vom 12.11.2008
Talkteria: Schulische Leistungen und Berufsausbildung überbewertet?
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Schulische Leistungen und Berufsausbildung überbewertet?

Forum: Alltägliches

    
Da ich jetzt bald mit der Schule fertig bin und meine Ausbildung antrete habe ich mir mal ein wenig Gedanken über das Thema gemacht. Die Lehrer sagen ja immer , ein gutes Zeugnis sei der "Schlüssel" zu einem gutem Leben. Aber ich finde das ist nicht wirklich wahr. Mein Bruder zum Beispiel hat einen Notendurchschnitt von 2,7 in seinem Abschlusszeugnis (Realschule). Danach hat er eine Ausbildung zum Fachinformatiker gemacht.

Jetzt jedoch, 2 Jahre später, hat er immer noch keine Stelle und ist arbeitslos. Nun was soll ein Jugendlicher nun davon halten? Es sieht wirklich so aus als wenn ein guter Schulabschluss und eine Berufsausbildung heutzutage nichts mehr bringen würden. Da könnte man doch genausogut die Schule hinschmeissen, keine Berufsausbildung machen und sich so einen Job suchen?

Mir ist schon klar das die Chancen auf eine Arbeitsstelle mit einem ordentlichem Zeugnis und einer Berufsausbildung deutlich höher sind , jedoch gibt es immer mehr solche Leute wie meinen Bruder. Diejenigen die die Schule gut abgeschlossen haben , eine Berufsausbildung haben , jedoch keine Arbeitsstelle.

Was haltet ihr davon? Werden schulische Leistungen überbewertet? Wird die Berufsausbildung überbewertet?
  
:: KillaMarci :: Beiträge 14:: 4.16 Talkpoints
 
 
 
Also ich selbst hab Mittlere Reife und bald die Ausbildung zum Kaufmann für Versicherungen und Finanzen abgeschlossen. Die Realschulnoten werden eindeutig überbewertet. Erstens, weil ich ohne lernen im schriftlichen eig. überall meine 2,X (schlechteste eine 3,5)machen und konnte und im Mündlichen gesamt alles mit 1,2 -2,2 machen. Somit hatte ich am Ende einen Schnitt von (glaub ich) 2,5. Viele meiner Mitazubis haben Abi mit einem deutlich besseren Schnitt!

Worauf es ankommt, ist, wie du dich im Einstellungstest und im persönlichen Gespräch gibst. Eine Ausbildung ist jedoch vielleicht auch ein wenig überbewertet, also als schwerer dargestellt, als sie ist. Aber es wird nun mal in sehr vielen Berufen vorausgesetzt.
  
:: Schlag :: Beiträge 64:: 27.40 Talkpoints
 
 
 
"Gut" ist ja relativ und ich möchte deinen Bruder auch keineswegs schlecht machen, aber 2,7 nach der Realschule ist "befriedigend" und nicht "gut", wenn man es in Noten ausdrückt. Auch ist "seinen Abschluss gut machen" etwas anderes als "einen guten Abschluss machen", denn es gibt bessere Abschlüsse als den Realschulabschluss (Fachhochschulreife oder allgemeine Hochschulreife, "erweiterter Realschulabschluss").

Wie gesagt ich möchte deinen Bruder nicht diskreditieren oder sonst was, ich kenne ihn ja nicht mal. Aber du behauptest hier, dass er sich an die dauerhafte Predigt von vermutlich allen Lehrern gehalten habe, in dem er einen guten Abschluss und anschließend eine Ausbildung gemacht hat und beklagst, dass er nun trotzdem auf der Straße sitzt.

Natürlich gibt es "Einzelschicksale", jemand kann trotz blendender Abschlüsse aus den verschiedensten Gründen auf der Straße sitzen, selbst verschuldet oder auch nicht selbst verschuldet. Aber Ausnahmefälle gibt es immer und wie man so schön sagt "bestätigen Ausnahmen die Regel", denn wenn die Regel keine Regel wäre wären die Ausnahmen auch keine Ausnahmen. Die Behauptung, dass der Schulabschluss bzw. die Berufsausbildung (von Lehrern/sonstigen Erwachsenen) überbewertet werden ist damit schlichtweg nicht unterstützt.

