Obwohl man erst Pläne hatte die tote Pandabärin Yan Yan auszustopfen und im Museum auszustellen, sind diese wohl erst einmal hinfällig. China, genauer: das chinesische Forstministerium, beanspruche die sterblichen Überreste der Pandabärin für sich, so der Direktor des Zoologischen Gartens Berlins, Bernhard Blaszkiewitz. Da dies zudem ein Vertragsbestandteil zwischen Deutschland und den Chinesen gewesen sei, erspare man sich lieber jeglichen Ärger, da man auch in Zukunft junge Pandabären aus China bekommen möchte - da lohnt das mögliche Vergraulen einfach nicht
Die 22jährige Pandabärin Yan Yan war überraschend am 26. März infolge einer Darmverstopfung verstorben und befindet sich derzeit im tiefgefrorenen Zustand im Naturkundemuseum Berlin.
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Möglichweise erwartet den Berliner Zoo jetzt nach dem großen Knutfieber und den Einnahmen daraus wieder ein herber Ausfall - denn das Pandazentrum Lou Guan Tai in Shaanxi will möglicherweise eine Vertragsklausel geltend machen, nachdem der Zoo eine Vertragsstrafe von 370.000 € zu zahlen habe, "wenn Yan Yan eines unnormalen Todes stirbt". Von Berliner Seite heißt es nur: "Der eindeutige Sektionsbefund ist unterwegs nach China. Yan Yan ist nach bedauerlichem, aber normalem Verschleiß gestorben".
Das Pandazentrum Lou Guan Tai will jetzt eine ausführliche Aufklärung zur "Todesursache, zur Situation der Bärin vor dem Eintreten des Todes und darüber, wie sich der Zoo das weitere Verfahren bis zur Beisetzung vorstellt".
Außerhalb Chinas in Europa leben nur noch 3 Pandas in europäischen zoologischen Gärten - ein Pandapärchen in Wien und Bao Bao im Zoo Berlin, der sich lider nicht mit Yan Yan vertrug. Bao Bao war seinerzeit ein Geschenk Chinas an den ehemaligen Bundeskanzler Helmut Schmidt(SPD).
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