Könnt ihr euch noch für Brettspiele begeistern? Warum?

vom 29.10.2015, 16:52 Uhr

Ich habe neulich eine Sendung gesehen, in der es darum ging, was sich alles in den letzen Jahren so verändert hat und da wurde eben auch darüber geredet, dass man heutzutage eher mit dem Smartphone oder der Konsole spielt, aber die Begeisterung für ein Brettspiel kaum noch vorhanden ist. Ist das bei euch auch so?

Ich habe das bei mir nicht beobachten können. Sicherlich, ich spiele sehr gerne mal Konsolenspiele und kann mich auch für mein Smartphone begeistern, aber ich finde, dass es immer noch etwas besonders schönes ist sich an einen Tisch zu setzen und gemeinsam ein Brettspiel zu spielen. Ich bin das aber auch so aus meiner Kindheit gewohnt. Könnt ihr euch noch begeistern dafür oder findet ihr das langweilig? Woran wird das liegen?

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» Ramones » Beiträge: 46693 » Talkpoints: 11,45 » Auszeichnung für 46000 Beiträge



Ich mag sowohl PC-Gaming als auch altmodische Brettspiele. Am PC kann ich jederzeit das spielen, wonach mir gerade ist. Das kann ich bei vielen Spielen alleine oder auch im Multiplayer, also mit anderen zusammen.

Das Brettspiel ist für mich dagegen eher eine gemütliche Sache, die ich gemeinsam mit meiner Familie mache. Wir setzen uns zusammen, besonders gerne an Festtagen, und suchen ein paar Brettspiele aus unserer Sammlung aus. Manchmal entscheiden wir uns auch für ein Puzzle, das ist ja gar nicht so weit vom Brettspiel entfernt.

Ich würde die Brettspiele nicht missen wollen, denn es ist eine tolle Art und Weise, gemeinsam mit seiner Familie und Freunden seine Zeit zu verbringen. Man hat Spaß und kann über alles Mögliche reden. Damit das klappt, sollte aber das Internet für eine Weile in den Hintergrund treten. Es macht nicht besonders viel Spaß, wenn ein Teil der Spieler ständig mit einem Auge das Smartphone anstarrt oder sofort danach greift, sobald es sich bemerkbar macht.

Gerade bei jungen Menschen habe ich das Gefühl, dass oft der Reiz am Brettspiel nicht gesehen wird. Es bietet zu wenig 'Action', scheint einfach viel langweiliger als die ständig aufregende digitale Welt zu sein. Da ist die Aufmerksamkeit dann schnell woanders.

» Pumpkin » Beiträge: 20 » Talkpoints: 7,39 »


Ich spiele gern Gesellschaftsspiele. Es müssen nicht unbedingt Brettspiele sein, es gibt auch tolle Karten- oder Rollenspiele. Wir treffen uns im Freundes- und Kollegenkreis ab und zu mal zu Spieleabenden und spielen dann zum Beispiel Wizard, Munchkin oder Nobody is perfect.

Meine Patienten spielen gern Tabu, Activity und Die Werwölfe von Düsterwald. Manchmal ist spielen auch ein toller Zeitvertreib im Café an verregneten Tagen und auch Leute, die sich noch nicht gut kennen, finden einen leichten Zugang zueinander. Gerade letzten Sonntag hat mich mein Vater besucht und ich habe mit ihm und einem Freund (die beiden kannten sich noch nicht) Kakerlakenpoker gespielt.

Es wurde ein sehr lustiger Nachmittag und die beiden sind schnell miteinander warm geworden, ohne unangenehm zähe Gespräche führen zu müssen. Ein Abend mit Wii oder Playstation und netten Freunden kann auch schön sein, aber für mich können Smartphones, Konsolen & Co. die Gesellschaftsspiele nicht ersetzen.

» *Malin* » Beiträge: 141 » Talkpoints: 7,82 » Auszeichnung für 100 Beiträge



Ich mag Gesellschaftsspiele schon noch sehr gerne, wobei ich aber auch gerne Spiele auf der Konsole spiele. Ich mag beides gerne und daher kommt es schon immer darauf an, worauf ich gerade Lust habe. Auf einen Spieleabend mit Freunden und verschiedenen Gesellschaftsspielen bin ich aber eigentlich immer zu haben, da ich das eigentlich auch immer sehr witzig finde.

