Fast 20 Jahre ist es her als der schleswig-holsteinische Ministerpräsident Uwe Barschel 1987 Tod in einer Badewanne des Genfer Hotels "Beau Rivage" aufgefunden wurde – angeblich starb er an einer Medikamentenüberdosis, doch richtig nachweisen und schlüssig war die ganze Sache nie. Jetzt meint man neue Indizien für die Mordthese gefunden zu haben, denn Barschel soll seinerzeit tief in Waffengeschäfte verstrickt gewesen sein.
So sei Barschel laut Meinung der „Stern“ Autoren Rudolf Lambrecht und Leo Müller, die sich schon lange mit dem Fall auseinandersetzen, für einige Hintermänner der „Waffenbranche“ zu einem Sicherheitsrisiko geworden. Barschel soll selbst tief in Waffengeschäfte verstrickt gewesen sein, indem er z. B. den Bau und die Auslieferung in das damals noch von Apartheid geprägte Südafrika von U Booten der Kieler Werft HDW befürwortete, angeblich um diese vor einem drohenden Konkurs zu retten – jedoch wurden diese U Boote nie gebaut, da der Deal nicht beschlossen werden konnte.
Nun werden sich einige fragen: Naja, dass ist ja noch kein Grund für einen Mord, Deals platzen eben auch mal - jedoch soll Barschel im Vorfeld umfangreiche Schmiergelder von deutscher und südafrikanischer Seite erhalten haben, die auf Konten der CDU flossen. Diese nutzte er später in seinen Wahlkämpfen und soll sich im Gegenzug persönlich dafür verbürgt haben, dass das Geschäft sicher über die Bühne geht.
Tja, was war ist und was Legende wird bei diesem Fall meiner Meinung nach nie völlig geklärt werden, da es immer irgendwelche ominösen Hintermänner gibt und man korrupte und von Lobbyisten gesteuerte Politiker seit der „Bimbes“ Affäre um die CDU Schwarzgeldkonten ja schon fast gewohnt ist.
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