Seht ihr in Impfgegnern eine globale Bedrohung?

vom 21.01.2019, 15:27 Uhr

Laut Medienberichten sieht die WHO in Impfgegnern inzwischen eine globale Bedrohung. Denn durch sie können Krankheiten wie Masern und dergleichen nicht ausgerottet werden. Wie seht ihr das ganze? Empfindet ihr Impfgegner ebenfalls als globale Bedrohung? Oder findet ihr, dass die WHO maßlos übertreibt und findet ihre Reaktion wenig nachvollziehbar?

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» Täubchen » Beiträge: 33313 » Talkpoints: 0,01 » Auszeichnung für 33000 Beiträge



Ich kann die Reaktion absolut verstehen und die WHO hat mit der Aussage auch recht. Impfgegner sind für mich verblendet und einfach ignorant. Man könnte wirklich die ein oder andere Krankheit loswerden oder zumindest stark eindämmen, wenn sich nicht so viele Menschen dagegen wehren würden. Vor allem die Argumente solcher Leute finde ich dann aber wirklich albern und kann das nicht nachvollziehen, was da so vorgebracht wird. Es ist sehr rückschrittlich, dass man gewisse Krankheiten wegen solcher Leute nicht los wird.

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» Ramones » Beiträge: 40395 » Talkpoints: 16,47 » Auszeichnung für 40000 Beiträge


Ich weiß nicht ob das so einfach ist. 30% mehr Fälle von Masern ist natürlich alarmierend, aber wenn man sich die Statistik anschaut dann waren die meisten Fälle gar keine Kinder sondern Erwachsene, die wahrscheinlich keine Auffrischung bekommen haben. Die meisten davon sind wahrscheinlich keine Impfgegner sondern Leute, die ihren Impfpass verlegt haben und einfach nicht daran gedacht haben den Impfstatus mal kontrollieren zu lassen.

Bei der "globale Bedrohung" bin ich mir auch nicht so sicher, weil Impfgegner doch eher ein erste Welt Wohlstandsproblem sind. Die Menschen in ärmeren Ländern, die Seuchen nicht nur aus Geschichtsbüchern kennen, sind teilweise tagelang unterwegs um ihre Kinder impfen zu lassen.

Aber selbst wenn die Aussage etwas vereinfacht und übertrieben ist - die Situation wird wahrscheinlich nicht besser im Zeitalter der alternativen Fakten, in dem Menschen glauben, dass ihre persönlichen Gefühle wissenschaftliche Studien ersetzen können.

Natürlich sind die Argumente von Impfgegnern nicht nachvollziehbar, weil es da um Glauben und nicht um Wissen geht. Du kannst denen tausend Mal erklären, dass die Schwermetalle in Impfstoffen in so geringer Menge enthalten sind dass man über seine Umwelt wesentlich mehr davon zu sich nimmt. Oder, dass die berühmte Autismus Studie gefälscht war mit dem Ziel Geld von Pharmaunternehmen einzuklagen. Das ändert an ihrem Glauben aber nichts, weil der für ihr Weltbild wichtig ist und deshalb mit allen Mitteln beschützt wird. Religion funktioniert genauso.

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» Cloudy24 » Beiträge: 23693 » Talkpoints: 31,98 » Auszeichnung für 23000 Beiträge



Ich sehe in gewissen Situationen die Impfgegner durchaus als Bedrohung für die Gesellschaft. Denn viele Erkrankungen könnten ausgestorben sein, wenn man sich den Impfungen explizit widmen würde. Wenn wir eine Impfquote von 95% im Schnitt hätten, wäre ja die Herdenimmunität gegeben und das hilft allen. Damit wäre eine Erkrankung eigentlich gar nicht mehr möglich, weil es wohl eher unwahrscheinlich ist, dass nur die 5% sich untereinander treffen und anstecken. Zumal wir geimpften Menschen es dann eh nicht bekommen können.

Eine globale Bedrohung ist es vielleicht noch nicht, aber wenn die Zahl derer steigt, die ihre Kinder nicht impfen lassen, weil sie der Meinung sind, die Risiken seien zu hoch, dann wird es zur Gefahr für die jeweiligen Städte und Länder auf Dauer. Kommt eben auf die Zivilisation und deren Ballungsgebiete an, ob man von Gefahr reden kann. Wenn ich im Regenwald wohne, kann es mir zumindest vorerst egal sein, was 300 Kilometer von mir entfernt ist. Vorübergehend jedenfalls.

Ich sehe also Impfgegner wirklich als eine Gefahr an. Zumal die Aussagen mit Risiken usw. schon eher angepriesen werden, als sei es die Mehrheit. Wir reden von seltenen Nebenwirkungen und seltenen Problemen, die durch Impfungen aufgetreten sind. Aber Impfgegner stellen dies derart hin, als wenn jeder krank wird, jeder im Rollstuhl landet und mehr. Das kotzt mich schon ein wenig an.

Die Bedrohung ist auch in den USA in Kalifornien und derzeit in New York sehr enorm, was zum Beispiel Masern angeht. Auch in Deutschland kommen Masern immer wieder vor und das nervt mich schon. Denn viele scheinen auch nicht zu wissen, dass Masern oder auch Windpocken durchaus nicht ungefährlich sein müssen, aber die Impfung helfen kann.

Es muss doch ein Wunsch sein, dass man erst gar nicht krank wird, aber einige reden sich die Spritzen so schlecht, Wahnsinn!

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» Kätzchen14 » Beiträge: 4940 » Talkpoints: 2,69 » Auszeichnung für 4000 Beiträge



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