Der Stopp des iranischen Atomprogramms ist ein Erfolg westlicher Droh- und Verhandlungspolitik. Kann man dem Frieden trauen? Ist eine Entspannung beim Iran-Problem nun denkbar?
Wobei man bei den Westmaechten unterscheiden muesste zwischen den drohenden und den weniger drohenden. Von Verhandlungsgeschick wuerde ich nicht reden.
Deshal wuerde ich auch nicht von Erfolg reden, schliesslich sollte der Stopp schon 2003 erfolgt sein. Sicherlich kann man davon ausgehen, dass das irakische Schicksal (und das libysche Beispiel) Einfluss hatten, doch wohl eher unbeabsichtigt. Eine Entspannung ist hier denkbar, doch wird sie durch eine Verschaerfung anderswo aufgehoben werden. Solange Atomwaffenmaechte sich das Recht anmassen, andere mit Atomwaffen zu bedrohen, werden kleine Fuehrer eben nach Waffen streben, die eine "Befriedung" nicht zu einem Spaziergang machen.
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Langfristig ist eine globale Entspannung nur zu erwarten, wenn sich im Westen die Erkenntnis durchsetzt, dass Neokolonialismus eben auch nicht zu einer besseren Welt fuehrt, dass die Interessen der Dritten Welt genauso wichtig sind wie die der Ersten oder Zweiten. Solange Ahmadinejad und Gesellen diese neue Wendung nicht als Einknicken der USA verkaufen können, ist eine Entspannung schon denkbar.
Es bleibt allerdings die Frage, ob die Position Ahmadinejads nicht ungewollt dadurch im Iran gefestigt wird. Immerhin ist er ja scheinbar vor der Welt niemals eingeknickt, so dass schlussendlich die USA "die Wahrheit" auf den Tisch legen musste. Denn jetzt wird Ahmadinejad erst recht nicht auf die Anreicherung von Uran verzichtenm die Sanktionsbegründungen sind ja immerhin weggefallen.
Kriegstreiber werden nun ihre Anstrengungen verdoppeln, mit dem gleichen Opfer oder einem anderen.
Nachdem Cheney/Bush sich aber geweigert hatten, diesen NIE-Bericht in irgendeiner Form zu veroeffentlichen, darf davon ausgegangen werden, dass ein Eingeweihter die Nase voll hatte vom Saebelrasseln und mit einer Veroeffentlichung gedroht hat.
Fuer die Kriegspartei ist das nicht besonders schlimm, sie wird weiterhin einen Kriegsgrund sehen, allerdings ist ihre Stellung nun nicht nur geschwaecht, sondern praktisch nicht durchfuehrbar.
Aber es soll ja auch Helden geben, die in solchen Situationen einen Verteidigungsangriff zu provozieren gedenken, denn ein Nichtangreifen koennte als Schwaeche empfunden werden. Sie koennten ihre letzte Chance nutzen wollen.
Erst wenn Cheney/Bush weg vom Fenster sind, kann mit einem Lichtschein gerechnet werden, aber das Gleiche gilt auch fuer die Ayatollahs, fuer Putin und all die anderen Befreier.
Bis dahin haben nicht nur ich graue Haare.
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:: flash
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Hallöchen,
Ich gebe zu, ich interessiere mich nicht wirklich für Politik, beziehungsweise nur zwangsläufig. Aber soetwas geht uns ja alle an - mehr oder weniger.
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Stopp des iranischen Atomprogramms ist ein Erfolg westlicher Droh- und Verhandlungspolitik.
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Wie du schon geschrieben hattest, handelt es sich oberflächlicherweise um eine Droh-und Verhandlunspolitik, wobei das Drohen vermutlich vordergründiger war, und das Verhandeln nur schlicht und einfach zwangsläufig.
Ich denke nicht, dass es sich um längerfristigen Frieden handelt, dazu sind die Differenzen einfach zu heftig. Bevor man nicht eine Lösung sucht -und diese finde und durchsetzt - wie die Ansichten aller unter einen Hut gebracht werden können, wird es immer wieder zu Streitigkeiten -mehr oder wneiger heftig-kommen.
Da müsste jede Partei sicherlich schon Zugeständnisse machen. Drohung ist da mit Sicherheit nicht das gelbe vom Huhn.
Liebe Grüße
winny
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:: winny2311
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