Langer Schlaf führt zwangsläufig zur Gefühlslosigkeit?
Bei meinem Freund beobachte ich immer wieder, dass dieser sehr lange schläft. Danach habe ich auch oft das Gefühl, dass er sehr apathisch ist und gar nicht so richtig reagieren kann, was seine Gefühle angeht. Das kann ich aber nur beobachten, wenn er wirklich lange schläft. Oft beobachte ich das, wenn er mal wieder den ganzen Vormittag über geschlafen hat, weil er feiern war oder ähnliches.
Um ehrlich zu sein schlafe ich nie so lange, weshalb ich nicht sagen kann, ob ich deshalb nicht mehr so viele Gefühle empfinde. Ich finde diese These sehr interessant, frage mich aber wo genau die Verbindung sein kann. Ich denke, dass man sehr viele Stunden schlafen muss, also überhaupt keine Müdigkeit mehr hat. Der Körper kann dann mit der Situation überfordert sein und ist daher nicht in der Lage mehr Gefühle zu empfinden. Dies ist zwar kein bleibender Zustand, aber solche Menschen sind so ausgeruht, dass sie für Gefühle keine Möglichkeit haben, so stelle ich es mir zumindest immer vor.
Ab wie viel Stunden könnte Gefühlslosigkeit einsetzen? Glaubt ihr überhaupt, dass es eine Verbindung zwischen Schlafen und Gefühlen geben kann? Kann die Gefühlslosigkeit auch zu einem bleibenden Zustand werden?
Mir erschließt sich nicht, was das mit Gefühllosigkeit zu tun haben soll. Manche Menschen sind eben so, dass das Gehirn etwas länger braucht, um "hochzufahren" und für den Alltag betriebsbereit zu sein. Gefühllosigkeit ist für mich etwas vollkommen anderes und damit gar nicht zu vergleichen. Das ist nur eine verzögerte Reaktionszeit, sonst nichts. Man sollte das nicht überdramatisieren.
Ich denke man kann hier nicht von Gefühllosigkeit sprechen. Gefühllosigkeit wäre ja, wenn er gar nicht mehr in der Lage ist etwas zu empfinden, das wird ja eher nicht der Fall sein, sondern er wird einfach eine Weile brauchen um in den Tag zu kommen. Wenn man lange schläft, dann hat das vielleicht ja auch den Grund, dass man einfach fertig ist und andere Probleme hat und daher braucht man dann sicherlich auch eine Weile bis man wieder richtig funktioniert.
Ich schlafe auch gern sehr lang und kann nicht behaupten, dass sich dadurch emotional etwas verändert. Ich finde es auch gar nicht so ungewöhnlich, dass man beispielsweise am Wochenende bis mittags schläft, warum sollte man denn früh aufstehen, wenn man nicht muss? Vielleicht ist er dann entspannter und regt sich nicht so schnell übe Kleinigkeiten auf?
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