Tipps bei Leben mit deformiertem Hüftgelenk
Mein Lebensgefährte hatte neulich wieder starke Schmerzen im Rückenbereich und ging mal wieder zum Arzt damit. Nach einigen Röntgenaufnahmen hatte sich schon bei vorherigen Untersuchungen eher zufällig herausgestellt, dass seine Hüftgelenke völlig deformiert sind. Irgendwie steht der Oberschenkelknochen im falschen Winkel darin und Gelenk und Knochen haben sich gegenseitig kräftig abgescheuert. Das sollte an sich schon schmerzhaft sein, aber die Rückenschmerzen kamen wohl doch von etwas Anderem und mein Partner selbst merkt auch noch keine Hüftschmerzen.
Der Arzt mutmaßte, dass die Deformation in der frühen Pubertät geschehen sein müsste, und brachte sie in den Zusammenhang mit irgendeiner Krankheit, deren Namen ich mittlerweile aber wieder vergessen habe. Recherchierte ich über diese Krankheit, fand ich nur Informationen, dass sie bei kleinen, dicken, spät in die Pubertät kommenden Jungen auftreten soll, was nun wirklich ganz und gar nicht zu meinem Partner passt, sondern eher das Gegenteil beschreibt. Woher die Deformation kommt, liegt also eher im Dunkeln. Eine plausible Erklärung ließ sich bislang jedenfalls nicht finden.
Auf die Frage, was man denn nun machen könnte, konnte der Arzt leider auch nicht viel antworten. Eher ernüchternd hieß es, dass sich das Gelenk weiter abnutzen würde, bis es irgendwann durchbreche und ein künstliches Hüftgelenk oder eine andere Operation notwendig sei. Außer "schonen Sie sich einfach" kam dann auch nichts Hilfreiches mehr.
Vielleicht habt ihr ja noch einige Tipps, was man da machen kann? Sein Hüftgelenk, das bereits beschädigt ist, zu schonen und mechanisch nicht zu sehr zu belasten, ist ja selbstverständlich. Ebenso, dass man eventuell die Muskeln in dem Bereich fördern könnte. Aber kann man sonst noch irgendetwas tun, um die weitere Beschädigung der Hüfte ein wenig zu verlangsamen? Sind bestimmte Vitamine oder Mineralstoffe förderlich? Kalzium vielleicht? Wobei ich mir da auch nicht so sicher bin, ob das nun bei so einer Beschädigung noch viel hilft.
Unter schonen verstehe ich zum Beispiel, dass man eher nicht einen Marathon laufen sollte, sondern Sport eher so gestalten sollte, dass dieses das Gelenk so wenig wie möglich belastet. Schwimmen fällt mir zum Beispiel ein, ich weiß aber nicht, ob das tatsächlich optimal wäre.
Ich würde eventuell auch einen Physiotherapeuten aufsuchen, notfalls auch privat bezahlen. Die sollten einem auch Tipps geben können, wie man sich hüftgerecht verhält, welche Bewegungen in dem Fall schädlich oder verschleißend sind und wie man Gewohnheiten so anpassen kann, dass man möglichst lange beschwerdefrei laufen kann. Auch zum Thema Rücken sollten die helfen können.
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