Fortbildung in einem Betrieb, wie geht das?

vom 02.10.2011, 21:18 Uhr

Person A arbeitet in einem mittelgroßen Betrieb im Büro und in der Kontrolle. A´s Kollegen gehen immer mal wieder zu einer Fortbildung und werden vom Chef angesprochen und angemeldet für diese Fortbildung. A ist ein wenig schüchtern und schaut sich das ganze bisher nur an. A möchte aber auch eine Weiterbildung machen um auch in diesem Betrieb die Chancen zu haben zu zeigen was sie kann und auch um Aufstiegschancen zu haben oder eben auch Chancen, wenn sie Weiterbildungen vorweisen kann, wenn sie sich irgendwoanders bewerben sollte.

Sollte A ihren Chef ansprechen oder sollte sie es so hinnehmen, dass sie nicht vorgeschlagen wird? Sollte sie einen schriftlichen Antrag stellen, damit sie auch Fortbildungen machen kann? Wenn sie vor dem Chef steht, weiß sie nie, was sie sagen soll.

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» Diamante » Beiträge: 41857 » Talkpoints: 9,96 » Auszeichnung für 41000 Beiträge



Da wäre grundsätzlich erst mal die Frage, was für Fortbildungen angeboten werden, ob es sich um Pflichtveranstaltungen handelt oder diese freiwillig sind. Wie machen es denn die anderen Mitarbeitert? Werden diese vom Chef vorgeschlagen oder sprechen sie den Chef selbst an, wenn sie eine Fortbildung besuchen wollen? Gibt es denn vielleicht ein Thema, das A besonders interessiert oder einen Bereich, in dem A recht gut ist? Dann wäre es doch das einfachste, sich in diesem Bereich auch weiter fortzubilden. Da würde ich an A's Stelle den Chef einfach darauf ansprechen, dass A das Thema sehr interessant findet und sich in dem Gebiet weiterbilden will und deshalb gerne den Lehrgang besuchen möchte.

Bei uns gibt es übrigens Fortbildungen, für die man sich eintragen kann und manchmal wird man eben auch vorgeschlagen bzw vom Chef eingetragen, ob man will oder nicht.

» SuperGrobi » Beiträge: 3880 » Talkpoints: 4,29 » Auszeichnung für 3000 Beiträge


So wie ich das verstanden habe, sind in dem Betrieb einige Mitarbeiter, die vom Chef ständig angesprochen werden und die dann auch zu den Fortbildungen während der Arbeitszeit gehen und diese dann auch bezahlt bekommen. A hat noch keine Fortbildung mitgemacht, weil sie noch nie angesprochen wurde. Sie traut sich den Chef aber nicht anzusprechen, wie ich es verstanden habe und meint, dass sie vielleicht schriftlich einen Antrag stellen kann. Welche Fortbildungen in dem Betrieb angeboten werden weiß ich nicht.

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» Diamante » Beiträge: 41857 » Talkpoints: 9,96 » Auszeichnung für 41000 Beiträge



Es mag abgedroschen und zu einfach klingen. Aber hier ist ganz klar, dass nur dann Bewegung in die Sache kommt, wenn A sich eben bewegt! Wieso sollte der Chef von A auf die Idee kommen, dass A glaubt, eine Fortbildung machen zu wollen? Soll der Chef hier vielleicht andeuten, dass die Leistungen schlecht sind und sich mit einer Fortbildung eine Verbesserung erwarten lässt?

Es ist völlig egal, wie es dazu kommt, dass Kollegen und Kolleginnen vom Chef auf Fortbildungen geschickt werden. Das hat auf A ja keinen Einfluss. Aber wenn A selber auch an einer solchen Maßnahme teilnehmen will, muss A genau dass auch artikulieren! Schließlich steuert hier A ganz alleine alles, was die berufliche Entwicklung angeht. Solange kein Mentor aktiv benannt wurde, ist A allein des eigenen Glückes Schmied. Niemand wird also etwas für A tun, solange alles auch so gut genug läuft.

Schriftlich ist sicher immer dann zu empfehlen, wenn der Chef praktisch nicht erreichbar ist oder wirklich - auch für alle sichtbar - überhaupt keine Zeit für solche Themen hat. Das wäre dann zwar ein schlechter Chef, aber denkbar ist so was dann schon. Ansonsten sollte hier A schon den direkten Weg wählen. Je nachdem wie es im Betrieb oder der Abteilung üblich ist, fragt man nach einem Termin (und kann dann schon gleich das Thema Fortbildung ankündigen) oder aber man fragt eben direkt an, sobald man den Chef im Büro mit ein wenig Zeit antrifft. Und bei so einem konkreten Anliegen sollte doch auch klar sein, was in dem Gespräch gesagt werden soll. Sicher ist es unklug zu sagen, dass man gerne irgendeine Schulung haben will. Ebenso wäre es sicher sehr von Vorteil, wenn die ausgesuchte Schulung direkt etwas mit der aktuellen Tätigkeit oder wenigstens mit potentiellen Tätigkeiten zu tun hat.

