Raumfahrt allgemein, also auch alles um die ISS find ich sehr interessant, nur muss man sich ab und zu echt mal die Frage stellen ob sich das überhaupt lohnt, denn nach Schätzungen der ESA wird das Projekt ISS so ca. 100 Milliarden Euro kosten und das ist echt viel.
Außerdem steht ja auch noch in den Sternen ob die Raumstation jemals halbwegs fertiggestellt wird. Manche Module weden ja auch mit Sicherheit nicht installiert und wurden schon gecancelt. Auch das in Deutschland hergestellte Modul ist ja so ein Problemfall, da es so beschaffen ist, dass es nur mit dem Space Shuttle hochgeschossen werden kann. Es soll glaub ich diesen Winter ins All transportiert werden, aber da man bei den Shuttle Missionen ja nie 100% weiß ob sie auch stattfinden, kann das noch dauern oder auch nie geschehen. In den nächsten Jahren wird das Shuttle Programm ja auch eingestellt.
Ich zweifle daran dass die Station sich als Erfolg herausstellt, denn wirklich lohnen tut sich das meiner Meinung nach nicht. Eine kleinere günstige Station hätte es bestimmt auch getan.
Viel wichtiger wär erstmal in den nächsten Jahrzehnten ein neues Shuttle zu konstruieren. Aber da laufen die Planungen und die Forschung ja auch schon.
Und dann wollen die Amerikaner ja auch noch eine bemannte Station auf dem Mond installieren. Aber ob das was wird? Wer weiß. Mal abwarten. Aber ich finde es echt ein sehr spannendes Thema.
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:: Jack R
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Die Station wird so oder so ein Erfolg, das kann man jetzt schon sagen. Ich habe erst letzens auf ZDF Doku eine umfangreiche mehrstündige Sondersendung zur ISS gesehen, in der diese Frage auch Verantwortlichen gestellt wurde.
Man muss dabei bedenken, daß die ISS keine gewöhnliche Raumstation wie die MIR und Sajuts darstellen, sondern daß sie sozusagen als Absprungtor zum Weltraum gesehen wird. Man plant also, über die ISS zum Mond zu kommen und den Mond als Weltraumhafen aufzubauen. Pläne dafür gibt es schon und die Module sind teilweise schon in Entwicklung. Der Vorteil der ISS ist dabei, abstrakt formuliert ähnlich dem des europäischen Weltraumbahnhofes in Guyana, der auch immer weiter ausgebaut wird und jetzt schon Gewinn abwirft, die "niedrigere Gravitation". Guayana / Kourou wird wohl bald DER Bahnhof der Erde sein, da selbst die Russen die Vorteile erkennen. Aufgrund der Äquatoriallage und der sich daraus ergebenden Vorteile kann man wesentlich mehr für den gleichen Preis transportieren, weswegen dort, wie gesagt, jetzt schon alte Startrampen, neben den Neubauten für amerikanische Shuttles und russische Sojus Raketen umgebaut werden.
Man möchte langfristig mit speziell konstruierten Lastraketen nur noch die Einzelteile und keine Komplettsysteme hochschießen und diese dann im Orbit zusammenbauen und eine komplette "Industrieinfrastruktur" auf dem Mond errichten. Das ist kein Gespinne, sondern Pläne der ESA und der NASA, die schon teilweise umgesetzt werden.
Auf dem Mond hat man bereits entsprechende Felder erforscht, die die benötigten Rohstoffe liefern könnten. Aufgrund der wesentlich niedrigeren Gravitation müsste man weniger Energie einsetzen und könnte wesentlich größere Systeme konstruieren, als es auf der Erde möglich wäre. Das gleiche trifft für die ISS zu. Natürlich wären die Kosten anfangs enorm, aber die Kostenerspranis langfristig gewaltig, abgesehen von dem Umstand, daß man ganze Basen usw. auf einmal "verschieben" und "verschicken" könnte. Der Vorteil vom Mond gegenüber ISS wäre eben ein fast autarkes (bis auf die Nahrung usw.) Produktionsarchipel, was, wenn es erst einmal steht, von alleine produzieren und abschießen kann.
Von der Erde aus wäre das teilweise unmöglich. Zudem sind Raketentransporte von Einzelteilen eben wesentlich billiger. Man muss sich das ganze wie einen großen Baukasten vorstellen, der nach und nach dort oben, oder sehr viel später auf dem Mond, zusammengepuzzelt werden kann.
Die ISS ist praktisch der Grundstein für eine spätere Mond- oder Marsbasis, sozusagen unser "Absprungtor" für alles weitere, nicht nur eine bloße Weltraum WG mit Forscherfaktor.
Und was die Kostenfrage angeht, 100 Milliarden sind für die westlichen Industrienationen letztendlich ein Klacks (da insgesamt über 40 Nationen daran teilhaben), und die Raumfahrt immernoch gnadenlos unterfinanziert, wenn man einmal über ihre Bedeutung in 100 oder 200 Jahren und die daraus resultierenden Fortschritte bedenkt. Forschungen, die nur im All möglich waren, haben zur Entwicklung von Technlogien und Komponenten geführt, die sich hier schon x mal bezahlt haben.
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:: Midgaardslang
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