Besser fühlen, wenn man einige Gefahren nicht kennt?

vom 07.09.2015, 17:53 Uhr

Ich habe neulich einen Bericht über die schädigende Wirkung von kurzwelligem, blauen Licht auf die Augen gesehen. Dieses Licht wird beispielsweise besonders von LED Lampen, Fernsehern und Computern abgegeben. Das blaue Licht ist tagsüber nicht weiter schädlich, abends allerdings können die Augen dadurch einen Schaden erleiden und man kann Augenkrankheiten bekommen oder die Sehleistung lässt nach. Ich habe davon auch meinem Freund erzählt, doch dieser war darüber nicht sonderlich begeistert.

Solche Informationen belasten ihn eher, zudem sich viele dieser Belastungen kaum ändern lassen. Mein Freund möchte abends nicht auf seine Nachrichten oder einen schönen Film verzichten und findet es daher sehr belastend zu wissen, dass dies schädlich für seine Augen ist und sogar Krankheiten auslösen kann. Ist es bei euch mitunter auch so, dass ihr teilweise lieber nicht wüsstet, was uns alles schaden und krank machen kann, da es euch einfach zu sehr belastet? Welche Dinge gehören für euch in diese Kategorie? Leidet ihr darunter, wenn ihr solche Dinge erfahrt und nichts daran ändern könnt?

» Crispin » Beiträge: 14916 » Talkpoints: -0,43 » Auszeichnung für 14000 Beiträge



Klar fühlt man sich besser. Sonst gäbe es nicht das alte Sprichwort: "Was ich nicht weiß, macht mich nicht heiß". Aber letztlich ist es eben nicht besser. Denn wenn man eine Gefahr nicht kennt, kann man sein Verhalten nicht ändern. Sicher möchte man manches nicht ändern, aber dann ist das eben die eigene und freie Entscheidung, die jeder selbst treffen muss.

Dass man in dem genannten Beispiel nichts machen kann, halte ich für fraglich. Auch dafür wird sich eine technische Lösung finden lassen. Beispielsweise eine Beschichtung auf Lampen mit LED als Leuchtmittel, die die schädliche Strahlung ausfiltert. Oder für die Bildschirmarbeit spezielle Beschichtungen oder Tönungen auf der Brille.

Ob das nun funktioniert, kann ich nicht sicher sagen, ich kann es mir aber vorstellen. Und wen man eben um die Gefahr weiß, dann kann man eben auch nach entsprechenden Gegenmitteln Ausschau halten. Und wenn es sie heute noch nicht gibt, vielleicht in ein paar Wochen oder Monaten.

Klar, man kann heute nicht alle Gefahren ausschalten. Aber das konnte man noch nie. Trotzdem finde ich es gut, wenn das Wissen um potentielle Gefahren auch den Konsumenten zugänglich gemacht wird. Auch wenn man sich dann erst man beunruhigt fühlen könnte.

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» trüffelsucher » Beiträge: 12446 » Talkpoints: 3,92 » Auszeichnung für 12000 Beiträge


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