Lohnt sich persönliches Coaching im Job - Erfahrungen

vom 17.03.2026, 11:25 Uhr

Nun ja, nach etwa 15-jähriger Firmenzugehörigkeit kam dann der Tag des Outsourcings. Das bedeutete für mich das Aus bei selbiger Firma, genauso wie es alle "Tiers", quer durch alle Personallevel hindurch im RIF (Reduction in Force), beziehungsweise getreu dem Leistungsziel des CEO "Squarefoot reduction" (Reduzierung der Anzahl der Filialen) getroffen hatte.

Es fiel mir aber nicht schwer, in den Niederlanden als Contractor, "Uitsendkracht", weiterzumachen, allerdings mit gewissen Lohneinbußen. Das bedeutete, dass ich auch noch anteilig Anspruch auf niederländische Grundrente habe (AOW). Das nur nebenbei. Und die Personalführung der niederländischen Firma war auch "knallhart".

Aber ich erinnere mich gerne an diese Zeit und berichte auch freimütig über meine Erfahrungen dort. Was mir bei den "Amis" ganz besonders auffiel, war der Mut zum Risiko.

Ich kann mir zum Beispiel kaum vorstellen, dass ein deutscher Unternehmer einfach, nur um die Miete bzw. Pacht für ein Industriegebäude zu drücken, einfach nicht zahlt. Und das unter Prozessandrohung. Tatsächlich knickte der "Vermieter" dann ein, und es wurde eine passable neue Miethöhe vereinbart.

In Deutschland rennt in so einem Falle jeder gleich zum Kadi. In Amerika wird erst gepokert, um zu schauen, bis zu welchem Risiko die Kontrahenten tatsächlich einzugehen bereit sind. Und dann erst folgt die volle Schärfe des Gesetzes allerdings mit zum Teil horrenden Schadenersatzforderungen.
Das nur als kleiner Exkurs.

» Gorgen_ » Beiträge: 1243 » Talkpoints: 451,55 » Auszeichnung für 1000 Beiträge



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