Was genau ist eine pränatale Depression?
In einem anderen Thread habe ich nach der postnatalen Depression gefragt und habe sie schon als pränatele Depression bezeichnet. Aber was ist denn eine pränatale Depression genau? Entsteht diese nosch vor oder während der Schwangerschaft? Warum entsteht so eine pränatale Depression und was wird dagegen gemacht? Schadet diese Depression auch dem Kind oder ist das Kind davon nicht betroffen?
Eine pränatale Depression entsteht in der Regel während der Schwangerschaft. Allerdings können auch vor einer Schwangerschaft schon Depressionen bestehen, die durch eine Schwangerschaft ja nicht einfach verschwinden.
Die Gründe für die Entstehung einer pränatalen Depression sind vielfältig. Zum einen können diese durch die hormonellen Veränderungen während einer Schwangerschaft entstehen. Zum anderen führen bei einigen Frauen auch die Angst vor den Veränderungen, die ein Kind mit sich bringt, sowie die Veränderungen am eigenen Körper und die damit verbundene Eingeschränktheit während einer Schwangerschaft zu Depressionen.
Die Behandlung einer pränatalen Depression richtet sich danach, wie stark diese Depression ausgeprägt ist. Bei leichten depressiven Verstimmungen reicht meistens die Beratung von Psychologen oder auch Gynäkologen. Bei schwerwiegenderen pränatalen Depressionen muss man auf Medikamente zurückgreifen, die allerdings gut untersucht und nur nach Abstimmung mit dem behandelnden Arzt beziehungsweise Therapeuten eingenommen werden sollen. Auch sollten diese Medikamente nur zeitlich begrenzt eingesetzt werden um Vergiftungserscheinungen bei dem ungeborenen Baby zu vermeiden.
Pränatale Depressionen schaden leider auch dem Kind, da diese sich, wie jede andere Art von Stress, auf das Baby im Mutterleib auswirken. So steigt bei pränatalen Depressionen das Risiko einer Fehlgeburt. Zudem brauchen Babys, deren Mütter an einer pränatalen Depression gelitten haben, in der Regel länger um sich auf der Welt zurecht zu finden. Es kann zu verminderten kognitiven Leistungen und verlangsamter sprachlicher Entwicklung sowie bei älteren Kindern auch zu schulischen Problemen kommen. Zudem haben diese Babys häufig geringere Geburtsgewichte und sind innerhalb der ersten Lebensjahre anfälliger für Krankheiten.
Prä heißt auf Latein davor und post heißt auf Latein danach. Natus heißt auf Latein Geburt. Das heißt also, wie der Vorredner schon richtig erklärt hat, dass eine pränatale Geburt vor der Geburt entstanden ist.
Allerdings kann so eine Depression nicht nur, wie oben erklärt bei der Mutter entstehen. Auch werdende Väter können davon betroffen sein, was noch viel zu wenig bekannt ist. Männer können im Übrigen auch eine postnatale Depression bekommen, das sei hier auch noch erwähnt. So eine Schwangerschaft ist eben nicht nur Zuckerschlecken, auch wenn das als Klischee gerne mal so dargestellt wird.
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