Frustrationstoleranz abhängig vom Alter?
Es hat eine Umfrage unter Schulleitern stattgefunden und man will herausgefunden haben, dass gerade die Jungen unter 40 Jahre alten Personen frustrierter und unzufriedener sind. Inwiefern hängt das Frustrationsempfinden und die Toleranz in dieser Hinsicht vom Alter ab? Legt sich das mit dem Alter oder ist das nur eine Korrelation?
Generell glaube ich schon, dass sich die Frustrationstoleranz mit steigendem Alter auch anhebt. Man wird quasi in manchen Punkten gelassener, weiser und altersmilde.
Negativ formuliert könnte man auch sagen, desillusionierter und resignierter im Hinblick auf viele Dinge, die sich nicht ändern lassen.
Bei dieser Untersuchung könnte ich mir gerade bei Lehrern vorstellen, dass diese in jungen Jahren noch sehr idealistisch sind, während jemand mit über 50 schon mehr auf die Rente schielt und schon viel zu viel gesehen hat, um sich noch Illusionen hinzugeben. Es ist ein in meinen Augen sehr idealistischer, aber auch anstrengender Beruf, der nur so nach dem Burn-Out schreit.
Das Alter spielt in meinen Augen insofern eine Rolle, dass es statistisch gesehen mit unterschiedlichen Lebensumständen verknüpft ist. Sprich ein alleinerziehendes Elternteil findest du unter 40 eher als über 70 (im Schnitt, kommt mir jetzt ja nicht: Meine Nachbarin ist über 80 und zieht ihre Enkel groß, weil ihre Tochter an Brustkrebs gestorben ist) und die jetzt "Alten" haben (wiederum statistisch gesehen) oft noch ganz ordentliche Renten und/oder Wohneigentum, sodass sie den Lebensabend zumindest finanziell abgesichert "genießen" können. Solche Faktoren, statistisch geglättet, spielen in meinen Augen zusammengenommen eine größere Rolle als das rein biologische Alter.
Ich selber bin auch aus den "Jungen unter 40" gerade herausgewachsen und muss sagen, das hat auch seine Vorteile. Der gesellschaftliche Druck schwindet mit jedem Jahr, die Lebenserfahrung wächst, und da wird es auch immer einfacher, gelassen und "altersmilde" zu reagieren. Und ein ganzer Haufen Schmarrn vom Referate halten an der Uni bis zum irrationalen Schönheitsideal fällt eben auch weg, sodass die innere Gelassenheit mehr Platz hat, sich zu entfalten und auszubreiten.
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