Man kann sagen, dass der gute Abschluss alleine nicht alles ist. Es gibt mehr, auf das es ankommt. Aber der Abschluss und die Ausbildung sind definitiv Faktoren, die zur gesamten Arbeitssuche sehr viel beitragen.
  
Taline :: Taline :: Beiträge 3653:: 157.91 Talkpoints :: Auszeichnung für 3000 Beiträge Zum Antworten mit Zitat bitte einloggen
 
 
 
Hallo zusammen,

also ich finde, es kommt immer darauf an welchen Weg man beruflich einschlagen will. Ich selbst habe es anfangs auch im kaufmännischen Bereich versucht & bin daran gescheitert, da mir einfach viele Informatik-Kenntnisse gefehlt haben & ich auch nie vorher Buchführung hatte.

Ich wage jetzt einfach mal zu behaupten, dass in den ganzen Handwerklichen Berufen/Jobs etc. auf die Schulischen Leistungen kein grosser Wert gelegt wird. Die Vorgesetzten wollen einfach sehen, dass man nicht 2 linke Hände hat, seine Arbeit macht etc.

War jahrelang in der Produktion tätig & wir hatten dort auch jedes Jahr einige Schüler&Studenten, die sich in den Ferien ihr Taschengeld aufgebessert haben. Muss auch ganz ehrlich sagen, dass die meisten da echt Fehl am Platze waren, da sie die einfachsten Handgriffe nicht beherrschten. Natürlich gab es auch 1-2 Ausnahmen, die jedes Jahr wieder kamen & ihre Arbeit super gemacht haben, aber die konnte man wirklich an einer Hand abzählen. Damit möchte ich natürlich nicht sagen, dass auf schulische Leistungen absolut kein Wert gelegt wird. Es kommt eben immer darauf an welchen Weg man gehen möchte.
  
:: Binka :: Beiträge 542:: -0.95 Talkpoints Zum Antworten mit Zitat bitte einloggen
 
 
 
Taline, du sprichst mir total aus der Seele und hast auch in dem was du sagst absolut Recht. 2,7 empfinde ich auch als wirklich nicht gut, noch dazu wenn es sich um einen Realschulabschluss handelt. Und natürlich ist ein guter Schilabschluss keine Garantie für ein gutes Berufsleben aber eben ein guter Einstieg. Denn wenn man einen sehr guten Abschluss hat, hat man erstens wesentlich größere Chancen, einen Ausbildungsplatz zu bekommen (ich würde auch keinen einstellen, der einen schlechten Abschluss hat, weil man den entweder für faul oder für dumm hält, beides keine guten Voraussetzungen fürs Berufsleben) und zweitens hat man eben sicherlich in der Schulzeit auch mehr gelernt und somit ein umfangreicheres Wissen, wenn der Abschluss sehr gut ist, als wenn er schlecht ist.

Aber abgesehen davon kommt es eben nicht ausschließlich auf die Noten und den Abschluss an, sondern immer auch auf das persönliche Engagemet , den Willen, etwas zu schaffen und das Auftreten vor dem potentiellen Arbeitgeber. Leider haben viele Jugendliche heutzutage eben diese resignierte Null-Bock-Einstellung, die auch der Threadersteller zeigt und damit wird es eben wirklich schwer, etwas zu schaffen. Am Ende ist nun mal jeder seines eigenen Glückes Schmied und klar kannst du dich ohne Abschluss mit Gelegenheitsjobs über Wasser halten aber will man sowas bis zur Rente machen? Befriedigt es einen? Ich denke nicht und schon allein deshalb sollte man irgendwann so reif sein und etwas für sich und seine Zukunft tun.
  
Grooovegirl :: Grooovegirl :: Beiträge 3440:: 21.45 Talkpoints :: Auszeichnung für 3000 Beiträge Zum Antworten mit Zitat bitte einloggen
 
 
 
Hallöchen,

Tja, wie das eben so ist wird auch der Arbeitsmarkt von Angebot und Nachfrage bestimmt, warum sollte das hier auch anders sein? Und als Arbeitgeber wird man immer jemanden nehmen, der bessere Fähigkeiten hat und intelligenter ist und sich so vom Rest abhebt. Wenn man schon die Wahl hat, wird man sich natürlich immer für das bessere entscheiden. Hat man die Wahl wiederum nicht, weil die Nachfrage nicht da ist, wird man wohl das nehmen, was da ist.

