Stellt ihr bei Essenseinladungen vegane Alternativen?

vom 22.05.2022, 20:30 Uhr

In den nächsten Wochen steht bei uns mal wieder eine Grillparty auf dem Plan, die erste seit knapp drei Jahren. Nun habe ich einige Freunde, die sich vegan ernähren und da ich mich selbst größtenteils vegetarisch ernähre, weiß ich, wie schwierig es ist, wenn bei Essenseinladungen keine Alternativen angeboten werden, weshalb ich es definitiv besser machen möchte.

Aus diesem Grund habe ich mir schon zwei vegane Grillalternative überlegt und auch bei den Snacks darauf geachtet, dass einige vegane Sachen dabei sind, die auch dementsprechend beschriftet sind, damit man sich sicher sein kann, was man da zu sich nimmt, damit sich auch meine veganen Gäste wohl und gut versorgt fühlen.

Wie handhabt ihr das? Stellt ihr bei Essenseinladungen grundsätzlich vegane und vegetarische Alternativen oder nehmt ihr da keine Rücksicht drauf? Informiert ihr euch vor der Einladung, ob der andere eine entsprechende Ernährungsweise hat und handelt dann dementsprechend? Oder stellt ihr auch ohne weitere Informationen bereits alternative Mahlzeiten bereit?

» Wunschkonzert » Beiträge: 7184 » Talkpoints: 42,56 » Auszeichnung für 7000 Beiträge



Wenn ich weiß, dass jemand vegetarisch oder sogar vegan isst, stelle ich mich darauf ein und biete nicht nur tierische Produkte an. Man kann auch Gemüse ganz gut grillen, wie etwa Auberginen oder gefüllte große Champignons. Es gibt da ganz gute Ideen im Internet. Wenn ich jemanden zum Essen einlade, dann koche ich ja für meine Gäste und nicht für mich.

» blümchen » Beiträge: » Talkpoints: Gesperrt »


Ich kenne meinen Freundeskreis ja ziemlich gut, und bislang habe ich keine engeren Bekannten, die sich rein vegan ernähren. Entsprechend habe ich bei Einladungen zum Grillen immer Fleisch und vegetarische Optionen gestellt, aber nicht bewusst auf vegane Alternativen Wert gelegt. Vielleicht war zufällig mal der ein oder andere vegane Salat am Buffet vertreten, aber viele meiner typischen Grillsalate beinhalten dann doch Schafskäse oder Mozzarella, Joghurt- oder Mayonnaisesoßen und teilweise auch Fleisch und Fisch.

Wenn ich jedoch wüsste, dass ein Veganer zum Grillen kommt, würde ich das auf jeden Fall berücksichtigen. Heutzutage ist es ja ein leichtes, vegane Würstchen oder Grilltaler zu finden, und zur Not tun es auch lecker marinierte Gemüsescheiben. Bei den Salaten lassen sich Käse und Soßen bei der Fülle an Ersatzprodukten auch locker gegen vegane Alternativen austauschen, oder man greift ganz elegant auf ein Salatbuffet zum Selbermixen mit separaten Zutaten zurück.

» MaximumEntropy » Beiträge: 8472 » Talkpoints: 838,28 » Auszeichnung für 8000 Beiträge



Nein, ich stelle bei Essenseinladungen eigentlich keine speziellen veganen Alternativen. Wenn wir grillen, dann gibt es durchaus auch mal gegrilltes Gemüse, aber es wird alles auf einem Grill zubereitet, weil wir nur noch einen Grill haben. Vielleicht gebe ich das Gemüse mal in eine Grillschale, das ist besser zum Marinieren. Aber wir müssen schon aufpassen, dass mein Essen nicht durch Getreide kontaminiert wird, so dass ich keine expliziten Alternativen anbiete. Dann müssen die Veganer ihr Grillgut selbst mitbringen. Bei Salaten ist das aber kein Problem.

Aber auch bei anderen Essenseinladungen bin ich rücksichtsloser geworden. Müsste ich bei allem eine Alternative anbieten, dann hätte ich fünf Herde, vier Grills. Ich bin schon anstrengend genug mit meiner Allergie, die unbedingt beachtet werden muss, sonst endet der Abend in der Notaufnahme, dass ich nicht mehr allen Wünschen entsprechen kann.

An sich haben wir immer eine vegane oder vegetarische Alternative, aber diese servieren wir nicht mehr speziell auf den Gast abgestimmt. Aber in unserem Freundeskreis sind die Menschen aber auch so flexibel und bringen ihre Sachen oft einfach mit, das mache ich mit meiner Allergie genauso.

