Sind Vorsorgefonds für die Pflegekasse der richtige Weg?

vom 22.05.2015, 10:02 Uhr

Die Deutschen werden immer älter und damit immer öfters zum Pflegefall. Dies kostet alles ein Haufen Geld. Damit alles finanziert werden kann, sollen nun Vorsorgefonds für die Pflegekasse gebildet werden.

Doch es gibt auch Kritik an diesen Plänen. Gewerkschaften befürchten ebenso wie Arbeitgeberverbände, dass der Staat irgendwann doch wieder dieses Geld benötigt und dann diese Fonds wieder auflöst.

Was haltet ihr von der Fondsidee? Habt ihr euch überhaupt schon über die Pflege und deren Finanzierung Gedanken gemacht?

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» Juri1877 » Beiträge: 6438 » Talkpoints: 54,93 » Auszeichnung für 6000 Beiträge



Ich habe über das Thema Pflege für mich insofern nachgedacht, dass ich nicht vorhabe mich da auch noch freiwillig vom Staat abzocken zu lassen. Ich muss schon selbst sehen, wie ich im Alter über die Runden komme und bin so doof, da auch brav Sparmaßnahmen zu ergreifen. Andere tun nichts und werden trotzdem eine Grundsicherung erhalten.

Ich werde mit Sicherheit nichts in eine Pflegeversicherung stecken. Pflege ist so oder so der völlige soziale Abstieg. Da endet man früher oder später doch beim Sozialamt und bekommt 80 Euro Taschengeld. Meine Tante ist seit einen halben Jahr im Wohnheim. Sehr zufrieden, bis auf das Essen.

Das schmeckt nicht und war auch mitunter schon einmal zu wenig. Dafür gehen allein 400 Euro im Monat von ihrem Konto - für schlechtes Essen. Also kauft sich meine Tante ab und an noch mal vom eigenen Geld was leckeres. Andere in der Gruppe haben kein eigenes Geld mehr. Ich meine, was sind das denn für Aussichten? Da soll ich jetzt für Sparen?

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» Bellikowski » Beiträge: 7692 » Talkpoints: 15,42 » Auszeichnung für 7000 Beiträge


Wir haben eine gesetzliche Pflegeversicherung mit 3 Prozent Beitragssatz. Das sind ungefähr 30 Milliarden. Wird der Versicherte zum völligen Pflegefall, kostet die 4.500 Euro im Monat. Die Pflegekasse übernimmt aber nur 2.500. Also werden viele zu Sozialfällen. Davon sind dann auch Ehepartner und Kinder betroffen. Aktuell sind fast 800.000 Personen in stationärer Pflege. Ich gehe davon aus, dass eine vollständige Kostenübernahme 18 Milliarden oder 2 Prozent mehr erfordern würde.

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» Juri1877 » Beiträge: 6438 » Talkpoints: 54,93 » Auszeichnung für 6000 Beiträge



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