Und nunja, man lernt nicht für irgendwen, sondern fürs eigene Leben und 2,7 Realschule ist einfach nicht gut, dass muss man so sagen. Zum mindest nicht, wenn es Leute gibt, die Abitur haben und die gleiche Ausbildung machen. Der Arbeitgeber schaut hier zum Beispiel und sieht, dass der Abiturient länger in der Schule war, ist das Abi besser nimmt man an, er ist intelligenter, was in der Regel auch so ist, denn nicht jeder kann auf das Gymasium oder schafft sein Abitur. Und nun nenne mir einen Grund, warum ein Arbeitgeber deinen Bruder und nicht den Abiturient mit 2,0 nehmen sollte?

Tut mir leid, aber solche Defizite in der schulischen Laufbahn kann man nur ausgleichen, indem man viele Praktika macht und somit Praxis nachweisen kann, dass macht einen wieder interessanter. Aber da muss man sich schon kümmern und nicht warten, bis jemand auf einen zu kommt, denn das passiert in der Situation sicher nicht.

Liebe Grüße
winny
  
winny2311 :: winny2311 :: Beiträge 11549:: -74.36 Talkpoints Zum Antworten mit Zitat bitte einloggen
 
 
 
Erstmal wieder zu mir selbst, bevor ich über andere urteile. Ich habe einen Realschulabschluss mit dem Durchschnitt 3,0 ich weis, dass das nicht das Beste ist was man erreichen kann, aber es lag wohl größten Teils an meiner Faulheit in der Schule, dass ich keinen besseren Abschluss besitze, denn mit dem Unterrichtsstoff hatte ich nie Probleme und auch Arbeiten waren bei mir nie schlecht. Aber bei Hausaufgaben etc. fingen die Probleme an, ich hatte nie Lust mich nach der Schule hin zu setzen und noch etwas zu machen, denn Menschen im Berufsleben mussten ja nach Feierabend auch nichts mehr tun, um in ihrem Beruf besser bezahlt zu werden. Noch dazu kamen auch die Unterrichtsfächer auf die ich keine Lust hatte, die Naturwissenschaften zum Beispiel, die haben meinen Schnitt sehr stark gesenkt. Aber ich habe dennoch eine Ausbildung zum Verfahrensmechaniker für Kunststoff- und Kautschuktechnik begonnen.

Und jetzt zu deinem Bruder KillaMarci, er hat Glück das er eine so gute Ausbildung trotz seines, für heutigen Standart, nicht perfektem Zeugnis. Ich finde man muss sich erst in einem Bewerbungsgespräch ein Bild von dem Menschen machen, mit dem man Arbeiten muss. Noten sagen nichts über jemanden aus, auch die sogenannten Kopfnoten nicht. Meiner Meinung wird ein gutes Zeugnis vollkommen überbewertet.

Ganz anders hingegen sieht es mit einer Ausbildung aus. Du kannst dich ohne Berufsausbildung nicht einfach so drauf los bewerben, denn du bist für viele Berufe gar nicht Qualifiziert bist. Eine gute Berufsausbildung ist das A und O im späteren Leben!
  
:: NazC4 :: Beiträge 23:: 11.92 Talkpoints Zum Antworten mit Zitat bitte einloggen
 
 
 
NazC4 hat folgendes geschrieben:
denn Menschen im Berufsleben mussten ja nach Feierabend auch nichts mehr tun, um in ihrem Beruf besser bezahlt zu werden.

Du lebst offenbar in einer Traumwelt was das angeht - natürlich müssen die meisten nach Feierabend noch etwas für ihren Beruf machen, wenn ihr Ziel ist, mal in den 40 - 50 Jahren die man arbeiten gehen darf bzw. muss mal aufzusteigen und heute sogar: Um den Job zu behalten (Stichwort: Initiative zeigen). Und das geht nur über Qualifikationen die man sich nach Feierabend erwirbt oder indem man immer schön Überstunden abbuckelt und so dem Chef Leistungsbereitschaft zeigt. Mit "Arbeit streng nach Vorschrift" macht man sich in der Privatwirtschaft keine Freunde und bewegt sich immer nahe an der Kündigungsliste - und auch im öffentlichen Dienst & Co kann man so niemals damit rechnen, mal über den Tellerrand hinaussehen zu können.