» Wibbeldribbel » Beiträge: 12622 » Talkpoints: 0,37 » Auszeichnung für 12000 Beiträge



Soweit ich weiß, haben wir im Bekanntenkreis keine echten Veganer, die sich komplett tierproduktefrei ernähren. Insofern ergibt sich bislang keine Notwendigkeit, vegane Alternativen anzubieten- die würden wahrscheinlich liegen bleiben, sofern es sich um Ersatzprodukte handelt.

Klar ist bei den Speisen immer reichlich Pflanzliches dabei (Kartoffeln, Salate, Gemüse, etc.), aber dies wird nicht explizit als vegan deklariert. Sollte jemand aber dennoch spontan Veganer geworden sein, dürfte man trotzdem immer noch satt werden.

Benutzeravatar

» lascar » Beiträge: 4482 » Talkpoints: 792,20 » Auszeichnung für 4000 Beiträge


Bis jetzt ist es noch nie vorgekommen, dass wir vegane Gäste hatten. Grundsätzlich bin ich schon ein gastfreundlicher Mensch, der versucht alles zu ermöglichen und würde mir da sicher auch was überlegen. Wir haben allerdings nur einen Grill und da müsste das Ganze ja dann schon vorab zubereitet oder in extra Grillschalen gegrillt werden, deswegen bin ich an sich ganz froh, dass wir da noch nicht vor die Herausforderung gestellt wurden.

Vegetarische oder Fleischalternativen haben wir allerdings schon immer mit dabei, weil ich selbst sehr gerne Gemüse vom Grill esse und auch gerne mal einen Grillkäse oder ein bisschen Fisch. Am liebsten grille ich Kartoffeln, Zucchini, Champignons, Zwiebeln, Paprika, Mais und Tomaten und manchmal mache ich auch einfach ein paar Gemüsespieße.

Abgesehen davon, dass ich noch kein ganzes Repertoire an veganen Grillgerichten habe, habe ich witzigerweise letztes Wochenende erst eine Kochsendung von "Einfach. Gut. Bachmeier" gesehen, in der der Koch Linsen-Graupen-Bratlinge für den Grill zubereitet hat und habe mir das Rezept gleich abgespeichert, weil ich Gemüsebratlinge tatsächlich selbst super gerne esse und das auch gegrillt richtig lecker ausgesehen hat.

Man braucht dafür: 500 g rote Linsen, eine kleine Zwiebel, 1 Lorbeerblatt, 2 Gewürznelken, 100 g Perlgraupen, eine Knoblauchzehe, ca. 100 g Champignons, 100 ml Kokosmilch, 1 EL Tomatenmark, Öl, Salz, Pfeffer und Paprikapulver. Die Linsen weicht man mindestens 4 Stunden ein und dann mit Kokosmilch fein pürieren. Die Champignons, Zwiebelwürfel und die Graupen (vorher gekocht in Salzwasser mit Nelken und Lorbeerblatt) mischt man da dann drunter. Tomatenmark, Salz, Paprikapulver und Pfeffer hinzufügen und die Masse kräftig durchrühren. Dann formt man kleine Bratlinge, bestreicht die mit etwas Öl und legt sie auf den Grill. Indirekte Hitze ist besser, da die Linsen ja roh waren und gut durchgebraten werden sollten.

Was die sonstigen Beilagen angeht würde ich mal behaupten, dass man da recht gut auf vegane Beilagen umstellen kann, gerade was die Salate angeht, ob das jetzt ein Nudelsalat, Tomatensalat, Couscoussalat oder auch Kartoffelsalat ist. So "Toppings" wie Mozzarella, Schafskäse oder Speck könnte man da ja auch einfach in einer kleinen Schüssel daneben hinstellen.

Für Grillbrot könnte man statt mit Kräuterbutter einfach ein Knoblauchöl auf Olivenölbasis verwenden.

Selbst für Grilldips fallen mir da vegane Alternativen ein, wenn ich tatsächlich jetzt ein bisschen länger darüber nachdenke, zum Beispiel Knoblauch-Aioli mit Sojamilch, selbstgemachter Hummus eine Guacamole, Tomatenpesto oder Tomatensalsa.

» EngelmitHerz » Beiträge: 4093 » Talkpoints: 4,05 » Auszeichnung für 4000 Beiträge


Ähnliche Themen

Weitere interessante Themen

^