Sind Haustiere in Mietwohnungen nur noch selten erlaubt?

vom 21.11.2021, 18:47 Uhr

Durch meine ehrenamtliche Arbeit habe ich langsam den Eindruck, dass Haustiere in Mietwohnungen nur sehr selten erlaubt sind. Immer wieder bekommen wir nach Wochen die Aussage zu hören, dass die Vermieter die Tierhaltung doch verboten haben. Auch bei Wohnungssuchen im Freundeskreis habe ich dies schon öfters gehört. Eine Freundin von mir musste damals nach einem Jahr ihr Tier abgeben, da sie keine Wohnung mit ihrem Hund gefunden hat.

Habt ihr diese Erfahrung auch schon gemacht? Wie sah eure letzte Wohnungssuche mit Haustier aus? Welche Gründe seht ihr für vermehrte Ablehnung?

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Ich habe im Dezember beziehungsweise November letzten Jahres eine Wohnung gesucht, in der es erlaubt war einen Hund zu halten. Dabei kann ich deine Ansicht nur bestätigen und es ist inzwischen sehr schwer geworden eine Wohnung zu finden, wenn man bereits einen Hund hat. Da es aktuell sehr wenig Wohnungen gibt und viele Menschen, die sich darauf bewerben, haben es die Vermieter aktuell nicht mehr nötig viele Kompromisse einzugehen und können die Wohnung auch einfach nur an Leute ohne Haustiere vermieten und werden die Wohnung trotzdem sehr gut und sehr schnell los. Dementsprechend können sie ihre Vorstellungen hier durchsetzen ohne dass sie Verluste und mangelnde Einnahmen fürchten müssen.

Ich habe mich mit meinem Hund also auf mehrere Wohnungen beworben und auch viele Absagen bekommen. Das Problem lag hier eben wirklich am Hund und auch an der Tatsache, dass ich zeitnah etwas gesucht habe. Wenn ich nicht so einen Zeitdruck gehabt hätte, dann wären vielleicht noch mehr Wohnungen infrage gekommen, aber wenn man sich nicht viel Zeit lassen kann, grenzt es die Auswahl natürlich sehr stark ein. Auch, wenn man nicht endlos viel Geld für die Miete hat.

Dabei ist mir auch aufgefallen, dass viele Wohnungsgesellschaften zum Teil sehr sonderbare Regeln haben. Einige verbieten Hunde und andere Haustiere generell, was ich nicht dramatisch finde, da es deren gutes Recht ist und es eine einheitliche Regelung gibt. Andere wiederum handhaben es aber so, dass man grade bei Hunden die Unterschriften von allen Mietern in dem jeweiligen Aufgang im Haus haben muss, egal, ob schon andere Mieter einen Hund haben oder nicht. Wenn ein Mieter nicht unterschreibt, dann hat man “Pech gehabt” und darf dort entweder mit dem Hund nicht einziehen oder sich keinen Hund anschaffen. Wenn eine Person einen also nicht leiden kann, dann kann sie die Unterschrift verweigern und einem die Hundehaltung somit verwehren, obwohl sie vielleicht selbst einen Hund hat. Das finde ich extrem unfair.

Alles in Allem war es uns aber trotzdem möglich eine Wohnung zu finden, in der Hundehaltung erlaubt ist. Ich habe schon im Vorfeld geschrieben, dass der Hund entsprechend versichert ist und habe mit den üblichen Unterlagen noch ein Foto von dem Hund eingereicht und eine Kopie seiner Haftpflichtversicherung, in der auch deutlich ersichtlich Schäden an Mietobjekten eingeschlossen waren. Des Weiteren habe ich von mir aus angeboten, dass ich eine höhere Kaution zahle. Somit war es also mit einem Entgegenkommen meinerseits möglich, dass ich eine Wohnung gefunden habe, die auch bezahlbar ist und in der der Hund willkommen ist.

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