Nachbarskind nimmt Schlafmittel wegen Mieder
Unsere Nachbarin hat mir gestern den Mieder ihres Sohns gezeigt. Dieser Nachbarssohn muss diesen 15 Stunden am Tag tragen. Nachdem der Sohn aber wegen der Schmerzen vom Mieder nachts nicht schlafen kann, bekommt der über seinen Arzt immer Schlafmittel. Das führt aber dazu, dass das Kind nachts gar nichts mehr mitbekommt und dies finde ich gefährlich.
Kann es sein, dass ein 12jähriges Kind vom Mieder solche Schmerzen bekommt, dass es nicht einschlafen kann? Ist das ratsam, sein Kind jeden Tag mit Schlafmitteln zu füttern oder sollte man nach anderen Alternativen Ausschau halten?
Eigentlich soll ein Mieder ja eher dafür sorgen, dass man keine Schmerzen hat. Meistens trägt man sowas ja wegen irgendeinem Problem mit der Wirbelsäule und die sollte dadurch entlastet werden. Problematisch wird es sicherlich, wenn Schmerzmittel über einen längeren Zeitraum eingenommen werden. Du hast ja nun nicht geschrieben, ob der Junge das Mieder dauerhaft tragen muss, oder nur vorübergehend. Für einen kurzen Zeitraum wäre es ja eventuell noch vertretbar. Ich kann mir aber auch nicht vorstellen, dass ein verantwortungsvoller Arzt einem Kind über längere Zeit Schlafmittel verordnet. Falls das doch der Fall sein sollte, würde ich mir lieber eine zweite Meinung von einem anderen Arzt einholen.
Das Kind hat den Mieder schon seit vier Jahren. Ich habe diesen in die Hände gelegt bekommen und dieser war ganz schön schwer. Der Mieder soll beim Umbiegen helfen. Ich nehme an, es war damit die Wirbelsäule gemeint. Jedenfalls ist das Tragen auch keine Freude und der Gang des Kindes wird auch schwerer und anstrengender. Dass Schmerzmittel eine endgültige Lösung sein sollen, will ich nicht glauben, denn die haben sicher auch ordentliche Nebenwirkungen. ![]()
Wenn der Sohn deiner Nachbarin den Mieder schon so lange trägt und seitdem auch die Schlafmittel nehmen muss, um nachts zur Ruhe zu kommen, dann ist das schon eine sehr lange Zeit und ich finde auch, dass es nicht gut ist, wenn er die Schlafmittel so lange nimmt, weil bestimmt schon eine Abhängigkeit da ist, wenn es stärkere Schlafmittel sind.
Andererseits hoffe ich einfach, dass der Arzt weiß, was er tut, indem er den Jungen zu einer so schmerzhaften Behandlung zwingt. Ich wüsste auch nicht, wie man eine Krümmung der Wirbelsäule sonst behandeln kann, aber ich bin auch keine Ärztin. Bei einer so langwierigen Behandlung würde ich an Stelle der Mutter eventuell aber auch mal eine weitere Meinung bei einem anderen Arzt einholen.
Das Medikament habe ich mir leider nicht gemerkt. Es klang aber wenig einladend und war sicherlich nichts, wie Aspirin oder Aspro. Das Kind tut mir unendlich leid, weil es mit so einem Teil herumlaufen muss, das ihn in der Schule auch behindert und sicherlich drückt. Dann abends noch Tabletten gegen die Schmerzen schlucken zu müssen und dies in so einem zarten Alter, ist für mich die totale Horrorvorstellung.
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