Die Hartz-IV-Reformen haben einer neuen Studie zufolge keine positiven Auswirkungen auf die Länge der Beschäftigungslosigkeit. Nach wie vor seien Arbeitslose im Durchschnitt zwischen 12 und 13 Monaten ohne Anstellung - manche nur wenige Wochen, manche aber auch deutlich länger. Die Änderungen der Arbeitsmarktreformen haben daran nichts geändert, obwohl sie doch das Ziel hatten, Arbeitssuchende schneller in eine neue Anstellung zu bringen.
Stattdessen entstanden prekäre Beschäftigungsformen, wie 165-EUR- und Minijobs, die für einige zwar ein erster Schritt zu einer neuen Anstellung auf dem ersten Arbeitsmarkt sein könnten, aber insgesamt das Ziel, einen deutlich schnelleren Übergang zur Neubeschäftigung zu schaffen, verfehlt worden.
Sollte man aufgrund dieser Ergebnisse noch einmal kritisch prüfen, an welchen Stellen die Unterstützungsmaßnahmen für Arbeitssuchende geändert und verbessert werden müssten? Sollte man vielleicht ein ganz anderes Modell - wie etwa das Grundeinkommen - implementieren? Oder ist es gar nicht möglich, hier Grundlegendes zu ändern? Vielleicht hat die Politik hier zu wenig Einflussmöglichkeiten.
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:: Zitronengras
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| Zitronengras hat folgendes geschrieben: |
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Stattdessen entstanden prekäre Beschäftigungsformen, wie 165-EUR- und Minijobs
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Mir ist nicht ganz klar, was ersteres sein soll? Sind die sogenannten 1€-Jobs gemeint? Diese wurden doch weitestgehend abgeschafft und es handelte sich auch eher um Arbeitsbeschaffungsmaßnahmen.
Weiterhin frage ich mich, warum die Politik zu wenig Einflussmöglichkeiten haben sollte? Natürlich sind solche Reformen politische Entscheidungen, also können sie auch nur dort verändert, erneuert oder abgeschafft werden. Oder ist es so gemeint, dass zu viele unterschiedliche Forderungen letztendlich kaum etwas bewirken?
Ich bin ganz klar für den Mindestlohn. Wenn man sieht, wie viele Menschen, gerne etwas machen möchten, zeigt mir das, dass es eben nicht so ist, dass sich jeder nur ausruhen möchte. Ich denke auch, dass jeder der mal länger nichts zu tun hatte dies bestätigen kann. Viele Leute suchen sich gar noch im Urlaub noch eine Beschäftigung. So habe ich von klein auf meinen Vater erlebt, wie er es gänzlich ohne Fremdsprachenkenntnisse schaffte, Einheimische im Urlaub glücklich zu machen, in dem er sich für längere Zeit unter ihr Auto legte oder den Kopf unter die Motorhaube steckte.
Als es im letzten Winter die Forderungen gab, dass Arbeitslose die Straße räumen könnten, scheiterten diese Versuche keineswegs an den Arbeitslosen. In vielen Städten meldeten sich mehrere hunderte zum freiwilligen Dienst. Das Problem war wohl eher, dies alles zu koordinieren.
Ich denke, dass so vieles besser wäre, als das momentane System, bei dem sich Hartz4-Empfänger wie minderwertige Bittsteller fühlen, die Unmut der Bevölkerung teilweise auf sich ziehen, während in jeder Stadt mehrere Unternehmen davon leben, dass sie Arbeitslose mehr schlecht als recht in irgendwelchen Maßnahmen betreuen. Da werden Millionen, wahrscheinlich sogar Milliarden verplempert, indem oft schlecht qualifizierte, teilweise überforderte Mitarbeiter unterbezahlterweise auf Hartz4-Empfänger losgelassen werden! Und was bringt denen dann ein Zertifikat, dass einem Grundkenntnisse in Deutsch und Rechnen bescheinigt?
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:: Trisa
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