Manche Fächer nur wegen Selbstverwirklichung studieren?
Ein Bekannter von mir ist der Ansicht, dass manche Studienfächer nur aus Gründen der Selbstverwirklichung studiert werden würden und nicht, weil der Interessent bzw. Absolvent wert auf eine besonders große Karriere legen würden. Das Fach Geschichte gehört für ihn zu diesen Fächern dazu und er meint, dass kein einziger Geschichtsstudent wert auf eine Karriere oder einen guten Verdienst legen würden und man das Fach nur aus Spaß studieren würde.
Mag ja sein, dass das bei einigen Fächern der Fall ist. Aber umgekehrt heißt das ja nicht, dass man Medizin oder Jura nur studiert, weil es hinterher entsprechende Kohle gibt. Ich persönlich würde kein Studium durchhalten, bei dem ich keinen Spaß hätte, aber ich glaube ich ticke in dieser Hinsicht einfach anders. Wie seht ihr das? Kann man pauschal sagen, dass manche Fächer nur aus Karrieregründen (ohne Begeisterung) studiert werden und andere Fächer nur aus Gründen der Selbstverwirklichung? Können so genannte "Karrierestudiengänge" nicht ebenfalls zur Selbstverwirklichung beitragen oder ist das kompletter Unsinn?
Da muss ich jetzt an einen jungen Mann denken, den ich mal an der Uni kennen lernte und der auf die Frage nach der Perspektive seines Studiums nur antwortete, dass er doch aber jetzt erstmal fünf Jahre studiert und damit eine Perspektive hat. So muss man auch erstmal denken.
Für ängstliche oder ehrgeizige Menschen ist das sicher nichts, ich glaube aber trotzdem nicht, dass es den Leuten wirklich nur um die reine Selbstverwirklichung geht.
Natürlich hofft auch der Student der europäischen Ethnologie genauso auf eine später einigermaßen gut bezahlte Anstellung wie der BWL-Student, seine Chancen stehen formal gesehen nur eben schlechter. Ich kenne aber auch Leute, die haben nur studiert, weil sie das Fach so hübsch fanden und sind schon mit Anfang 30 dann Professor geworden, so kann es eben auch gehen, wenn man für ein Fachgebiet brennt.
Umgekehrt spuckt die Uni jedes Semester Leute aus, die nur anfingen Wirtschaftswissenschaften oder Jura zu studieren, weil sie glaubten, damit eine sichere Anstellung zu bekommen, sich aber die ganze Zeit gequält und dann abgebrochen haben. Aber natürlich gibt es auch dort Leute, die total aus der Masse stechen und dann für diese Allerweltsstudiengänge leben, da kenne ich auch einen Mann, der so ist.
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