Hat Großbritannien ein Islamistenproblem?

vom 15.08.2018, 23:59 Uhr

Großbritannien wurde immer wieder von islamistischen Anschlägen erschüttert. 2005 gab es einen Anschlag mit 56 Toten und 700 Verletzten. 2017 gab es auf einem Konzert 22 Tote und viele Verletzte. Daneben gab es noch viele kleinere Anschläge ohne Todesfälle. Gerade erst vor einigen Tagen raste ein aus dem Sudan kommender Muslim in mehrere Passanten, bevor die Polizei ihn stoppen konnte. Auch er kam wie andere Attentäter aus Birmingham, wo er nach seiner Einreise untergekommen war. Habt ihr auch den Eindruck, dass Großbritannien inzwischen ein echtes Islamistenproblem hat? Woran könnte dies liegen? Reagieren die Briten zu lasch auf dieses Problem?

» Juri1877 » Beiträge: 5336 » Talkpoints: 28,13 » Auszeichnung für 5000 Beiträge



Ich denke, dass das was mit selektiver Wahrnehmung zu tun hat. Wenn man sich nur auf die islamistischen Taten in einem bestimmten Land konzentriert und alles andere ausblendet, dann ist es klar, dass der Sicht auf die Dinge ein wenig verzerrt ist.

Es kann genauso gut sein, dass viel häufiger gestohlen wird als woanders und die islamistischen Taten daher überschattet werden. Aber dass Großbritannien eher ein Problem mit Dieben haben könnte statt mit Islamisten wird ausgeblendet. Genauso könnte man das auch auf Verkehrsunfälle, Trunkenheit am Steuer, Vergewaltigungen etc. beziehen.

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» Täubchen » Beiträge: 26752 » Talkpoints: 2,33 » Auszeichnung für 26000 Beiträge


Es liegt wohl im Auge des Betrachters, wie man hier das „Problem“ definieren mag. Sicherlich gibt es in gewissen Gebieten in Großbritannien ebenso wie in Belgien, Frankreich und auch Deutschland eine überproportional große Dichte auf einen Haufen an Muslimen. Das haben wir in Duisburg, in Berlin, in Bremen, Essen, Molenbeeck, Birmingham usw. Es gibt auch in den Niederlanden ähnliche Berichte und in Dänemark. Das ist nicht abzustreiten.

Ich finde es auch immer schwierig, dann sofort von einem Problem zu sprechen. Denn jetzt kommt dann wieder die Allheilausrede für die Radikalisierung. Sie sind perspektivlos, teilweise arbeitslos, einige sprechen die Landessprache nicht und weil man ja nur untereinander wohnt, hat man weniger soziale Kontakte zu den anderen. Das ist mir persönlich zu einfach, wenn die Leute und liebenden Statistiker ständig beides in einem Topf miteinander durchwürfeln.

Wir haben genug Leute, die Hartz IV kriegen. Davon ist auch nicht jeder kriminell, radikalisiert sich und das auch genug unter Muslime! Niemand zwingt einen dazu, dann auf einmal vom „Koran“ direkt auf die Sharia los zu gehen und jeden zu verfluchen und am liebsten töten wollen oder gar zu Anschlägen neigen. Das ist mir zu einfach und ich finde die Ausrede auf Dauer auch einfach zu billig.

Aber ja, die Briten haben teilweise ein Problem über Generationen hinweg, die dort leben. Sie radikalisieren sich, lehnen auf einmal die Systeme und Werte ab, flippen da teilweise regelrecht aus. Haben wir aber auch hier genug, in Belgien & Co. Nur, dass in England viel passiert ist und bei uns teilweise noch einiges herausgefunden wurde und rechtzeitig verhindert werden konnte.

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» Kätzchen14 » Beiträge: 4024 » Talkpoints: 5,91 » Auszeichnung für 4000 Beiträge



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