Wie gute Lernumgebung schaffen?

vom 25.03.2010, 16:09 Uhr

In letzter Zeit ist mir aufgefallen, dass ich beim Lernen ein bisschen unkonzentriert war. Jedoch passt mir das zur Zeit gar nicht in den Kram, denn ich glaube, dass wir morgen einen unangekündigten Test schreiben. Ich würde zwar gerne lernen und ich habe auch den Willen dazu, aber irgendwie kann ich mich überhaupt nicht konzentrieren. Nun vermute ich, dass es an meinem Schreibtisch liegt, da auf diesem Chaos und Durcheinander herrscht.

Jedoch bräuchte ich Stunden um alles aufzuräumen und dann wäre natürlich zu spät zum Lernen. Welche Tipps könnt ihr mir zum Aufräumen geben? Gibt es ein paar Tricks oder Techniken, die es mir ermöglichen zu lernen, auch wenn der Schreibtisch unordentlich ist? Was hilft, wenn man sich nicht konzentrieren kann? Sollte ich vielleicht versuchen, woanders zu lernen?

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» ich322 » Beiträge: 797 » Talkpoints: -1,81 » Auszeichnung für 500 Beiträge



Du hast schon selbst geschrieben, dass einem Ordnung beim Lernen hilft. Von mir selbst kenne ich es so, dass die Unordnung und das Chaos auf dem Schreibtisch wirklich dazu führt, dass ich abgelenkt bin davon und mich ständig frage, ob irgendetwas, das auf dem Stapel vor mir liegt, wirklich nicht doch noch dringend erledigt werden muss.

Aber weisst du, was ich umgekehrt auch kenne? Dass ich das Aufräumen wunderbar als Ausrede fürs Aufräumen nutzen kann. Statt dann zu lernen, rede ich mir ein, ich müsste vorher erst einmal aufräumen, damit ich mich darauf konzentrieren kann und bevor ich das dann mache, fällt mir aber ein, ich könnte ja noch die Fenster putzen und so weiter und so fort. Am Ende ist zwar alles sauber, aber gelernt habe ich trotzdem nichts. Vielleicht kann es sein, dass das Lernen eher einer inneren Ruhe und Ordnung bedarf. Und wenn du es so nicht hinbekommst: Gibt es bei euch in der Nähe eine Bibliothek? Die bieten immer Ruhe und viele Plätze zum Lernen. Da gehe ich immer hin, wenn ich zu Hause einfach keinen Frieden mit der Umgebung finden kann.

» Sippschaft » Beiträge: 7575 » Talkpoints: 1,14 » Auszeichnung für 7000 Beiträge


Denn Tipp mit der Bibliothek finde ich gut. Mich hat zwar ein unordentlicher Schreibtisch nie gestört - eher im Gegenteil, wenn mein Schreibtisch zu ordentlich ist fühle ich mich immer so, als hätte ich nichts getan - aber ich habe in meiner Studienzeit auch öfters in der Bibliothek gelernt, denn wenn man zu Hause ist kann immer etwas dazwischen kommen. Seien es nun die lieben Mitbewohner, die Freunde, die unerwartet vor der Tür stehen oder die Schwester am Telefon, die in gesteigerter Erzähllaune ist.

Wobei es natürlich nicht unbedingt eine Bibliothek sein muss. Im Prinzip funktioniert jeder Ort an dem es nur wenig Ablenkung gibt und an dem dir gar nichts anderes übrig bleibt als zu Lernen oder dich zu langweilen. Du könntest dich auch einfach aufs Fahrrad setzen, in die Natur hinaus fahren, und es dir auch einer einsamen Wiese mit deinen Büchern gemütlich machen. Aber natürlich bringt der ruhigste Ort nichts, wenn man sich die Ablenkung selber mitbringt. Sprich, Handy, MP3 Player und Co. müssen natürlich zu Hause bleiben.

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» Cloudy24 » Beiträge: 27476 » Talkpoints: 0,60 » Auszeichnung für 27000 Beiträge



Ich habe selbst bei mir beobachtet, dass es in der Bibliothek deshalb am besten geht, weil man nämlich dort einfach nichts anderes tun kann. Jeder schweigt und man wird schon sehr böse angesehen, wenn man auf seinem Laptop ein paar Buchstaben eintippt. Bei uns ist es eben wirklich mucksmäuschenstill und wenn man dorthin nur mit seinen Lernsachen geht, dann bleiben einem am Ende nichts mehr, als zu lernen. Bisher fand ich leider keinen anderen Ort an dem das funktioniert hätte. In der freien Natur schweife ich immer zu sehr ab und ich kann mich dann sogar damit beschäftigen einen Vogel zu beobachten. Das ist natürlich netter als in der Bibliothek, aber ich glaube, da muss man hart zu sich selbst sein.

Aber mir gerade noch eingefallen, dass es auch einfach sein kann, dass man ein Mensch ist, der Tagträume hat. Dann nutzt es natürlich auch gar nichts, wenn man sich in einen weißen, leeren Raum einschließt. Wer vor sich hinträumt, tut das überall.

» Sippschaft » Beiträge: 7575 » Talkpoints: 1,14 » Auszeichnung für 7000 Beiträge



Ich habe beim Lernen auch immer eine ordentliche Umgebung gebraucht. In einem Chaos hätte ich mir auch nichts gemerkt oder ich wäre zumindest nicht motiviert gewesen. Wenn mein Zimmer zu wenig aufgeräumt war und sonst durch Zufall auch gerade keiner zu Hause war, habe ich dann einfach im Wohnzimmer gelernt. Dort war eigentlich immer oder zumindest meistens aufgeräumt.

Wie du deine Lernumgebung sonst gestalten kannst, hängt auch ein wenig von deinem Lerntyp ab. Ich habe zum Beispiel immer recht gut mit Bewegung gelernt. Die meisten hätte es wohl abgelenkt. Wenn ich etwas für eine Prüfung gelernt habe, bin ich in der Wohnung herumgegangen und habe den Lernstoff laut vor mich hergesagt. Einfach nur im Sitzen etwas zu lernen wäre für mich nur schwer möglich gewesen. Deswegen wäre eine Bibliothek für mich auch ein denkbar schlechter Ort gewesen.

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» tournesol » Beiträge: 7773 » Talkpoints: 0,38 » Auszeichnung für 7000 Beiträge


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