Ab welchem Alter Knochendichtemessung sinnvoll?

vom 09.10.2014, 22:19 Uhr

Ich bin 52 Jahre alt und ich habe gehört, dass man in und nach den Wechseljahren die Knochendichte mal messen lassen sollte. Nun gehen aber die Meinungen, wann, ab welchem Alter man das machen soll schon ein wenig auseinander. Eine Bekannte meinte, dass ich das schon vor 10 Jahren hätte machen sollen und eine andere Bekannte meinte, dass man das mit Mitte 50 oder 60 Jahren machen sollte.

Was ist nun richtig? Sollte man das in jüngeren Jahren schon machen lassen oder reicht es erst im Alter? Wann würdet ihr das machen lassen? Wann haben eure Eltern es machen lassen?

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» Diamante » Beiträge: 41749 » Talkpoints: -4,74 » Auszeichnung für 41000 Beiträge



Ich habe mal eine medizinische Vorlesung besucht, in der das Thema Knochendichte eine Rolle spielte. Damals meinte der Dozent, dass die Knochendichte eines jeden Menschen mit Mitte 30 am Höchsten ist und danach kontinuierlich abnimmt. Deswegen brechen die Knochen im Alter auch schneller als in jungen Jahren und man müsse mehr auf die älteren Menschen achten, besonders was Stürze und dergleichen angeht.

Wann genau man eine Knochendichtemessung durchführen lassen sollte, kann ich so nicht sagen. Ich würde das aber definitiv erst irgendwann nach 40 machen lassen. Ich denke, es kommt auch ein bisschen darauf an, wann Frau in die Wechseljahre kommt, das ist ja bei einigen früher und bei anderen später der Fall. In den Wechseljahren kann es ja schnell zu Osteoporose kommen und da spielt ja die Knochendichte schon eine Rolle.

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» Olly173 » Beiträge: 14700 » Talkpoints: -2,56 » Auszeichnung für 14000 Beiträge


Hier ein bestimmtes Alter für eine Knochendichtemessung festzumachen ist schwierig, aber Empfehlungen gehen von 60 Jahren bei Frauen und 70 Jahren bei Männern aus. Wichtig ist es schon, um Osteoporose möglichst frühzeitig zu erkennen und deswegen würde ich das mit meinem Hausarzt besprechen, welche möglichen Risikofaktoren er bei mir sieht und wann eine Knochendichtemessung sinnvoll ist.

» baerbel » Beiträge: 1477 » Talkpoints: 549,21 » Auszeichnung für 1000 Beiträge



Starre Altersgrenzen sind ja in der Medizin generell sehr schwierig. Der Mensch ist ja nun einmal individuell sehr unterschiedlich und das eben auch schon, wenn man gesund ist. So kommt ja auch die Menopause nicht bei jeder Frau im gleichen Alter. Genauso wie eben auch jeder andere genetische Grundvoraussetzungen mit sich bringt.

Ich denke mit Beginn der Menopause macht das schon Sinn, genauso natürlich nach Knochenbrüchen von Oberarmkopf, Wirbelsäule, Handgelenk und Hüfte. Denn das sind ja sogenannte Indikatorfrakturen, also Brüche die bei Osteoporose vermehrt auftreten.

Am Ende ist es aber auch so, dass mal abgesehen davon, dass man nicht überall zeitnah Termine bekommt, der Aufwand nicht all zu groß ist und die Strahlenbelastung ja überschaubar ist. So dass es auch mit 50 sicher nicht verkehrt ist mal einfach eine Messung machen zu lassen und zu schauen wie stabil der Knochen ist. Davon kann man dann ja abhängig machen wie regelmäßig man dann nachmessen lässt.

» Klehmchen » Beiträge: 5317 » Talkpoints: 940,79 » Auszeichnung für 5000 Beiträge



Ich wüsste nicht, warum man überhaupt eine Knochendichtemessung vornehmen sollte. Man sollte eh erst Medikamente zur Linderung nehmen, wenn man schon eine ausgeprägte Osteoporose hat. Davor oder als Prävention sprechen die Nebenwirkungen eher dagegen, sagt zumindest die Techniker Krankenkasse. Bei IGeL-Leistungen bin ich eh immer misstrauisch.

