Private Hochschule - Danach Aufnahme an staatl. Hochschule?

vom 28.03.2010, 13:42 Uhr

Eine Freundin von mir hat ein sehr schlechtes Abitur gemacht, das sie eigentlich gerade so bestanden hat und möchte damit eben trotzdem studieren. Nun hat sie aber nur Absagen bekommen und hat aber trotzdem ihren Wunsch nicht Beiseite geschoben und sich letztendlich an einer privaten Hochschule eingeschrieben. Die kostet sie nun aber an die 500 Euro pro Monat, die sie auf Dauer niemals aufbringen könnte. Sie hat jetzt dafür gespart, dass sie die Gebühren für ein Semester aufbringen kann und ihr Plan ist, dass sie durch die Tatsache, dass sie bereits an einer privaten Hochschule eingeschrieben hat, bessere Chancen hat an einer staatlichen Hochschule angenommen zu werden. Aber kann das überhaupt funktionieren?

Ich habe bisher eher die Erfahrung gemacht, dass man benachteiligt beim Vergabeverfahren behandelt wird, wenn man bereits an einer anderen Hochschule eingeschrieben war. Oder läuft das eher anders herum? Außerdem ändert sich ja nichts an der Tatsache, dass sie den NC niemals erreichen wird für die Studiengänge, die sie interessieren. Kennt ihr jemanden, bei dem so etwas mal geklappt hat? Ich kann mir nur schwer vorstellen, dass der Plan aufgeht, weil ja nichts dafür spricht, dass jemand von einer privaten Hochschule sich durch irgendetwas für einen Studiengang qualifiziert.

» Sippschaft » Beiträge: 7575 » Talkpoints: 1,14 » Auszeichnung für 7000 Beiträge



Ich kenne eigentlich nur das Verfahren, sich ersteinmal für ein Fach ohne NC einzuschreiben und dann zu wechseln, weil man so ehr eine Chance hat doch noch das zu studieren, was man möchte. Von einer privaten Hochschule auf eine Staatliche wechseln, ohne Berücksichtigung des NC, wenn es NC pflichtig ist, das kenne ich nicht.

Was eventuell geht, ist von einer ausländischen Uni auf eine deutsche wechseln. Jedenfalls weiß ich von einem ehemaligen Mitschüler meines Sohns, dass er in Deutschland kein Medizin hätte studieren können und der ist nach Jugoslawien gegangen.

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» akasakura » Beiträge: 2635 » Talkpoints: 1,50 » Auszeichnung für 2000 Beiträge


Ok, ich denke, dass es bei einem Medizinstudium nochmal etwas Anderes ist, weil dabei eh klar ist, dass die Leute, die das machen möchten, darum kämpfen. Sie möchte einfach irgendwas auf Grundschul-Lehramt studieren und hat aber mit 3,9 einen wirklich sehr schlechten Abschluss gemacht und keine staatliche Hochschule würde sie so jemals annehmen.

Jetzt gibt es irgendeinen erziehungstechnischen Studiengang an einer privaten Hochschule und sie denkt eben, dass ihr Plan dahingehend funktioniert, dass die staatliche Hochschule dann schon erkennt, dass sie Erfahrung hat. Aber ich kenne es eben so, dass die Hochschule das nicht besonders interessiert. Die sehen sich die Note an und sortieren eben danach und auf persönliche Interessen oder Erfahrungen legen sie nur dahingehend wert, wenn die beim Vergabeverfahren überhaupt berücksichtigt werden. Dazu zähle ich dann aber eher Zivildienst oder abgeschlossene Ausbildungen.

» Sippschaft » Beiträge: 7575 » Talkpoints: 1,14 » Auszeichnung für 7000 Beiträge



Hallo,

also ich kenne es auch nur so, dass man sich bei einem NC-freien Fach einschreibt. Man kann sich auch für das gewünschte Fach bewerben und im Hilfsantrag dann ein Fach eintrage, das zumindest die ein oder andere ähnliche Vorlesung beinhaltet. Dann war das Semester nicht ganz umsonst und man kann einige Noten mit ins neue Studium nehmen.

Leider klappt das nicht immer. An meiner Hochschule gibt es auch einen Studiengang, der ziemlich überlaufen ist und bei dem das Prinzip leider selten funktioniert. Dort hören nach dem ersten kaum Studenten auf und es werden eben keine Plätze frei. Dann bekommt man zumindest an meiner Hochschule den Wechsel natürlich nicht genehmigt.

Dass der Wechsel von einer privaten Hochschule an eine staatliche funktioniert, habe ich bisher noch nie gehört.

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» Habbelchen » Beiträge: 127 » Talkpoints: 0,72 » Auszeichnung für 100 Beiträge



Achso, dann habe ich das jetzt richtig verstanden, dass du meinst, dass man sich dann nach dem ersten Semester praktisch das Semester an der neuen Hochschule anrechnen lässt? Das ist natürlich auch eine Idee. Aber bedeutet das dann, dass man den NC gar nicht mehr einhalten muss oder führt das nur dazu, dass der persönliche Notendurchschnitt etwas aufgebessert wird und man sich meinetwegen durch das erste Semester an einer anderen Hochschule zwei oder drei Zehntel besser machen kann?

» Sippschaft » Beiträge: 7575 » Talkpoints: 1,14 » Auszeichnung für 7000 Beiträge


Das weiß ich nicht. Ich rede aber auch davon das Fach an der gleichen Hochschule zu wechseln. Ein Freund von mir wollte beispielsweise Maschinenbau studieren und hat im Hilfsantrag Mechatronik eingetragen. Das hat er dann ein Semester studiert. Aus Mechatronik konnte er sich dann einiges für Maschinenbau anrechnen lassen. Ich frage ihn mal, ob er sich dann neu bewerben musste oder wie das bei ihm lief :) Er hatte übrigens ein Abitur von 3,4. Also auch kein Super-Abi. Ich weiß nur, dass er ohne Mechatronik keine Chance auf Maschinenbau gehabt hätte.

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» Habbelchen » Beiträge: 127 » Talkpoints: 0,72 » Auszeichnung für 100 Beiträge


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