Google in Abiturprüfung erlaubt

vom 31.03.2010, 14:50 Uhr

Mir liegt da wieder ein brandneues Thema auf dem Herzen und zwar habe ich mich letztens mit einem Freund über die Abiturprüfungen unterhalten und er meinte zu mir in Dänemark können die Schüler innerhalb der Prüfungen im Internet nach Dingen googeln die sie nicht wissen. Auf der einen Seite wäre es ja ganz praktisch wenn man im Internet nach Sachen suchen kann die man nicht weiß, doch ich könnte mir auch vorstellen, das die Zeit auch gar nicht so großartig dafür reichen würde.

Aber wenn man mal in Betracht zieht, das die Schüler doch so nichts mehr lernen, weil sie wissen, das sie nicht lernen müssen und nur im Internet nachschauen können, dann kommt mir bei solch einer Methode das grübeln. Denn man lernt vielleicht mit dem Internet umzugehen aber nicht damit Informationen zu speichern und irgendwann wieder abrufen zu können.

Deshalb wäre ich sehr froh darüber wenn ihr euer Wissen über diese Geschichte mit einbringen würdet. Vielleicht hat ja auch jemand schon einmal davon gehört oder selbst gesehen? Wenn an dieser Geschichte wirklich was dran ist, dann stelle ich mir die Frage, soll solch ein Vorgehen die Schüler motivieren zu lernen und bestimmte Dinge zu einem gewählten Zeitpunkt wieder abzurufen? Ist es fair anderen Ländern gegenüber so ein Hilfsmittel benutzen zu dürfen?

» momo112 » Beiträge: 41 » Talkpoints: 27,28 »



Naja, aber die Schüler in Skandinavien gelten doch europaweit eigentlich als die besten. Weshalb sollten die deiner Ansicht nach also bei Pisa-Tests immer derartig gut abschneiden, wenn sie doch überhaupt nichts wissen und alles im nur nachschlagen müssen? Ich glaube eher, du hast das Prinzip dieser Klausurmethoden noch nicht verstanden.

Es gibt bei uns an der Uni auch die Möglichkeit eine Klausur zu schreiben, bei der als Hilfsmittel sätmliche Kursunterlagen und Bücher erlaubt sind. Eigentlich darf man fast alles mit rein nehmen, solange man eben nicht telefoniert. Den eigenen Laptop mitzunehmen ist allerdings erlaubt. Dabei geht es aber auch nicht darum, dass abgefragt wird was die Hauptstadt von Ungarn ist oder wer der reste Präsident in den USA war, sondern es geht darum, dass man Fragen beantwortet, die man so nur beantworten kann, wenn man die Antwort kennt. Das sind Wissensfragen, die sich auf ein Thema beziehen, bei dem einfacher Stoff abgefragt wird, sondern es wird nach Dingen gefragt, die man sich eigentlich eh nur selbst herleiten kann, wenn man kapiert worum es geht. Da wüsste ich gar nicht was ich bei Google so eintippen soll. Die Antwort würde mir so oder so nicht geliefert werden.

Stell es dir in etwa so vor: Du sitzt vor einer Klausur und dort wird die Frage gestellt, weshalb es schlecht ist, jemanden mit dem Auto zu überfahren, der dir überhaupt nichts getan hat. Nun weisst du die Antwort nicht: Was sollte es dir nutzen, wenn du bei Google etwas eingibst?! Du lernst doch allerhöchstens deine Frage so umzuwandeln, dass die für Google verwertbar ist und dir einige Hinweise gibt, die aber allerhöchstens Denkanstöße sind.

» Sippschaft » Beiträge: 7575 » Talkpoints: 1,14 » Auszeichnung für 7000 Beiträge


Sippschaft hat geschrieben:Naja, aber die Schüler in Skandinavien gelten doch europaweit eigentlich als die besten. Weshalb sollten die deiner Ansicht nach also bei Pisa-Tests immer derartig gut abschneiden, wenn sie doch überhaupt nichts wissen und alles im nur nachschlagen müssen? Ich glaube eher, du hast das Prinzip dieser Klausurmethoden noch nicht verstanden.

Der letzte Satz trifft es auf den Punkt. Wie schon im Thread Dänemark - Internet bei Prüfungen erlaubt erwähnt, wird zwar die Nutzung des Internets durchaus erlaubt, aber die Bewertung der Aufgaben wird eben auch entsprechend angepasst.

Es geht gar nicht darum, dass die Schüler weniger lernen müssen. Da ist wohl eher das Gegenteil der Fall, da sie den Umgang mit dem Medium Internet auch im Unterricht erlernen. Klar sind da Suchtrategien gefragt. Allerdings kann so ziemlich jeder Inhalte ins Netz stellen. Die Bewertung dieser Inhalte ist dann etwas, was die Schüler auch erlernen und anwenden (müssen).

» JotJot » Beiträge: 14058 » Talkpoints: 8,38 » Auszeichnung für 14000 Beiträge



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