Ich vertraue meiner Krankenversicherung fast mehr als meinem Hausarzt. Wenn die Techniker Krankenkasse sagt, dass das im Normalfall unnötig ist, dann nehme ich das so an. Eine unnötige Röntgenuntersuchung würde ich eh nicht machen. Es gibt auch Methoden mit Ultraschall, aber was nützt mir die Information, dass meine Knochen nicht mehr so dicht sind wie mit dreißig. Es sorgt nur für Verunsicherung.

Mit Vorbeugung durch vernünftige Ernährung und Muskelaufbau durch Sport kann man sich zudem vor Verletzungen bei Stürzen schützen und insgesamt das Skelett gut stützen. Ich würde der Empfehlung meiner Krankenkasse folgen und sowas erst machen lassen, wenn ich Probleme hätte.

» blümchen » Beiträge: 4098 » Talkpoints: 13,37 » Auszeichnung für 4000 Beiträge


blümchen hat geschrieben:Ich vertraue meiner Krankenversicherung fast mehr als meinem Hausarzt. Wenn die Techniker Krankenkasse sagt, dass das im Normalfall unnötig ist, dann nehme ich das so an. Eine unnötige Röntgenuntersuchung würde ich eh nicht machen. Es gibt auch Methoden mit Ultraschall, aber was nützt mir die Information, dass meine Knochen nicht mehr so dicht sind wie mit dreißig. Es sorgt nur für Verunsicherung.

Also wer Buchhaltern und Kaufmännern bei der Gesundheit mehr vertraut als Medizinern ist in meinen Augen selber Schuld. Natürlich ist nicht immer alles was Ärzte gerade im Igel-Bereich anbieten sinnvoll. Aber gerade die vielerorts angebotenen Ultraschalluntersuchung sind nicht wirklich sinnvoll. Es gibt da genug Untersuchungen zu, dass diese hinsichtlich der tatsächlichen Knochendichte der Röntgen-DEXA-Messung deutlich unterlegen sind und nur wenig Aussagekraft hinsichtlich einer wirklichen Osteoporose geben.

Ich verstehe auch gar nicht was so schlimm an einer Röntgenuntersuchung sein soll. Also natürlich gibt es da auch den stochastischen Strahlenschaden. Aber kaum ein Mensch macht sich Gedanken, wenn man mit dem Flugzeug in den Urlaub fliegt, aber wenn es dann um die eigene Gesundheit geht, nimmt man lieber eine schlechte Untersuchung mittels Ultraschall in Kauf, statt das minimale Strahlenrisiko in Kauf zu nehmen, was geringer ist als jeder Flug um dann aber auch eine ordentliche Aussage zur Knochenqualität zu bekommen.

Auch ist es doch der aller größte Unsinn Medikamente erst einzunehmen, wenn man eine ausgeprägte Osteoporose hat. Wer erzählt so etwas denn? Deine Techniker Krankenkasse? Nein eben nicht. Das Zauberwort heißt ja Prävention und das gibt es auch bei Osteoporose. Das geht schon mit einer ausreichenden Vitamin D Zufuhr los, was wir nahezu über das gesamte Jahr in unseren Breiten nicht ausreichend selber synthetisieren können. Dann geht es mit Calcium weiter. Und dann gibt es eben auch die richtige Therapie mittels Medikamenten, welche stadiengerecht erfolgen soll. Wenn die Osteoporose schon ausgeprägt ist, dann ist das Kind doch schon in den Brunnen gefallen und Knochensubstanz wieder aufbauen geht eben nur sehr schwierig, erst recht wenn man spät damit anfängt.

» Klehmchen » Beiträge: 5317 » Talkpoints: 940,79 » Auszeichnung für 5000 Beiträge


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