Es gibt ja wirklich viele verschiedene, schöne Gesellschaftsspiele. Ich mag dabei sowohl die Klassiker, als auch neue Spiele, die erst vor kurzem herausgekommen sind. So ein Spieleabend kann dabei wirklich schön und lustig sein und je mehr Leute dabei sind, desto witziger wird es dabei auch. Von daher kann ich mich schon dafür begeistern.

Ich muss aber offen gestehen, dass ich auch gar nicht mehr so oft irgendwelche Brettspiele spiele, auch wenn es mir Spaß macht. Zu zweit macht es nicht so viel Spaß und mit Freunden einen Termin zu finden, ist auch nicht immer so leicht. Wenn so etwas gemacht wird, dann finde ich das jedoch immer toll und freue mich.

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» Prinzessin_90 » Beiträge: 34336 » Talkpoints: 0,15 » Auszeichnung für 34000 Beiträge



Ich liebe Brettspiele aller Art. Wenn man erst einmal ein paar Brettspielnerds als Freunde hat und dadurch mitbekommt, was es so alles gibt, kann das echt süchtig machen. Mittlerweile spiele ich mehrmals in der Woche. Bei Brettspiele denkt man oft an Spiele wie "Die Siedler" oder "Monopoly", dabei sind das alte Kamellen und kommen bei uns gar nicht mehr auf den Tisch. Die Brettspielszene hat jede Menge neuer Spiele zu bieten und sich immens weiterentwickelt. Spielprinzipe wie "Risiko Evolution" oder "Pandemie Legacy" lassen einen Film,- und Fernseher echt vergessen.

Ich mag es zusammen zu sitzen, immer wieder neue Strategien auszuprobieren und dabei meinem Gegner direkt in die Augen zu schauen. Am liebsten mag ich Spiele, bei denen jede Fraktion unterschiedliche Eigenschaften hat. Solch Spiele haben einen hohen Wiederspielwert und man muss strategisch immer wieder anders agieren, um zu gewinnen. Für jene, welche nicht gerne verlieren, gibt es mittlerweile unzählbar viele grandiose Coop-Spiele. Damit es nicht zu stark ins Geld geht, sprechen wir uns öfter ab, wer welches Spiel kauft.

» M. Mizere » Beiträge: 342 » Talkpoints: 172,88 » Auszeichnung für 100 Beiträge


Brettspiele sind was Tolles und kommen auch niemals aus der Mode. Ich erinnere mich dann gerne an meine Kindheit zurück, wo es noch nicht soviel mehr gab als diese Offlinespiele, wie man heute dazu sehr oft sagt. Diesen Spaß und Affinität zu solchen Spielen sollte man sich für den Rest des Lebens behalten und auch vielleicht den eigenen Kindern, wenn man welche hat, weitergeben damit sie das dann wiederum ihren Kindern weitergeben können. Brettspiele und Spiele allgemein, die man zusammen spielt, kann man nie genug da haben.

» Nebula » Beiträge: 3017 » Talkpoints: 0,98 » Auszeichnung für 3000 Beiträge


Ich wiederum konnte mich noch nie für Brettspiele begeistern, und ich stamme noch aus einer Zeit vor dem Smartphone, als Computerspiele erst allmählich auf dem Vormarsch waren. Das liegt bei uns in der Familie - schon vom Opa selig ist überliefert, dass das Spielbrett für "Mühle" an allen vier Ecken angesengt war, weil er regelmäßig gedroht hat, das Mistding in den Ofen zu stecken.

Schon in meiner Kindheit gab es also keine gemütlichen Spieleabende auf dem Wohnzimmerteppich, und auch später im Freundeskreis habe ich mich zwar hin und wieder breitschlagen lassen, aber ehrlich gesagt außer Scrabble (großer Wortschatz meinerseits) jedes Spiel gehasst.

