BWL studieren
Hallo, im Moment gehe ich in die 12. Klasse und werde bald mein Abitur machen (Durchschnitt wird etwa bei 2,7 liegen). Ich habe großes Interesse an einem Betriebswirtschaftsstudium, da mich die ganze Materie, die behandelt wird, sehr interessiert. Allerdings mache ich mir viele Sorgen.
Das Fach soll sehr überlaufen sein. Dadurch sind die Chancen auf dem Arbeitsmarkt auch nicht überragend und das Gehalt wird wohl auch nicht sehr hoch sein. Deshalb wollte ich euch jetzt einmal fragen: Lohnt es sich heutzutage noch BWL zu studieren? Sind die Arbeitsplatzaussichten nach dem Studium wirklich so schlecht? Wie sieht es mit dem Gehalt aus? Stimmt es, dass viele BWLer nach ihrem Studium nur sehr wenig Geld bekommen?
Ich habe zwar nicht BWL studiert, aber mein Bruder. Der ist zwar dann auf WWL (Wirtschaftswissenschaften) umgestiegen, aber das ist ja so ähnlich und auch später dann vom Beruf her.
Es stimmt, dass jede Menge Leute BWL studieren. Ich kenne sehr viele. Nach dem Studium hat mein Bruder zunächst einmal keinen Job gefunden. Er hat sich mit Aushilfsjobs erst einmal über Wasser gehalten. Später, nach etlichen Bewerbungen, bekam er dann doch mehrere Stellen angeboten und entschied sich dann für eine in Berlin, da dort die Bedingungen noch einigermaßen in Ordnung waren. Zu dem Zeitpunkt wohnte er noch hier bei mir in der Stadt, also in Süddeutschland.
Wie es mit den Gehältern aussieht, weiß ich nicht so genau. Ich kann dir nur sagen, dass mein Bruder jetzt weniger verdient als er hier bei uns verdient hätte. Allerdings muss man fairerweise auch sagen, dass die Lebensunterhaltskosten, wie Miete, Lebensmittel,... in Berlin ebenfalls niedriger sind, wie hier. Das gleicht sich dann also wieder aus.
Ich weiß gar nicht, ob es BWL überhaupt überall noch gibt. Durch das Bachelor- Master-System sind die meisten Universitäten ja auf Wiwi umgestiegen.
Wiwi ist ähnlich überlaufen wie Rewi. Aber in guten Universitäten wird gut aussortiert, sodass am Ende sowieso nur die besten übrig bleiben. Du müsstest dann sowieso deinen Master dran hängen und da wiederum gibt es gar nicht mal so viele Plätze.
Was den Arbeitsmarkt anbetrifft: man spezialisiert sich und wenn man gut auf seinem Gebiet ist, dann wird man einen (gutbezahlten) Job bekommen. Wirtschaftsprüfer, Buchhalter usw. werden immer gebraucht.
Ich studiere zwar nicht direkt BWL, habe aber viele Vorlesungen mit den BWL Studenten gemeinsam.
Dass BWL überlaufen ist, kann ich jetzt nicht besonders nachvollziehen, da die meisten Unis für BWL eine Beschränkung eingeführt haben, sodass sich die Menge der Studenten dadurch schon einmal beschränkt.
Die Chancen nach Abschluss deines Studiums einen Job zu bekommen kann dir wohl niemand genau sagen können. Es wird aber mit Sicherheit davon abhängen, mit welchen Noten die deine Klausuren bestehst. Des Weiteren denke ich, dass es einen sehr großen Unterschied macht ob du "nur" den Bachelor machst oder anschließend gleich noch den Master daraufsetzt.
Hier siehst du aber auch schon wieder, dass du bereits einen guten Bachelor Abschluss haben musst, damit du überhaupt einen Master machen kannst, weill auch für diesen an vielen Unis wieder eine Beschränkung eingeführt wurde. Auch die weitere wirtschaftliche Entwicklung wird deine Fragen beeinflussen.
Dennoch denke ich, dass wenn du einen guten Abschluss hast, bestimmt einen Job finden wirst und auch mit deinem Gehalt zufrienden sein wirst.
Ich studiere BWL und bin der Meinungen das die Schwerpunkte entscheidend für den beruflichen Erfolg sind. Bei mir an der Fachhochschule werden 12 Schwerpunkte angeboten von denen viele sehr überlaufen aber auch einige extrem wenig in Anspruch genommen werden.
So sind beispielsweise die Schwerpunkte in Marketing extrem gut besucht und dementsprechend sind die beruflichen Chancen danach geringer. Bei Steuern, Rechnungswesen oder Finanz -und Investitionswirtschaft schaut es da schon deutlich anders aus. Ich sag mal so, je mathematischer und theoretischer es wird, desto weniger werden es.
Ich denke, dass bei einem BWL-Studium vor allem die Schwerpunkte entscheidend sind. Auch die Auswahl der Hochschule ist sehr wichtig. So ist es bei uns in Nürnberg wohl gescheiter an der FH zu studieren. Hier ist die Anzahl der Studenten deutlich geringer als an der Uni und der Praxisbezug viel größer. Aber genau hier liegen ja die Unterschiede ob man eher mehr Praxis oder mehr Theorie will.
Außerdem kommt es meiner Meinung nach drauf an was man für Ansprüche an den zukünftigen Job hat. Viele wollen gleich ins Management oder irgendwelche höheren Positionen übernehmen. Da ich davor schon mehrere Jahre gearbeitet habe sehe ich das etwas nüchterneren und denke das man da ebenfalls realistisch bleiben muss.
Zum Schluss kann ich nur sagen das in allen Statistiken BWLer garnicht so schlecht wegkommen was die Beschäftigung nach dem Studium angeht wie alle immer denken schließlich sind sie recht vielseitig einsetzbar.
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