Das Noten nichts aussagen und das Zeugnis überbewertet wird ist auch Nonsense - es ist in erster Linie ein Spiegel der Leistungen und auch teilweise der eigenen Person. Das Noten daher nichts zu sagen haben stimmt nur bis zu einem bestimmten Grad, sorry. Ist für mich irgendwie die Standardausrede von allen, die mit schlechten Noten zu kämpfen haben und sich das ganze schön reden wollen (Daher hört man das auch nur von denen - komischer Zufall, oder?).

Wenn einer schlechte Noten hat, gibt es dafür zwei Möglichkeiten bzw. mögliche Rückschlüsse:
- zu dumm oder
- zu faul

Beides keine Eigenschaften, auf die ein Arbeitgeber Wert legt und gerade heute ist die Risikofreudigkeit vieler Arbeitgeber in einen Azubi zu investieren, der vielleicht besser als seine Noten sein kann und in der Ausbildung Reue zeigt sehr gering.

Und nochmal zum Ausgangsbeitrag:

KillaMarci hat folgendes geschrieben:
Jetzt jedoch, 2 Jahre später, hat er immer noch keine Stelle und ist arbeitslos.

Eine Ausbildung die nur 2 Jahre dauert? Nur als Vermutung von mir: Klingt sehr nach schulischer Ausbildung und nicht betrieblicher - und die ist gegenüber der betrieblichen sowieso weniger Wert, da man hier nur Theoriewissen erworben hat. Dazu kommt, dass hier wohl auch noch der Notendurchschnitt eine Rolle spielt - eine Ausbildung allein reicht nicht, wenn man die Prüfung schlecht abgeschlossen (unter 2,0 - 2,4) hat. Aber bevor ich hier rumspekuliere kannst Du ja die Infos noch nachliefern.

KillaMarci hat folgendes geschrieben:
Es sieht wirklich so aus als wenn ein guter Schulabschluss und eine Berufsausbildung heutzutage nichts mehr bringen würden. Da könnte man doch genausogut die Schule hinschmeissen, keine Berufsausbildung machen und sich so einen Job suchen?

Ist irgendwie ein typisch kurzfristig gedachtes Argument - Finde mal ohne Abschluss einen Job der gut bezahlt ist. Und versuche mal ohne Abschluss in diesem oder irgendeinem anderen Job aufzusteigen. Ergebnis: Du wirst noch mit 67 bei einem 800 - 1000 Euro netto Job (wenn überhaupt) rumkrebsen bei dem Du dann vielleicht angefangen hast ohne wirklich etwas erreicht zu haben.

Oder anders: Den Gedanken hatte ich mit 16 auch mal, als ich lieber eine Ausbildung machen wollte (also noch mit Abschluss statt wie dein Plan ohne Abschluss), weil ich dann aus meiner Sicht von damals viel Geld verdiene. Freunde von mir die diesen Weg eingeschlagen haben, machen jetzt nach 9 Jahren ackern (davon 3 Jahre Ausbildung) knapp 2.200 brutto im Monat und bekommen jedes Jahr Kleckerlesbeträge dazu als Lohnerhöhung und haben im Grunde einen an der derzeitigen Situation gemessenen sinkenden Reallohn (seit Jahren). Ich hab mein Studium in ein paar Monaten zu Ende und jetzt schon eine feste Zusage wo ich als Berufseinsteiger (also mehr oder weniger Azubi) mindestens das 1,5fache davon bekomme (Probezeit) und danach das 5,7fache + Boni mit nach oben offenen Grenzen während ein Freund von mir darauf hoffen kann, in 3 - 4 Jahren Vorarbeiter in einem kleinen Betrieb zu werden, 200 Euro mehr dafür zu bekommen und dort dann das Ende der Karriereleiter erreicht zu haben.

