Amerikanische Studien nicht ernst nehmen können?
Im Radio habe ich von einer amerikanischen Studie gehört, die angeblich herausgefunden haben soll, dass Mücken sich genauso gut verscheuchen lassen und dies ebenso gut funktioniert wie ein Abwehrspray. Nun meinte die Radiomoderatorin lachend, dass sie die amerikanischen Studien immer interessant finden würde und sie zog diese etwa ins Lächerliche und meinte, dass sie die Studie nicht ernst nehmen könnte.
Ich muss auch sagen, dass ich nicht die Erfahrung gemacht habe, dass sich Mücken wirklich einfach so verscheuchen lassen und sich dies merken und sich dann ein anderes Opfer suchen. Von daher weiß ich auch nicht, ob amerikanische Studien wirklich so ernst zu nehmen sind.
Was haltet ihr von amerikanischen Studien? Meint ihr, dass man diese eher nicht so ernst nehmen sollte? Ist es verständlich, dass man da eine gewisse Skepsis hat? Oder meint ihr, dass diese Studien genauso gut oder schlecht wie die aus anderen Ländern sind?
Was soll die Qualität einer Studie zwingend mit dem Herkunftsland zu tun haben? Und was spricht gegen die Ergebnisse der genannten Studie, die bei einer bestimmten Mückenart unter Laborbedingungen ermittelt worden sind. Wenn man Mücken den Geruch eines bestimmten Menschen in Verbindung mit schlagähnlichen Vibrationen vorsetzt, entscheiden sich die Mücken am nächsten Tag in einer Y-Röhre, die den Geruch vom Vortag und einen neuen Menschen anbietet, für das unbekannte Opfer.
Das ist ein netter Gewinn an Erkenntnis, nur nützt es im Alltag wenig. Schließlich begegnet man selten immer wieder der gleichen Mücke. Nur weil es nicht hilft, ist die Studie nicht gleich falsch. Es gibt unzählige Studien, die nie praktischen Nutzen bringen.
Mir erschließt sich auch nicht so wirklich, was das mit dem Herkunftsland der Studie selbst oder den Wissenschaftlern zu tun haben soll. Meiner Ansicht nach hängt das in erster Linie von der Methodik ab, dass man so manche Studie nicht wirklich ernst nehmen kann. Ich kenne aber auch deutsche Studien, wo die Methodik eher zweifelhaft und die ganze Studie damit für die Tonne ist.
Die Radiomoderatorin scheint mir nicht gerade die hellste Kerze auf der Torte zu sein. Wenn sie sich näher mit Studien im Allgemeinen beschäftigt hätte und auch mit der Methodik und dergleichen, dann hätte sie keinen Grund hier gegen die USA zu stänkern. Ich finde ihr Verhalten ziemlich dumm und unprofessionell zumal ganz offensichtlich Verbraucher wie du diese Kommentare anhören und unreflektiert als eigene Meinung übernehmen.
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