Viele Referate im Semester - ist das normal?

vom 19.11.2010, 11:18 Uhr

Hallo liebe Kommilitonen hier. Ich bin noch in den ersten Semestern und ich finde für meine Verhältnisse haben wir sehr viele Referate in einem Semester. Kann es sein, dass ich das total falsch sehe? Referate nehmen sehr viel Zeit in Anspruch, sofern man diese Referate auch gewissenhaft angehen möchte.

Kann mir jemand sagen, ob es eine Regelung gibt, wie viele Referate pro Semester normal sind oder ob ein Prof so viele schreiben lassen kann, wie er möchte? Ich halte mich eigentlich für eine sehr gute Studentin und bin auch gar nicht faul oder so.

Benutzeravatar

» studentessa » Beiträge: 43 » Talkpoints: 16,88 »



Soweit ich weiß gibt es keine Grenze für die Anzahl der Referate. Im Endeffekt ist ja so, dass die fächerspezifischen Bedingungen (oder wie es bei dir heißt) vorgeben welche Veranstaltungen man besuchen muss und wie viele SWS und Leistungspunkte man dafür bekommt. Allgemein ist es ja so, dass 1 Leistungspunkt 30 Stunden Arbeitsaufwand entsprechen. So ist es bei uns und ich denke, dass das überall ziemlich gleich ist. Wenn du also zum Beispiel ein Seminar mit 2 SWS hast, dafür aber 3 Leistungspunkte bekommen musst, dann entfällt ein Leistungspunkt auf die Anwesenheitszeit. Die 2 weiteren Leistungspunkte müssen dann anderweitig erworben werden. Das kann dann jeder Dozent selbst entscheiden. Ob er also Referate hören möchte, Hausarbeiten lesen möchte oder Portfolios schreiben lässt.

Ich habe in meinem Studium sehr viele Vorlesungen, die ich besuchen muss und wenige Seminare. Daher muss ich auch nicht so viele Referate halten. Ich denke aber, dass es auch viele Studiengänge gibt, vermutlich vermehrt in den Geisteswissenschaften, die eher auf Seminaren beruhen. Dann ist natürlich auch die Anzahl der Referate höher.

» musicality » Beiträge: 809 » Talkpoints: 1,77 » Auszeichnung für 500 Beiträge


Zu meiner Studienzeit - ist schon eine Weile her - gab es dieses System mit den Leistungspunkten noch nicht, dennoch eine ganze Reihe von Pflichtkursen, für die man die benötigten Scheine bekam. Im Rahmen der Seminare mussten dann auch immer eine ganze Reihe von Referaten gehalten werden, meist zwei oder mehr pro Student und Semester und zusätzlich noch eine schriftliche Hausarbeit. Das konnte sich dann auch damals schon ziemlich summieren.

Mein Tipp: Versuch Dein Studium - so wie schon geraten - wenn möglich gut nach Vorlesungen und Seminaren aufzuteilen, dass sich der Arbeitsaufwand pro Semester ein wenig besser überblicken lässt.

Benutzeravatar

» Konni72 » Beiträge: 55 » Talkpoints: 22,91 »



Leider ist es bei mir im Studium auch so, dass man wirklich viele Referate halten muss. In jedem Seminar muss ein Referat gehalten werden und da kann unter Umständen auch einiges zusammen kommen. Dabei sind etwa drei Referate pro Semester völlig normal bei mir, wobei es durchaus auch mehrere sein können. Dieses Semester sind es bei mir beispielsweise vier Referate, was ich sehr viel finde, wenn man bedenkt, dass das Semester eben auch nicht so lange geht und man dadurch auch monatlich ein Referat hat. Dabei bedeutet das leider auch immer sehr viel Arbeit. Immerhin ist es bei uns so, dass wir vom Dozenten ein Thema vorgegeben bekommen, wobei wir uns selbstständig eine Fragestellung dazu überlegen müssen. Dazu müssen wir dann auch selbst Informationen und auch eine passende Quelle suchen. Dabei müssen wir uns selbst einen geeigneten Text schreiben und diesen dann auch vortragen. Dabei muss man dann auch immer eine Präsentation und auch ein Handout erstellen.

Manchmal ist es bei uns auch so, dass wir Referate auch in Gruppen halten dürfen, was ich wesentlich angenehmer finde. Immerhin kann man so dann auch gemeinsam besprechen, über was genau man das Referat halten möchte und es bedeutet auf jeden Fall auch weniger Arbeit, wenn man sich den Stoff aufteilen kann. Zudem mag ich es auch einfach viel lieber, wenn man als Gruppe gemeinsam vorne stehen kann. Das gibt mir einfach Sicherheit und auch wenn der Dozent dann Fragen stellt, ist man eben auch nicht auf sich allein gestellt, weil die anderen auch jederzeit die Fragen beantworten können.

Bei mir ist es auch so, dass ich in den Semesterferien auch jede Menge Hausarbeiten schreiben muss. Dabei ist das Thema für das Referat auch immer gleichzeitig das Thema für die Hausarbeit und man muss sich dann nicht extra noch ein anderes Thema aussuchen. Das hat den Vorteil, dass man eben bereits ein wenig für das Thema recherchiert hat und nicht von Anfang an anfangen muss. Dabei muss man dann auch gar nicht mehr so viel recherchieren, wenn man bereits viel für das Referat getan hat und von daher lohnt es sich eigentlich auch immer, bereits während dem Semester fleißig zu sein und viel für die Referate zu tun, damit man dann in den Ferien nicht mehr so viel tun muss.

Benutzeravatar

» Prinzessin_90 » Beiträge: 34169 » Talkpoints: 2,05 » Auszeichnung für 34000 Beiträge



Ähnliche Themen

Weitere interessante Themen

^