Studieren an der Fachhochschule: Welches Studienfach wählen?

vom 28.03.2010, 14:28 Uhr

Hallo,

ich fange nun im Sommer die Fachoberschule an und nach einem Jahr habe ich dann die Fachhochschulreife. Daher möchte ich mich schon jetzt informieren was ich im Anschluss dann mache.

Nun habe ich ja verschiedene Möglichkeiten, ich könnte an einer Fachhochschule studieren oder auch an eine Berufsakademie gehen. Auch eine weitere Ausbildung wäre möglich. Doch so richtig weiß ich immer noch nicht in welche Richtung ich gehen will. ich bin gelernte Hotelfachfrau, mögliche Richtungen wären Tourismus- oder Hotelmanagement.

Aber es gibt ja viel mehr und unzählige Möglichkeiten, wo kann ich mich beraten lassen beziehungsweise umfassend informieren in welche Richtung ich gehen soll?

» SariKari » Beiträge: 371 » Talkpoints: 2,63 » Auszeichnung für 100 Beiträge



Hallo,

bei der Agentur für Arbeit. Dort gibt es die Berufsberatung, die Du eigentlich schon kennen solltest vom Schulbesuch her, wo man sich dann mit einem Berufsberater unterhalten kann (am besten zuvor Termin vereinbaren und absprechen, worum es Dir geht).

Oder aber direkt unter dem Link - da gibt es Berufenet und Kursnet, in dem einen kannst Du schauen was für Berufsbezeichnungen es überhaupt so gibt, die vielleicht bei Dir dann in Frage kommen (wenn Du im Hotelgewerbe bleiben möchtest) und in dem anderen findest Du eine Übersicht, welche Qualifikationen Du dazu brauchst und wie der Werdegang dann aussieht. Mit den Informationen lässt sich dann meist auch per Suchmaschine schon wesentlich leichter eine passende Einrichtung oder Hochschule etc. finden.

Ich denke, dass kannst Du mal zur Orientierung ausprobieren, vielleicht hilft es Dir ja schon.

» ygil » Beiträge: 2551 » Talkpoints: 37,52 » Auszeichnung für 2000 Beiträge


Eine Möglichkeit sind die bereits erwähnten Datenbanken der Agentur für Arbeit. Allerdings kommen mir die Infos manchmal ein bisschen weltfremd vor.

Ich würde Dir deshalb zusätzlich dazu folgendes empfehlen:

- Sprich mal mit Profis, die in der Praxis stehen. Gehe also mal zu dem Chef eines Hotelbetriebes, in dem Du schon mal gearbeitet hast und frage denjenigen / diejenige was er / sie Dir aus der Sicht eines Praktiker raten kann. Das sind oft Dinge, auf die man gar nicht von alleine kommt. Vielleicht kennst Du auch jemanden, der einen kennt, der Dir mal in einem Privatgespräch Tipps aus der Praxis gibt. So jemand kann Dir vielleicht auch sagen, ob Du mit der Fachhochschulreife überhaupt eine Chance auf eine Studienplatz hast.

Gucke doch mal hier gibt es eine Berufsberatungsseite speziell fürs Hotelfach. Und
hier ist eine Seite nur über Toristikstudiengänge. Das hilft Dir vielleicht schon weiter.

Wenn Du auf den oben gennanten Seiten eine Hochschule oder Berufsakademie gefunden hast, besuche deren Webpräsenz. Normalerweise hat jede Uni schon auf ihrer Homepage die wichtigsten Dokumente rund ums Studium. Musterstundenpläne, Seminararbeiten, wichtige Infos, Infos zur Studienplatzvergabe usw. sind heute meist komplett online.

Dann gibt es an jeder Uni, Fachhochschule oder Berufsakademie eine zentrale Studienberatung. Die kann einem dann auch noch Fragen zum Studium beantworten, die nicht auf der Hompage beantwortet werden.Manche haben sogar telefonische Sprechstunden.