» derpunkt » Beiträge: 9897 » Talkpoints: 88,33 » Auszeichnung für 9000 Beiträge



Haben denn die Kollegen des Betroffenen den selben Beruf und vor allem dasselbe Tätigkeitsfeld wie der Betroffene? Da kann es nämlich schon Abweichungen geben. Das man in der selben Firma in einem Büro zusammen arbeitet, heißt ja nicht automatisch das man den selben Beruf ausübt und über den gleichen Wissensstand verfügt und so weiter. Beziehungsweise haben manche Mitarbeiter einfach auch noch zusätzliche Tätigkeiten im Betrieb oder haben diverse benötigte Lehrgänge noch nicht.

Mein Bruder und seine Frau arbeiten im selben Betrieb, im selben Beruf und in der selben Abteilung. Trotzdem müssen sie nicht zu den gleichen Fortbildungen etc. Es gibt generell Fortbildungen die für meinen Bruder verpflichtend sind, die meine Schwägerin aber nicht machen muss und anders rum. Und es gibt Seminare und ähnliches die beide besuchen müssen. Ob sie wollen oder nicht. Und es gibt freiwillige Veranstaltung, zu denen sie sich anmelden können und die dann zum Teil auch während der Arbeitszeit gemacht werden können.

Person A. sollte sich am besten mal erkundigen, welche Fortbildungen da von den Kollegen besucht werden. Es muss wie gesagt nicht daran liegen, dass Person A. einfach zu schüchtern ist um nachzufragen. Es kann auch ganz einfach sein, dass Person A. die Qualifikationen schon hat oder einfach für seine/ ihre Tätigkeit nicht braucht. Sollte das nicht so sein, kann Person A. den Arbeitgeber immer noch fragen. Wobei es in manchen Betrieben auch unterschiedliche Vereinbarungen mit dem Arbeitgeber gibt.

Ich habe mal in einem Betrieb gearbeitet, da hat mir mein Arbeitgeber irgendwann gesagt, ich kann Seminare etc. besuchen und kann mir aussuchen, ob er die Kosten dafür übernimmt und ich die Veranstaltungen in meiner Freizeit besuche oder ob ich die Kosten selber trage, aber quasi während meiner Arbeitszeit diese Veranstaltungen besuche. Und ich war die einzige Angestellte in dem Betrieb, mit der er solche Vereinbarungen getroffen hat. Eben aufgrund der Stellung und meines Arbeitsgebietes in dem Betrieb.

» LittleSister » Beiträge: 10484 » Talkpoints: 1,33 » Auszeichnung für 10000 Beiträge


Zunächst einmal möchte ich sagen, dass eine Weiterbildung jederzeit möglich ist, denn jeder Arbeitnehmer hat einen Anspruch darauf weil man natürlich wie du schon sagst bestrebt ist mal etwas größeres in einem Betrieb zu werden.

Wenn die Person A von der du sprichst auch gerne eine Weiterbildung in Anspruch nehmen möchte, dann sollte Sie doch ihren Chef schriftlich (oder mündlich wenn Sie es sich zutraut) kontaktieren und vielleicht nachfragen ob Sie nicht auch eine Weiterbildung machen könne, weil Sie genauso wie alle anderen Arbeiter bestrebt ist sich beruflich weiterzubilden.

Angenommen der Chef möchte dies nicht oder auch nach einer Anfrage auf Gewährung der Weiterbildung sagt er, er möchte es aus bestimmten Gründen nicht, dann sollte man es vielleicht in Erwägung ziehen sich einen neuen Arbeitgeber zu suchen, der die Bestrebungen des Arbeitnehmers sich weiterzubilden unterstützt.

Hat Person A aber Angst davor ihren Job aufgrund der Nachfrage zu verlieren so sollte Sie vielleicht über befreundete Arbeiter in Ihrer Firma versuchen an eine solche Weiterbildung zu kommen.

Ich persönlich habe einen sehr guten Arbeitgeber der mich bei Weiter-und Fortbildungen sehr unterstützt und der auch bemüht ist, dass seine Mitarbeiter sich stetig weiterbilden um so einem qualifizierten Personal entgegen blicken zu können. Vielleicht sollte das die Person A bei einer eventuellen Anfrage mit einbringen.

» momo112 » Beiträge: 42 » Talkpoints: 27,43 »


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