zeit, mit der man wohl ausdrücken will, dass heute eben jede noch so talentfreie Zone ihre 15 Minuten Ruhm haben kann. Im Filmbereich gibt es ja auch B und C movies, also Filme, die sich durch ein geringeres Budget und schlechtere bis extrem schlechte Qualität auszeichnen. Aber auch solche Filme haben ja ihre Fans, genau wie es auch Menschen gibt, die jemanden wie Daniela Katzenberger toll finden.

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» Cloudy24 » Beiträge: 25525 » Talkpoints: 135,56 » Auszeichnung für 25000 Beiträge



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