Wenn Du dir dann einen oder mehrere Ausbildungsgänge in die engere Auswahl genommen hast, dann nütze einfach mal aus, dass Du als Hotelfachkraft vermutlich nicht schüchtern bist. Setz Dich in ein Transportmittel und gehe mal zur Mittagszeit in die Mensa der jeweiligen Fachhochschule o.ä. Verwickle dort einfach ein paar (am besten etwas ältere) Studenten ins Gespräch. Erkläre denen, dass du beabsichtigst, den Studiengang X zu beginnen und frage nach ihrer Meinung über die Bildungseinrichtung, über die lehrenden Dozenten, über den Studiengang und ob sie die Ausbildung immer noch gut finden. Da ist die Chance, dass Du gleichgesinnte, oder Leute mit ähnlichen Erfahrungen findest, am größten.

Wenn Dir dein bisheriger Beruf gut gefallen hat, ist es natürlich eine aus Karrieresicht gute Idee, sich im begonnenen Beruf weiter zu bilden. Allerdings solltest Du Dir gut überlegen, ob eine Tätigkeit im Management dem entspricht, was Du machen willst. Du wirst vermutlich weniger Kontakt zu den (zufriedenen) Kunden haben und hauptsächlich mit den Kollegen und wütenden Kunden beschäftigt sein. Das muss einem liegen.

Wenn man den Berufszweig wechselt, sollte man versuchen zu einem Berufsfeld zu wechseln, wo man bisher erworbene Kenntnisse gut gebrauchen kann. Eine Idee wäre beispielweise, eine Kochausbildung anzuhängen, dann ein betriebswirtschaftliches Studium zu machen und dann einen Weg in die Selbstständigkeit zu suchen. Weniger sinnvoll wäre es jetzt, wenn Du eine Tischlerausbildung machst. Da fiele mir gar keine Verwendungsmöglichkeiten für deine alte Ausbildung ein. Aber auch das ist vielleicht nur eine Frage der Kreativität. Ein Hotel, dem man Tischlern als Hobby lernen kann, wäre vorstellbar aber ungewöhnlich.

Die dritte Möglichkeit wäre, dass Du mal nachschlägst, welche Fachhochschule in der Nähe deines derzeitigen Wohnortes oder deines Wunschwohnortes liegen. Die örtlichen Hochschulen findet man z.B. über Wikipedia. oder über www.studienwahl.de. Dann grast Du die Homepages der FHs nach den angebotenen Studiengängen ab. Vielleicht findest du ja etwas interessantes für Dich.

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» trüffelsucher » Beiträge: 12446 » Talkpoints: 3,92 » Auszeichnung für 12000 Beiträge



Die Fachhochschule Worms bietet eine recht angesehen Studiengang des Tourismus. Ich habe einige Freundinnen, die dort studiert haben oder noch studieren und die hatten, wie du auch, vorher schon eine Ausbildung zur Hotel- oder Reisekauffrau. Ich weiss, dass es nicht ganz einfach ist und generell ist die FH Worms nicht so wirklich das Ziel, das man sich nun freiwillig aussuchen würde, aber ich denke, dass die Ausbildung dort wirklich ganz gut ist. Die, die schon abgeschlossen haben, hatten gute Berufsmöglichkeiten danach und waren im Prinzip sehr zufrieden.

Ich weiss nicht wie belastbar du bist, aber du solltest dich zumindest dort darauf einstellen, dass es kein Zuckerschlecken wird. Dass an die 50 % der ursprünglichen Studenten im Laufe der Semester auf der Strecke bleiben, sollte einem zumindest zeigen, dass einem nichts geschenkt wird. Das ist anderswo aber sicherlich auch so. Auch die Organisation dort ist bestimmt nicht das, was man sich unter einen richtigen FH vorstellt. Es ist eben doch so ein bisschen ein halbes Dorf dort und so einen richtigen Campus gibt es auch nicht. Wenn du nun aber eh nicht so die Partymaus bist und in die Großstadt möchtest, wäre das sicherlich was für dich. Die bieten dort auch immer Infomationstage an und wenn du Zeit hast, kannst du da einfach mal hinfahren. Allerdings brauchst du einen recht ordentlichen Notenabschluss in seinem Fachabitur. Hast du den?

» Sippschaft » Beiträge: 7575 » Talkpoints: 1,14 » Auszeichnung für 7000 Beiträge



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