In Vorlesung bei Unklarheiten nachfragen?
Es ist schon eine Weile her, dass ich studiert habe, wobei es aber eher die Ausnahme war, dass Studenten sich während der Vorlesung einfach gemeldet und Fragen gestellt haben. Oft wurde einfach nur mitgeschrieben und wenn etwas unklar geblieben war, hat man versucht sich das durch Literatur selbst anzueignen.
So wirklich gefragt wurde nur, wenn der Dozent den Raum dazu gegeben hat und eben gezielt wissen wollte, ob noch Fragen vorhanden waren. Das war aber eher selten der Fall. Wie seht ihr das? Sollte man bei Unklarheiten in der Vorlesungen gezielt nachfragen auch ohne Aufforderung durch den Dozenten? Oder würdet ihr das dreist finden, da es den Dozenten unterbricht und der Stoff dadurch vielleicht nicht komplett behandelt werden könnte?
Eine Vorlesung ist für mich nichts anderes gewesen als eine große Unterrichtsstunde mit mehr Publikum. Zwar ist es schon richtig, dass die Interaktion mit den Zuhörern in der Uni sich oft in Grenzen hält und dass wenige Professoren die Studenten aktiv mit einbeziehen, weil die Vorträge oftmals zeitlich auch so eng kalkuliert sind, dass sie die vorgegebene Zeit voll ausfüllen, aber nichtsdestotrotz ist es eine Lehrveranstaltung, die man besucht, und keine Freizeitaktivität, bei der man sich einfach passiv berieseln lässt.
Man geht dorthin, ob etwas beigebracht zu bekommen und sich fortzubilden und dazu gehört meiner Meinung nach auch die Gelegenheit, Rückfragen zu stellen und sich unklare Sachverhalte nochmals erklären und wiederholen zu lassen. Dafür lässt man schließlich einen ausgebildeten und fachkundigen Dozenten auftreten und keinen Laien, dem man ein Skript in die Hand drückt, das dieser in einer Stunde herunterliest.
Wenn diese Möglichkeit nicht gegeben ist und ein Dozent es verweigert, Antworten auf Fragen zu geben, nur weil er auf Biegen und Brechen sein Programm durchziehen will, dann kann ich mir genauso gut auch einfach ein komplettes Lehrbuch nehmen und selbstständig durcharbeiten.
Für den Besuch der Vorlesung hätte ich dann keinerlei wirklichen Grund mehr und würde es auch nicht einsehen, wenn es am Ende eh darauf hinausläuft, dass ich mit allen Schwierigkeiten alleine fertig werden muss. Etwas Eigeninitiative und weiterführende selbstständige Arbeit muss im Studium natürlich investiert werden, aber in Vorlesungen, Seminaren und Praktika hat der Leiter für mich definitiv die Aufgabe, Hilfestellung zu bieten.
Eine Kompromisslösung könnte ja darin bestehen, dass man die Fragen bis zum Ende der Vorlesung sammelt und aufschreibt und dann unter vier Augen mit dem Dozenten klärt, damit man die Vorlesung nicht unnötig in die Länge zieht und andere, die keine Fragen mehr haben, pünktlich gehen können.
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