Und hier spreche ich von einem ausgebildeten Fachmann mit langjähriger Erfahrung, der keinen echten Sprung mehr nach oben erwarten kann außer sehr kleine - und Du meinst dass es ohne diese Basis noch leichter wäre? Kleiner Tipp: Als Fachmann mit fester Position im Betrieb hast Du noch gute Chancen, als letzter gehen zu dürfen, als Hilfsarbeiter (also ohne Ausbildung) bist Du einer unter vielen, austauschbar und unwichtig!

Hätte ich mich damals unter den Gesichtspunkten für einen der beiden Wege entscheiden müssen, wäre klar welchen ich gewählt hätte - nur die Erkenntnis & Erfahrung fehlt einem dann doch in jungen Jahren, wenn man meint, dass alles schon von alleine kommt.

Achso, um hier nicht zu einseitig zu bleiben: Ich hab auch einen guten Freund der sein Abi grad so geschafft hat, das Studium geschmissen und sich heute pro Monat einen neuen Porsche nebenbei kaufen kann. Nur war der seit knapp 15 Jahren immer fest auf sein Ziel fixiert, hat nie Urlaub gemacht, Beziehungen gab`s auch fast keine und war selten mal unter 12 Stunden pro Tag (jeden Tag!) in der Zeit am arbeiten (weswegen er auch so mies in der Schule war, weil er nebenher nur seine Firma aufgebaut hat). Der hat es auch ohne Abschluss geschafft, nur ganz ehrlich: Das ist ein Weg, den ich den wenigsten die immer "Noten sind egal" - Freunden zutraue .

KillaMarci hat folgendes geschrieben:
Diejenigen die die Schule gut abgeschlossen haben , eine Berufsausbildung haben , jedoch keine Arbeitsstelle.

Sehe das wie andere: mit 2,7 Realschule ist nicht "gut abgeschlossen", sondern befriedigend bzw. Durchschnitt. Und wenn man nicht aus der Masse heraussticht wird man es immer schwerer als die haben die es tun.
  
Subbotnik :: Subbotnik :: Beiträge 9414:: 200.32 Talkpoints :: Auszeichnung für 5000 Beiträge Zum Antworten mit Zitat bitte einloggen
 
 
 
Hallo Threaderöffnerin,

Ich möchte deinen Bruder nicht kleinreden, aber eine 2,7 in der Realschule ist heute absolut nicht mehr, was man unter einem "guten Abschluss" versteht! Selbst mit einem Abitur mit 2,0 gilt man unter Arbeitgebern kaum mehr als gut, da muss es schon eine eins sein! Man merkt es zum Beispiel daran, dass man ein Journalistik-Studium oft mit einem Notenschnitt schlechter als 1,4 kaum mehr bekommt. Selbst "nur" (Entschuldigung!) Journalismus. Wie sieht es da erst bei den "begehrten" Studiengängen aus, Jura, Medizin?

Natürlich ist ein gutes Zeugnis, ein guter Abschluss, sogar ein gutes abgeschlossenes Studium, keine GARANTIE für einen guten Job und ein erfolgreiches weiteres Leben. Einen Arbeitsplatz zu bekommen, ist in manchen Gegenden besonders schwer. Da wird die Schraube immer weiter angezogen. Da reicht dann kein 1er-Studium mehr, da muss es dann in dem Alter schon ein 1er-Studium plus 10 Jahren Berufserfahrung sein! Ich weiß, ich drücke das vielleicht ein wenig überspitzt aus, aber es ist wirklich so, dass die Erwartungen einiger Arbeitgeber langsam ein unrealistischen Maß angenommen haben. Nach dem Motto: Eingestellt werden bevorzugt 20-Jährige mit abgeschlossenem Studium und 15 Jahren Berufserfahrung im Beruf, für den sie sich jetzt bewerben. Das kann kaum einer erfüllen. Aber die Qualifikation der meisten Leute wird trotzdem, im Allgemeinen, durchschnittlich immer besser. Man muss immer mehr tun, um herauszustechen, sich positiv heraus zu heben. Diese Leute bekommen die große Chance. Der Rest muss kämpfen und hat es immer schwerer.

Wawa666
  
Wawa666 :: Wawa666 :: Beiträge 4528:: 530.21 Talkpoints :: Auszeichnung für 4000 Beiträge Zum Antworten mit Zitat bitte einloggen
 
 
 
   
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