Entweder habe ich die Regeln nicht gekannt oder nicht verstanden und hatte so was von keinen Bock darauf, mir gefühlt stundenlang erklären zu lassen: "Wenn du eine gelbe Karte ziehst, darfst du zwei Getreidemarken anlegen, und wenn du drei Holzstapel beisammen hast, kannst du eine Brücke bauen. Aber Vorsicht, wenn dein Gegner schneller von da nach dort kommt, musst du dieses und jenes machen, weil du sonst das und das nicht machen kannst!" Und mir war das alles so egal.

Gewonnen habe ich mit der Einstellung natürlich auch nie, "nur zuschauen" ging nicht, um kein "Spielverderber" zu sein, und sich nett über alles Mögliche zu unterhalten war auch über Stunden absolut ausgeschlossen, weil man wie besessen um imaginäre Holzstapel oder Handelsrouten feilschen musste oder darüber debattieren, wer schneller "Uno Uno" gesagt hat.

Ich bin von so manchem Spieleabend heimgewankt und war völlig überfressen von den Snacks, wusste immer noch nicht, was sich im Leben meiner Freunde gerade abspielt und über die Frage, wer zweimal würfeln darf, wäre es beinahe zu Handgreiflichkeiten gekommen.

» Gerbera » Beiträge: 10571 » Talkpoints: 4,12 » Auszeichnung für 10000 Beiträge



Es gibt ja die unterschiedlichsten Brettspiele. Ich spiele zum Beispiel gerne Schach, habe aber leider außer meinen Kindern, die ich eher selten sehe, keine Gegner. Außerdem spiele ich gerne Scrabble. Spiele wie Siedler oder andere Spiele, wo man irgendwelche unternehmerischen Planungen durchführen muss, mag ich gar nicht.

Irgendwann hat mir meine Schwägerin ein angeblich tolles Spiel geschenkt, ein Spiel des Jahres, das wir auch gleich ausprobieren mussten. Das war einfach nur nervig, weil man viel zu viel im Auge behalten musste und sich nebenher nicht unterhalten konnte. Auch konnte man nicht interagieren, wie es etwa bei Monopoly der Fall ist. Irgendwie musste man irgendwas sammeln oder aufbauen und irgendwelche Wege anlegen, ohne wirklichen Einblick in den Stand der Mitspieler zu haben. Ich habe das Spiel dann irgendwann zum Verschenken in unseren Müllraum gelegt.

Mit meinen Kindern habe ich immer sehr gerne gespielt, aber vorzugsweise Kartenspiele wie Skat, Schafkopfen oder Pokern mit Karten oder Würfeln. Ich wollte immer schon mal eine Doppelkopfrunde ins Leben rufen, so wie ich sie früher zu meiner Studentenzeit mal hatte, habe mich aber noch nicht dazu aufraffen können.

Ich mag Spiele, die einerseits anspruchsvoll sind, bei denen man sich aber trotzdem noch unterhalten kann. Ich mag auch gerne Sprachspiele, wie zum Beispiel Scrabble oder Dixit. Grundsätzlich kann ich mich schon noch für Brettspiele in Gesellschaft begeistern, aber am liebsten spiele ich die alt bewährten. Ich beschäftige mich allerdings wenig damit und kenne neuere Spiele gar nicht. Gerne spiele ich auch um Geld, etwa beim Skat.

» blümchen » Beiträge: 4517 » Talkpoints: 75,18 » Auszeichnung für 4000 Beiträge


Eigentlich mag ich Brettspiele ganz gern, aber die Regeln sollten nicht zu umfangreich sein oder auf einer komplizierten Geschichte basieren, die man erst in den beigelegten Handbüchern studieren muss, bevor man spielen kann. Spiele wie Scrabble oder Monopoly habe ich immer gern gespielt, auch wenn ich beispielsweise bei Monopoly immer verloren habe. Auch Spiele wie Activity gefallen mir gut, weil sie Kreativität erfordern und weil ich das Spiel zum Teil unglaublich lustig finde.

Computer- und Konsolenspiele haben mich hingegen nie interessiert, und ich habe sie so gut wie noch nie gespielt. Ich muss sowieso von Berufs wegen ständig am Rechner sitzen und habe deswegen keine Motivation, auch noch in meiner Freizeit mehr als nötig vor einem Bildschirm Zeit zu verbringen.

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» lascar » Beiträge: 3778 » Talkpoints: 688,38 » Auszeichnung für 3000 Beiträge


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