Diesen Vorfall finde ich gar nicht so ungewöhnlich. Natürlich ist ein Tier auch ein Individuum und man möchte in der Regel auch das spezielle Tier behalten und nicht gegen ein anderes eintauschen. Ich möchte auch nicht einfach irgendeinen braunen Labrador haben, sondern ganz speziell meinen "Butch", auch wenn er alles andere als einfach ist.
Dennoch habe ich auch schon mitbekommen, dass Züchter im Falle einer Erkrankung des Tieres für die Behandlung des Tieres aufkommen und das finde ich nicht außergewöhnlich. In diesem Fall wollte der Züchter ja eventuell ein anderes Tier anbieten, was ich als Tierbesitzer auch nicht so toll gefunden hätte. Allerdings gibt es eben auch Züchter, die für die Kosten einer medizinischen Behandlung aufkommen und das finde ich auch richtig. Ich habe von einer Bekannten gehört, dass ein Hund einer ihrer Bekannten etwas hat und in einigen Monaten operiert werden sollte. Das war allerdings im Vorfeld bekannt und das Tier wird operiert, sobald es ausgewachsen ist. Der Züchter hat vertraglich vereinbart, dass der Hund auf seine Kosten operiert wird.
Wenn ich einen Hund von einem Züchter kaufe, erwarte ich schon, dass manche Dinge eben nicht auftreten. Es gibt keine tausendprozentige Garantie, aber bei bekannten Erbkrankheiten sollte man davon ausgehen, dass die betroffenen Tiere nicht zur Zucht verwendet werden. Falls das dann doch der Fall ist, würde ich mich als Kunde schon betrogen fühlen. Gerade bei einem seriösen Züchter erwarte ich bestimmte Dinge eben nicht.
Ich frage mich, ob es sich in diesem Fall um eine Erkrankung handelte, die der Züchter im Vorfeld vielleicht schon erkennen konnte oder ob er selbst überrascht über die Erkrankung der Katze war. Das Problem ist einfach, dass einige der nicht so seriösen Züchter Gendefekte billigend in Kauf nehmen und dann hoffen, dass das Tier nicht "reklamiert" wird, eben weil sich die Menschen so sehr an ihren neuen Mitbewohner gewöhnt haben, dass sie es ohnehin nicht mehr abgeben würden. Die Tierliebe der Menschen wird sicher so manchen Tierhändler bei seinem unseriösen Treiben unterstützen.
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:: Cologneboy2009
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Dass ein Tier rechtlich als Sache behandelt werden, das wusste ich, aber früher war das noch schlimmer, da hat das Gesetz tatsächlich angenommen, dass Tiere Sachen sind. Immerhin wurde vor ein paar Jahren ein neues Gesetz eingeführt, (Das Gesetz zur Verbesserung der Rechststellung des Tieres im bürgerlichen Recht), das besagt, dass Tiere keine Sachen sind, sondern Lebewesen. In der Praxis macht das keinen Unterschied, immerhin hat man versucht, gedanklich der Stellung des Tieres als Lebewesen gerecht zu werden.
Für mich als Tierfreund ist es ganz schrecklich, wenn ich höre, wie Tiere hin-und hergeschoben werden und gerade Rassetiere mehr wir Objekte oder Wertanlagen und nicht wie Geschöpfe mit eigener Seele und eigenem Charakter behandelt werden.
Was den geschilderten Fall angeht denke ich aber, dass da etwas schief gelaufen sein muss. Es war ja mehr oder weniger ein Notfall und dem Tier musste geholfen werden. Zu verlangen, dass die Katze erst dem Züchter vorgeführt werden muss, bevor man entscheidet zum Tierarzt zu gehen halte ich für schlichtweg grausam. Welcher Richter entscheidet denn so etwas? Einem kranken Tier muss man helfen und zwar bevor man sich über irgendwelche Schadensersatz oder Umtauschprobleme unterhält. Das macht mich ganz wütend.
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:: maryshelley100
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